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Hugo Obwegeser

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Hugo Lorenz Obwegeser (* 21. Oktober 1920 in Hohenems, Österreich;<ref name="springermedizin" /><ref name="maxilofacial" /> † 2. September 2017 in Schwerzenbach, Schweiz)<ref>Todesanzeige. In: todesanzeigen.vol.at, abgerufen am 15. September 2017 (Archiv).</ref> war ein österreichischer Kieferchirurg und Professor für Kieferchirurgie und Fachautor. Er war der Begründer einer operativen Methode, die ohne sichtbare verbleibende Narben im Gesicht auskommt.<ref name="uzh" />

Leben[Bearbeiten]

Obwegeser studierte an der Universität Innsbruck Medizin und spezialisierte sich an der Universität Graz in Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Aufgrund der faktischen Notwendigkeit der Zulassung zum Studium<ref>Hans Stoll: Vergangenheit: Ohne NS-Mitgliedschaft kein Studium, Deutsches Ärzteblatt, 1994 (4), S. 162. 28. Januar 1994, abgerufen am 23. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> nach dem Anschluss Österreichs beantragte am 27. Januar 1941 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Januar desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 8.445.590).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31020475</ref> Er wurde 1962<ref>João Mendes Abreu, Bárbara R Sousa, João Oliveira, Érica Cerqueira, Pedro Cabeça Santos, Nuno S Gil: Honoring Professor Hugo Lorenz Obwegeser: A Visionary in Maxillofacial Surgery and Orthodontics. In: Cureus. 1. September 2024, ISSN 2168-8184, doi:10.7759/cureus.68420, PMID 39360052, PMC 11445633 (freier Volltext) – (cureus.com [abgerufen am 23. März 2026]).</ref> an der Universität Zürich (UZH) Direktor der Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie und veröffentlichte mehr als 150 wissenschaftliche Arbeiten über die Oralchirurgie, von denen einige als Standardwerk gelten.<ref name="hohenems" />

Obwegeser war als Pionier der korrektiven Chirurgie im Bereich der Kieferfehlstellungen (Dysgnathieoperationen) weltweit anerkannt.<ref name="springermedizin" /> Seine Leistungen führten in den Vereinigten Staaten zur Gründung der European Association for Cranio-Maxillofacial Surgery (EACMFS). In Indien waren die Leistungen Obwegesers Wegbereiter für mehrere tausend erfolgreiche Behandlungen im Bereich der Lippen-Kiefer-Gaumenspalten und der kraniofazialen Fehlbildungen.<ref name="zwp" />

Nach Obwegeser ist der Hugo-Obwegeser-Preis, die höchste Auszeichnung der Schweizerischen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (SGMKG), benannt. Obwegeser war Träger des Ehrenrings seiner Geburtsstadt Hohenems.<ref name="hohenems" />

Er war der Onkel des Mediziners Joachim Obwegeser.<ref>Klaus W. Grätz: Professor Dr. Joachim Obwegeser wird zum Titularprofessor ernannt. In: zzm.uzh.ch. 30. Mai 2012, abgerufen am 15. September 2017.</ref>

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Obwegeser erhielt nachfolgende Auszeichnungen:<ref name="udmercy" />

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Die US National Library of Medicine verzeichnet über 90 wissenschaftliche Aufsätze.<ref name="Publikationsliste">US National Library of Medicine: Suche nach Publikationen von „Obwegeser H“. In: pubmed.de. National Institutes of Health. Search database, abgerufen am 14. Dezember 2017 (93 Ergebnisse; mit Weblinks zu den Artikeln).</ref>

  • 1955: Zur Operationstechnik bei der Progenie und anderen Unterkieferanomalien. In: Deutsche Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde mit Zentralblatt. Organ der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. 23, ISSN 0012-1010, S. 1–26.
  • 1962: Chirurgia del „mordex apertus“. In: Revista de la Asociación Odontológica Argentina. 50, ISSN 0004-4881, S. 429–436.
  • 1965: Eingriffe am Oberkiefer zur Korrektur des progenen Zustandsbildes. In: Schweizerische Monatsschrift für Zahnheilkunde. 75, S. 365–371.
  • 1969: Surgical correction of small or retrodisplaced maxillae. In: Plastic and Reconstructive Surgery. 43, S. 351–362.
  • 1970: Die einzeitige Vorbewegung des Oberkiefers und Rückbewegung des Unterkiefers zur Korrektur der extremen Progenie. In: Schweizerische Monatsschrift für Zahnheilkunde. 80, S. 347–356.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="springermedizin"> 90 Jahre Hugo L. Obwegeser – eine Erfolgsgeschichte – Springer Professional Media, Bereich Medizin. In: springermedizin.at. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 20. Dezember 2016; abgerufen am 14. Dezember 2017. </ref> <ref name="maxilofacial"> Profesor Hugo L. Obwegeser (1920–2017). In: maxilofacialsanvicente.obolog.es. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 14. Dezember 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> <ref name="uzh"> Von Zürich aus in die ganze Welt. In: news.uzh.ch. Universität Zürich, abgerufen am 14. Dezember 2017. </ref> <ref name="hohenems"> Ehrung für vier verdiente Hohenemser. In: hohenems.at. Stadtverwaltung Hohenems, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 14. Dezember 2017. </ref> <ref name="zwp"> Kurt Vinzenz: 90 Jahre Hugo L. Obwegeser – Eine Erfolgsgeschichte moderner Gesichtschirurgie. In: zwp-online.info. Das Nachrichtenportal für die Dentalbranche, 28. Februar 2011, abgerufen am 14. Dezember 2017. </ref> <ref name="udmercy"> Obwegeser, Hugo L., M.D. – University Honors. In: research.udmercy.edu. Abgerufen am 14. Dezember 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). </ref> </references>

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