Zum Inhalt springen

Hubertusquelle (Oberkochen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Hubertusquelle
Hubertusquelle
Lage
Land oder Region Ostalbkreis (Baden-Württemberg)
Koordinaten 48° 46′ 8″ N, 10° 4′ 5″ O
 {{#coordinates:48,769027|10,067938|
dim= globe= name=Hubertusquelle region=DE-BW type=waterbody
  }}
Höhe 570 m ü. NHN
Hubertusquelle (Oberkochen) (Baden-Württemberg)
Hubertusquelle (Oberkochen) (Baden-Württemberg)
Hubertusquelle
Lage der Quelle
Geologie
Gebirge Schwäbische Alb
Quelltyp Karstquelle
Hydrologie
Flusssystem Donau
Vorfluter Seegartenhofgraben → Ziegelbach → Leerausbach → Brenz → Donau → Schwarzes Meer

Koordinaten: 48° 46′ 8,5″ N, 10° 4′ 4,6″ O

 {{#coordinates:48,769027|10,067938|primary
   |dim=100
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BW
   |type=waterbody
  }}

Die Hubertusquelle oder der Hubertusbrunnen ist eine Karstquelle und ein kleinsträumiges Gewässersystem bei Oberkochen auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die ganzjährig schüttende Hubertusquelle liegt auf etwa 580 m ü. NHN südwestlich von Oberkochen im etwa 3 km langen, ungefähr ostsüdostwärts ziehenden und als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Tiefental<ref>Informationstafel des Karstquellenwegs: Das Tiefental</ref> oder Tiefen Tal<ref>Steckbrief des Landschaftsschutzgebiets Tiefes Tal der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW).</ref>. Die etwa weitere 2 km lange, etwa südostwärts verlaufende Obertalfortsetzung, die größtenteils außerhalb des Schutzgebiets liegt, wird Hagental genannt. Sie verfügt nur zum Teil über ein Wildwasserbett oder einen künstlich angelegten Graben und liegt überwiegend trocken. Vor Hunderttausenden von Jahren strebte der Talzug dem Durchbruchstal der Ur-Brenz südwärts durch die Schwäbische Alb zu, die damals noch weiter nördlich ihren Lauf begann.

Das Wasser der Karstquelle entspringt an der Schichtgrenze zwischen der Lacunosamergel-Formation und der Unteren Felsenkalk-Formation des Weißjura (früher: Weißjura γ und δ).<ref name="Steckbrief" /> Die steingefasste Quelle liegt unterhalb eines Waldwegs und speist einen wenige Meter entfernten, etwa 15 m breiten Quellteich. Der abfließende Bach ohne gesonderten Namen verläuft in einem Schotterbett am linken Talrand nach Südosten und versickert nach äußerstenfalls rund 700 Metern im Karst des Tiefentals, etwa an der Abzweigung des zum Wollenloch führenden Wanderwegs und einem kleinen Talachsenknick.

Rund 60 m talaufwärts und auf etwa 586 m ü. NHN entspringt rechts des Waldwegs etwa in Mannshöhe an der Böschungsoberkante eine intermittierende Kalktuffquelle als natürlicher Überlauf der eigentlichen Hubertusquelle. Ihr Wasser fließt zunächst unter dem Weg hindurch in Richtung der Talmitte und wendet sich dann in einem bis zu 3 Meter breiten, von Moospolstern durchsetzten Miniaturzopfstrom mit weiterer Tuffablagerung in Richtung der Hauptquelle, die sie – zum Rinnsal vereinigt – rechtwinklig sowie von rechts nur etwa 1,5 Meter unterhalb von deren Quellaustritt erreicht.<ref>Steckbrief des Biotops Quelle im Tiefental SW Oberkochen auf: <ref name="DE-BW_LUBW">Daten- und Kartendienst der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)</ref>. Abgerufen am 11. Mai 2026.</ref>

Wenige Hunderte Meter oberhalb beider Quellen befinden sich in der Talmitte sowie inmitten des talseitigen Wegrandgrabens weitere quellige Bereiche, die jedoch nur bei längerandauernder äußerst feuchter Witterung in Erscheinung treten. Ihr Wasser erreicht die Hubertusquelle nicht, sondern versickert in einem tief in den Talboden eingeschnittenen unbefestigten Wirtschaftsweg.

Das Tiefental entwässert heute in der Tiefe weiterhin vollumfänglich zur Brenz, oberflächlich würde bei einem Jahrtausendereignis ein geringfügiger Teil des Wassers allerdings auch zum Schwarzen Kocher hin abfließen.

Fleinsquelle[Bearbeiten]

Am nördlichen unteren Ende des Tiefentals am Übergang zum Ur-Brenztal liegt inmitten eines Ackers in der Nähe der Europäischen Hauptwasserscheide die Fleinsquelle. Sie ist ein Hungerbrunnen und tritt nur bei signifikant erhöhtem Karstwasserstand infolge Dauerregens oder starker Schneeschmelze in Erscheinung. Ihr Wasser würde, wenn ein Entwässerungsgraben vorhanden wäre, den Schwarzen Kocher erreichen. Aktuell (2026) ist ihr genauer Ort aufgrund von jahrelanger Austrocknung nur anhand einer Senke im Gelände auszumachen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hubertusquelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references>

  • <ref name="Steckbrief">Siehe den Geotop-Steckbrief der Quelle bei den → Weblinks.</ref>

</references>