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Huernia

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Huernia
Datei:Huernia thureti Cels ex Herincq 02.jpg

Sektion Fallacistelma: Huernia thuretii

Systematik
Ordnung: Enzianartige (Gentianales)
Familie: Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)
Unterfamilie: Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae)
Tribus: Ceropegieae
Untertribus: Stapeliinae
Gattung: Huernia
Wissenschaftlicher Name
Huernia
R.Br.

Die Pflanzengattung Huernia gehört zur Unterfamilie der Seidenpflanzengewächse (Asclepiadoideae) innerhalb der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Für die Huernia-Arten wird wie bei Arten vieler anderer Gattungen der Untertribus Stapeliinae der deutsche Trivialname Aasblumen verwendet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Huernia-Arten sind sukkulente Pflanzen; sie bilden meist Bestände. Die Stämmchen sind niedrig oder doch selten über 10 cm hoch, vom Grunde aus, seltener höher verzweigt, vier- bis sechskantig, meist mit großen Kanten und meist auch mit großen Zähnen, mehr oder weniger graugrün, oft gerötet, immer kahl. Es werden nur rudimentäre Blätter, aber keine Nebenblätter gebildet.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Datei:Huernia macrocarpa GS430.png
Illustration von Huernia macrocarpa

An der Basis der Stämmchen bilden sich kurz gestielte, doldige Blütenstände mit lanzettlichen Tragblättern und den sich der Reihe nach entfaltenden Blüten. Die Blütenstiele sind verhältnismäßig kurz.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf eiförmig-lanzettlichen Kelchblätter sind verwachsen und enden mit fünf spitzen Zipfeln. Die fünf Kronblätter sind am Grunde glockig verwachsen und enden mit einem zehnzipfeligen Saum, d. h. mit je einem kleineren Zipfel in den Buchten der fünf größeren. Die Zipfel an der Knospe sind klappig, die Mittelzipfelchen bilden vorstehende Ecken. Es ist eine zweireihige Corona mit je fünf Lappen vorhanden und ist innen meist papillös oder warzig, selten glatt. Die äußere Corona fehlt nur bei einer Art und liegt dem Blütengrund auf oder ist selbst etwas angewachsen sowie dem Grund des Gynostegiums angeheftet; die Abschnitte (Ligulae) sind mehr oder weniger frei oder verwachsen, mehr oder weniger rechteckig, ausgerandet oder gezähnt, gewöhnlich sehr dunkel gefärbt. Abschnitte der inneren Corona, der Staminalsäule und den Staubbeuteln angewachsen, einfach, so lang oder länger als die Staubbeutel. Die keulenförmigen Pollinien besitzen am Klemmkörperchen zwei seitlichen Anhängsel.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die aufrechten Balgfrüchte sind kahl. Die Samen besitzen an ihrer Spitze ein Haarbüschel.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Huernia erstreckt sich über Südafrika und Namibia, die Arten sind also Florenelemente der Capensis, von Äthiopien und von der Arabischen Halbinsel.

Datei:Huernia guttata ericbrian.jpg
Sektion Huernia: Huernia guttata
Datei:Huernia hislopii 1.jpg
Sektion Huernia: Huernia hislopii
Datei:Huernia kennedyana 5.jpg
Sektion Huernia: Huernia kennedyana
Datei:Huernia occulta flower.jpg
Sektion Huernia: Huernia occulta
Datei:Huernia piersii1.JPG
Sektion Huernia: Huernia piersii
Datei:Huernia pillansii N.E.Br. 02.jpg
Sektion Huernia: Huernia pillansii
Datei:Huernia aspera.jpg
Sektion Plagiostelma: Huernia aspera
Datei:Ab plant 18.jpg
Sektion Plagiostelma: Huernia keniensis
Datei:Huernia leachii - Zembe (11791731163).jpg
Sektion Plagiostelma: Huernia leachii
Datei:Huernia plowesii.jpg
Sektion Plagiostelma: Huernia plowesii
Datei:Huernia zebrina flower.jpg
Sektion Plagiostelma: Huernia zebrina
Datei:Huernia quinta.JPG
Sektion Fallacistelma: Huernia quinta

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstbeschreibung der Gattung Huernia erfolgte 1810 durch Robert Brown.<ref> Robert Brown: On the Asclepiadecæ, a Natural Order of Plants separated from the Apocinæ of Jussieu. In: Memoirs of the Wernerian Natural History Society. Band 1, Edinburgh 1810, S. 22, (online).</ref> Der Gattungsname Huernia beruht auf einem Schreibfehler und bezieht sich auf den niederländischen Missionar Justus van Heurne (Justus Heurnius) (1587–1652/3), der als erster Europäer am Kap der Guten Hoffnung Pflanzen sammelte.<ref name="Burkhardt2018" />

Die Gattung Huernia gehört zur Subtribus Stapeliinae aus der Tribus Ceropegieae in der Unterfamilie der Asclepiadoideae innerhalb der Familie der Apocynaceae. Die Gattung wird in drei Sektion eingeteilt und umfasst folgende Arten:<ref>Focke Albers, Ulli Meve (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Asclepiadaceae (Seidenpflanzengewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3982-0, S. 160–176.</ref>

Eine Hybride aus Huernia clavigera und Huernia pillansii ist Huernia × distincta Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.N.E.Br.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> <ref name="WCSP">Rafaël Govaerts (Hrsg.): Huernia - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 12. November 2018. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Huernia – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien