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Hure

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Datei:Dirck van Baburen - The Procuress - Google Art Project.jpg
In dem Gemälde Die Kupplerin von Dirck van Baburen trägt die Hure eine Bluse mit gestreiften Ärmeln als Zeichen ihres Gewerbes (um 1622)
Datei:Judith Leyster - Man Offering Money to a Young Woman - 564 - Mauritshuis.jpg
In Judith Leysters Gemälde Der Antrag trägt die junge Frau einen kurzen weißen Umhang, ein Mann bietet ihr Geld (entstanden um 1631)

Hure (ahd. huor(r)a, mhd. huore) ist die deutsche, oft abwertende Bezeichnung für eine Prostituierte. In der Umgangssprache wird dieser Begriff auch für Frauen mit häufig wechselnden Sexualpartnern gebraucht. Ein verhüllendes Synonym ist Freudenmädchen, umgangssprachliche Bezeichnungen sind Bordsteinschwalbe und Trottoiramsel, abwertende Synonyme Nutte, Dirne und Metze. Hübschlerinnen nannte man fahrende Frauen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Carol Leigh, eine Filmemacherin und Aktivistin für die Rechte von Prostituierten, prägte in den späten 1970er-Jahren den Begriff Sexworker. Der Begriff umfasst alle freiwilligen sexuellen Dienstleistungen. Die deutsche Bezeichnung ist Sexarbeiterin bzw. Sexarbeiter für männliche Prostituierte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Etymologie und Begriffsgeschichte[Bearbeiten]

Das Wort leitet sich von der indogermanischen Wurzel *qār-, „begehrlich, lieb“, ab. Daraus entwickelte sich auch das lateinische cārus, „lieb, teuer“.<ref name=":Kluge/Pfeifer">Kluge. Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Bearbeitet von Elmar Seebold. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 431;
Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. Erarbeitet unter Leitung von Wolfgang Pfeifer. Akademie, Berlin 1989 (und weitere Auflagen); Onlineversion: Hure. In: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache.Vorlage:Abrufdatum</ref> Im Althochdeutschen bezeichnete das zum Wort Hure zugehörige Tätigkeitssubstantiv huor (n./m.) nicht nur die Prostitution im Besonderen, sondern den außerehelichen Beischlaf und andere Formen der „Unzucht“ im Allgemeinen; huor(r)a wurde so auch in der Bedeutung „Ehebrecherin“ gebraucht.<ref name=":Kluge/Pfeifer" /><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Eine Entsprechung für ehebrüchige Männer ist unter anderem im Gotischen (hôrs) und Altnordischen (hórr) bezeugt.<ref name=":Kluge/Pfeifer" /> Im Deutschen ist das seltene männliche Äquivalent Hurer bereits im Althochdeutschen als huorâri belegt.<ref>Albert L. Lloyd, Rosemarie Lühr: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Sächsische Akademie der Wissenschaften; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Ein häufiger Irrtum ist die fälschliche Ableitung von dem niederländischen huur, „heuern, mieten“.

Das Wort Hure wurde und wird auch als Schimpfwort für Frauen benutzt, insbesondere wenn diese sexuell selbstbestimmt aktiv waren oder sind. In den letzten Jahren hat das Wort Hure (früher auch „Lohnhure“<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> im Gegensatz zur „Gelegenheitsbuhlerin“<ref>Anita Winkler: Prostitution – ein Fall für die Sittenpolizei</ref>) durch die Aktivitäten verschiedener Hurenvereinigungen (Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen, Huren wehren sich gemeinsam), die sich bewusst so nennen, eine gewisse Aufwertung bzw. Neutralität erhalten. Die Mitglieder der niederländischen Prostituierten-Gewerkschaft benennen sich sogar mit einem gewissen Stolz als Huren (siehe Dysphemismus-Tretmühle).

Geschichte[Bearbeiten]

In einer „Gegenwartstudie“ zum Thema Prostitution stellte Oskar Panizza Ende des 19. Jahrhunderts einige Daten zusammen: Während Karl der Große die strengsten Verordnungen gegen Prostitution erließ, wurden selbige nach seinem Tod wieder aufgehoben, weil unhaltbar. Dabei hielten die vornehmen Herren sich selbst mehrere Kebse. Ab dem 13. Jahrhundert schlossen die Räte mehrerer Großstädte mit Frauenwirten Verträge ab, die genügend hübsche Mädchen in ihren Häusern verpflichten. Es war bei Strafe verboten, diese Mädchen grundlos zu beleidigen und sie erhielten allerlei milde Bezeichnungen wie törichte, schöne, fahrende oder gelüstige Dirnen, Hübschlerinnen, lustige oder barmherzige Schwestern. Der Ausdruck Hure wurde seltener. Fürsten und Kaiser scheuten sich nicht, diese Frauenhäuser öffentlich zu besuchen. So ging es in vielen europäischen Staaten zu, erst Strafverfolgung, dann Verschlimmerung des Zustandes durch Verbreitung von Geschlechtskrankheiten, dann Milde gegenüber den Huren.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Man verfolgte und bestrafte die sogenannten Winkel- und Straßenhuren und war bestrebt, Prostituiertenhäuser mit „garantierter Qualität“ zu schaffen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Der Begriff Winkelhuren meinte Prostituierte, die ihr Wesen heimlich trieben, und Straßenhuren solche, die ihrem Gewerbe auf der Straße nachgingen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Obwohl das Leben der Huren im mittelalterlichen Europa durch verschiedene Gesetze eingeschränkt war (sie durften zum Beispiel keine Pelze tragen und mussten gestreifte Tuche verwenden), haben sie anscheinend zwischen dem Ende des 14. und dem 16. Jahrhundert den gleichen zivilen Status gehabt wie die ehrbaren Frauen. Es ist bezeugt, dass Huren jener Zeit Gerichtsverfahren gegen andere Personen geführt haben und auch Testamente hinterließen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Während des Dreißigjährigen Krieges zählten Huren als Prostituierte häufig zum offiziellen Heerestross. Bei den kaiserlichen Truppen waren die Prostituierten in vier Klassen unterteilt: Die erste und oberste Kategorie nahm die Mätresse ein, die zweite die Konkubine, die dritte die Metze, die vierte und unterste die Hure.<ref>Schoch („Don Kaspar“, „Kaspar“, „Cäsperle“, Schach), Caspar von, Fußnote 47; in: Der Dreißigjährige Krieg in Selbstzeugnissen, Chroniken und Berichten, 21. Februar 2013, abgerufen am 20. Februar 2024.</ref>

Historische Kleidervorschriften[Bearbeiten]

Datei:Johannes Vermeer - The Procuress - Google Art Project.jpg
In Johannes Vermeers Gemälde Bei der Kupplerin, um 1656, Mauritshuis, trägt die Hure eine auffällig gelbe Jacke

Im alten Rom gab es bezüglich der Frauenkleidung klare Vorschriften. Ehrbare Frauen, Dienerinnen (vestis ancillaris) und Prostituierte (vestis meretricia) erkannte man an ihren Kleidern. Ehebrecherinnen mussten auch die Hurenkleidung „vestis meretricia“ tragen, eine Tunika ohne Bordüre sowie eine dunkle Toga statt einer Stola.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Auch im Mittelalter gab es besondere Kleiderordnungen für die Huren, die durch bestimmte Farben und besondere Kennzeichen (z. B. zweifarbige Kopfbedeckung, Männerkapuzen, scharlachrote Kordeln) auffällig sein sollten, Streifen wirkten besonders stigmatisierend. Rot galt zwar als Farbe der Herrschaft, doch in Anspielung auf die biblische Rahab mussten Huren vielerorts eine scharlachrote Schnur oder Kordel als Zeichen der Prostitution tragen. Der Prediger Berthold von Regensburg schlug im 13. Jahrhundert vor, alle Huren in Gelb zu kleiden, damit man sie besser erkennen könne.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Er forderte sogar, dass die Konkubinen der Geistlichen auch gelbe Bandstreifen auf ihrer Kleidung tragen, genau wie Jüdinnen und Huren. Noch im Jahr 1500 forderten Hamburgs Bürger, dass die Konkubinen der Geistlichen die Hurenkleidung zu tragen haben.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Um 1488 wollte man in Leipzig die Putzsucht der Frauen eindämmen, indem kurzerhand ausgefallene Stoffe, ausladende Dekolletés und aufgenähte Schellen an den Kleidern als das Sonderrecht der Huren deklarierte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Im Mittelalter mussten Huren gestreifte Kleidungsstücke tragen oder verkehrt herum anziehen, um sich von den ehrbaren Frauen zu unterscheiden. Streifen waren symbolisch für den Teufel und Duplizität.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Bestimmte Farben, besonders Gelb, galten als sogenannte Hurenfarbe.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. S. 109; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> In den italienischen Städten Mantua und Parma mussten Huren beispielsweise einen kurzen weißen Umhang tragen, in anderen europäischen Städten mussten die Umhänge der Prostituierten gelb, schwarz oder gestreift sein.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Hurenfarbe war in Frankreich zeitweise das Weiß. Doch sollen im Jahr 1389 die Freudenmädchen aus Toulouse sich beim König beschwert haben, immer weiße Hauben und Bänder tragen zu müssen. König Karl VII. soll daraufhin ihnen in einer Ordonnanz erlaubt haben, selber die Hurenfarben zu bestimmen, vorausgesetzt, sie trugen um den Arm eine Borte oder Paspel in einer anderen Farbe als ihre Kleidung.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Kunst[Bearbeiten]

Datei:Dürer-Apokalypse Hure Babylon.png
Dürers „Hure Babylon“ trägt ein Gewand nach venezianischer Mode

Für die „Hure Babylon“ in einem Holzschnitt von Albrecht Dürer stand dem Künstler wohl eine wirkliche Prostituierte Modell.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Anlässlich seiner Venedig-Reise im Jahr 1495 skizzierte er eine Venezianerin und verwendete das Studienblatt als Vorlage für die Große Hure Babylon in der Holzschnittfolge für die Apokalypse. Die ausgefallene Kleidung sollte die sittliche Verworfenheit symbolisieren.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Dirck van Baburen malte 1622 eine Laute spielende junge Hure mit entblößter Brust mit einem Freier und ihrer alten Kupplerin.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Johannes Vermeer sah Baburens Gemälde im Haus seiner Schwiegermutter. Es soll ihm Inspiration für sein Gemälde „Bei der Kupplerin“ gewesen sein.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Seine eigene Ehefrau stand Modell für die Hure, die er als eine regelrecht strahlende Figur mit ihren dunklen Augenlidern, roten Lippen und der sanft ausgestreckten Hand, um den Lohn entgegenzunehmen, im Jahr 1656 malte. Sie trägt eine gelbe Jacke und eine weiße Haube.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Datei:Judith Leyster A Game of Tric Trac.jpg
Judith Leyster: Das Tric Trac Spiel

Das Gemälde Het voorstel (Der Antrag) von Judith Leyster (1609–1660) ist das einzige, das eine Hure nicht liebäugelnd mit einem Freier, sondern nähend in einer Alltagsszene zeigt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Sie sitzt ohne merkliche Reaktion oder vielleicht mit entschiedenem Desinteresse auf einem Stuhl, die Füße auf einen Fußwärmer gestützt. Leyster stellt offen und deutlich einen sexuell motivierten Antrag dar (der Mann möchte also nicht ihre Näharbeit bezahlen).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Der unschuldige Gesichtsausdruck und die errötenden Wangen der sittsamen Figur werden generell nicht mit einer Hure assoziiert, möglicherweise sollen diese die hinterhältige Natur der Prostituierten suggerieren.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Wenn die Dargestellte tatsächlich eine Prostituierte darstellt, dann hat Leyster sie so dargestellt, dass sie die sehr spezifische Rolle einer scheinbar anständigen Frau spielt. Kunstexperten argumentieren, dass die Frau in einem anderen Gemälde Leysters Das Tric-Trac Spiel höchstwahrscheinlich auch eine Prostituierte ist, da die Art wie sie die Pfeife dem Mann ihr gegenüber reicht, voller sexueller Anspielungen ist, genauso wie das Erröten ihrer Wangen ihr Gefallen daran signalisiert.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Sie trägt ebenfalls den kurzen weißen Umhang, der in häuslicher Umgebung gezeigt wurde, genauso wie in Bordellszenen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Die gelbe Farbe dominierte noch in der modernen Vorstellung von der Prostituiertenkleidung. Die gelben Kleider der Sängerin und Tänzerin Jane Avril auf den Plakaten von Henri de Toulouse-Lautrec von 1893 wurden ikonisch in der spätmodernen Wahrnehmung von Prostitution. Auch die im Jahr 1901 im Le Rire veröffentlichte Karikatur von Edouard Touraines der ganz in Gelb gekleideten Prostituierten mit ihren Kunden wurde berühmt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Wortvariationen[Bearbeiten]

  • „Hurenbock“ ist eine Bezeichnung für Männer, die wahllos Sexabenteuer mit vielen verschiedenen Frauen eingehen („herumhuren“), ohne sich an eine Frau emotional binden zu wollen.
  • In der Typografie wird ein bestimmter Setzfehler als Hurenkind bezeichnet.
  • Der Ausdruck Hurensohn hat sich seit den 1990er Jahren in der Sprache Jugendlicher von seiner ursprünglichen Bedeutung gelöst und gilt nun als allgemeine Beleidigung unabhängig vom familiären Hintergrund.
  • Im Schweizerdeutschen ist Huere, huere- eine seit dem 19. Jahrhundert bezeugte Verstärkungspartikel, etwa Huereglück „unverdientes Glück“, huereschön „sehr schön“.<ref>Christoph Landolt: huereguet. Wortgeschichte vom 1. Juni 2016, hrsg. von der Redaktion des Schweizerischen Idiotikons.</ref><ref>Schweizerisches Idiotikon. Band II, Sp. 1590, Artikel Huer, unter Bedeutung 2 (Digitalisat).</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Felix Ihlefeldt: Abenteuer Hure. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2003, ISBN 3-89602-430-2.
  • Martin Auer: Hurentaxi – Aus dem Leben der Callgirls. LIT Verlag, Wien/Berlin/Münster 2006, ISBN 3-8258-9939-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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