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Husarentempel

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Husarentempel
Datei:Husarentempelausblick-nach-wien.jpg
Blick vom Husarentempel über Wien
Luftbild bei Nacht
Datei:Husarentempel 01.jpg
Westansicht des Husarentempel

Der Husarentempel ist ein klassizistischer Bau auf dem Südostgipfel (494 m ü. A., auch Hohe Riesel Berg<ref name="y472">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Österreich ob und unter der Enns (1809–1818).] In: Arcanum Karten. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>) des Kleinen Anningers (496 m ü. A., oder am Anninger Berg<ref name="c236">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Franziszeischer Kataster.] In: Arcanum Karten. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. Januar 2026.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>) im Naturpark Föhrenberge im Gemeindegebiet von Mödling. Der Tempel ist eine der vielen künstlichen Ruinen des Liechtensteinischen Landschaftspark, die im Umkreis der Burg Liechtenstein, der Stammburg des Herrschaftshauses des Fürstentums Liechtenstein, gebaut wurden.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Wien Museum Online Sammlung 213463.jpg
Blick von der Schmelz auf Schönbrunn mit dem Anninger im Hintergrund und dazwischen dem Husarentempel und Phoenixburg (heute nur noch ein Gipfelkreuz) vorgelagert (1822).

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließ Fürst Johann I. Josef von Liechtenstein, Inhaber der Herrschaft Burg Mödling und der "Veste Liechtenstein" in Maria Enzersdorf, in der Umgebung Mödlings mehrere Denkmäler und Monumente errichten, die dem romantischen Zeitgeist entsprachen. Zeitgleich wurden die Hügel mit der dort typischen Schwarzkiefer aufgeforstet, die volkstümlich wegen ihres charakteristischen Wuchses als Schirmföhre bezeichnet wird. Der zwischen 1809 und 1811 von Joseph Hardtmuth in Holzbauweise errichtete Tempel war Teil dieser Anlagen. Bereits 1811 stürzte der ebenfalls von Hardtmuth errichtete benachbarte Turm, die sogenannte „Trajanische Säule“, ein; 1812 wurde der Tempel durch einen Sturm zerstört.<ref name="Wiener Zeitung g806">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Der Tempel des Ruhmes.] In: Wiener Zeitung. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 3. Februar 2024.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Liechtenstein — The Princely Collections. In: liechtensteincollections.at. Abgerufen am 1. Mai 2026.</ref>

Der heutige massiv ausgeführte Nachfolgebau wurde im Jahr 1813 auf den Fundamenten des Vorgängers von Joseph Kornhäusel als „Tempel des Kriegsruhms“<ref name="D_WW_p52">Dikowitsch: Wienerwald, S. 52.</ref> errichtet. Er ist den Gefallenen der Schlachten bei Aspern und bei Wagram gewidmet<ref>Bis zur Enthüllung des Löwen von Aspern, 1858, war der Husarentempel bis dahin das einzige offizielle Denkmal, das an den Sieg der Österreicher über Napoleon I. erinnerte. – Stefan Riesenfellner (Hrsg.): Steinernes Bewußtsein I – die öffentliche Repräsentation staatlicher und nationaler Identität Österreichs in seinen Denkmälern. Böhlau, Wien 1998, ISBN 3-205-98797-7, S. 336, online, abgerufen am 3. Oktober 2010.</ref>. Die Bezeichnung „Husarentempel“ beruht auf der Überlieferung, dass Fürst Liechtenstein den Tempel zur Ehrung österreichischer Soldaten errichten ließ. Dies geschah demnach aus Dankbarkeit für seine Rettung durch vier Husaren aus höchster Todesgefahr in den Kämpfen zwischen französischen und österreichischen Truppen. Tatsächlich wurden unter dem Tempel gefallene Krieger beigesetzt, die symbolisch für die rund 100.000 Gefallenen der napoleonischen Kriege stehen sollten. Die Grabstätten werden auch heute noch von der Stadt Mödling als Ehrengräber behandelt.<ref>Anton Rieder: Der Wienerwald. Natur, Geschichte und Kultur einer einzigartigen Landschaft. Brandstätter, Wien 2002, ISBN 3-85498-215-1.</ref><ref>Mödling. In: sight-system.at. Abgerufen am 1. Mai 2026.</ref>

Ausflugsziel[Bearbeiten]

Der Tempel ist vom Wiener Becken weithin sichtbar.<ref>Karl Baedeker: Oesterreich, Süd- und West-Deutschland. Handbuch für Reisende. 13., umgearbeitete Auflage. Baedeker, Coblenz 1868, S. 31 f., online, abgerufen am 3. Oktober 2010.</ref> Deshalb hat im Jahr 1999, neben der Renovierung durch die Stadt Mödling, der Stromversorger Wien-Energie in einem Gemeinschaftsprojekt mit der HTL Mödling eine Beleuchtung des Tempels installiert, die aus Solarenergie gespeist wird.<ref name="D_WW_p52"/>

Literatur[Bearbeiten]

  • Walter Ulreich (Hrsg.): Der „Husarentempel“ – eigentlich Tempel auf dem Anninger, Tempel des Kriegsruhms, auch Tempel der Minerva oder längstfällige Rehabilitation der englischen Reiseschriftstellerin Frances Trollope. Eine hartnäckige Biedermeier-Legende und deren Vorgeschichte, Föhrenhof Mödling, 24. November bis 31. Dezember 1996, Broschüre zur Ausstellung. Edition Bicycle Archiv Ulreich, Hinterbrühl 1996, ISBN 3-901470-02-6.
  • Hermann Dikowitsch (Red.): Der Wienerwald. Denkmalpflege in Niederösterreich, Band 22. Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung Kultur und Wissenschaft, St. Pölten 1999.<ref>Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.</ref><ref> Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.PDF online (Memento vom 9. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>
  • Von des Berges hohem Gipfel – Grüsset dort ein stolz Gebäu’ – das dankend schuf ein edler Fürst – Deutschem Mut und deutscher Treu. R. Wild vor 1900
  • Walter A. Schwarz: Der Husarentempel (I). Das älteste Kriegerdenkmal Österreichs und die Fotovoltaik. Mahnmal der Vergangenheit – Wegweiser in die Zukunft. In: Pallasch. Zeitschrift für Militärgeschichte. Bd. 11 (2008), Heft 27, S. 97–109.
  • Walter A. Schwarz: Der Husarentempel (II). Das älteste Kriegerdenkmal Österreichs und die Fotovoltaik. Mahnmal der Vergangenheit – Wegweiser in die Zukunft. In: Pallasch. Zeitschrift für Militärgeschichte. Bd. 11 (2008), Heft 28, S. 58–70.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Husarentempel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 48° 4′ 37″ N, 16° 15′ 6″ O

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