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Hwang Ki

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Hwang Ki, auch als Hwang Kee bekannt (* 9. November 1914 in Jangdan-gun, Gyeonggi-do, damaliges Japanisches Kaiserreich, heutiges Südkorea; † 14. Juli 2002 in Incheon, Südkorea), ist der Begründer von Tang Soo Do, einer Kampfkunst aus Korea.

Er wurde in Korea unter japanischer Besatzungsmacht geboren. Wie er selbst erzählte, erlebte er im Alter von nur sieben oder acht Jahren Ssireum und Taekgyeon. Da er jedoch damals noch zu jung war, konnte er kein direktes Training absolvieren. 1935 machte er seinen Schulabschluss. Als Hwang Ki 1936 während der japanischen Kolonialzeit ins Visier der japanischen Geheimpolizei geriet, floh er zu Fuß in die Mandschurei. Dort arbeitete er als Eisenbahnarbeiter am Bahnhof Chaoyangchuan in Longjing, Jilin, Mandschurei, wo er Zeuge von Gesetzlosigkeit und Zerstörung wurde.<ref name=":43" />

Daraufhin beschloss Hwang Ki, nach China zu gehen, wo er die folgenden 20 Jahre verbringen sollte. Er gelangte bei Nacht über das südliche Ende der Chinesischen Mauer ins Land, indem er sie überkletterte und auf der anderen Seite nach China hinabstieg.

“I climbed the wall at night, I was in excellent physical condition at the time and there were parts of the Great Wall that were lower than others. I ran up the side of the wall two or three steps and then grabbed at the top. Once on top, I distracted the soldiers guarding the other side by throwing rocks away from where I climbed down.”

– Hwang Kee in einem Interview mit Bob Liedke, übersetzt durch seinen Sohn Hwang Hyeon-cheol

Dort lernte er den Kampfkünstler Yang Guk-jin kennen und von ihm lernte er die Grundlagen der chinesischen Kampfkünste.<ref name=":43">Kim Ki-Tae: Hwang Ki / Hwasudo Kyobon. Yoseon Kultur- und Bildungsverlag, 30. Mai 1949; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Im August 1937 kehrte Hwang Ki nach Seoul zurück, und 1941 ging er wieder in die Mandschurei, wo er für kurze Zeit von Yang Guk-jin unterrichtet wurde. Nach der Einführung der Kommunistenregierung in China im Jahr 1946 konnten sie sich jedoch nie wiedersehen.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte Hwang Ki nach Korea zurück.

Gründung der Hwasudo Mudeokgwan und Korean Subakdo Association[Bearbeiten]

Am 19. November 1945 eröffnete Hwang Ki das erste Dojo im Gebäude des Verkehrsministeriums in der Nähe des Bahnhofs Yongsan Seoul und nannte es Hwasudo Mudeokgwan und am 30. Mai 1949 veröffentlichte er sein Buch Hwasudo Kyobon (화수도교본) – Lehrbuch des Hwasudo, wobei das Wort aus Hwarangdo und Tangsudo zusammengesetzt ist.<ref name=":43" />

Da er mit der Schule wenig Erfolg hatte und der Begriff „Tang Soo“ – eine direkte koreanische Übersetzung für „China-Hand“ (bzw. „chinesische Hand“ aus dem Chinesischen und Japanischen) – den Koreanern durch den Kontakt mit japanischen Kampfkünsten vertrauter war als Hwasudo, nannte er das Dojo bald Tang Soo Do Mudeokgwan (당수도 무덕관) oder auch „Tang Soo Do Club der Freundschaftsvereinigung des Verkehrsministeriums“. Man sprach auch vom Eisenbahnbüro Dojo.<ref name=":43" />

In der Folgezeit dehnte er seinen Einfluss aus, indem er über das Eisenbahnbüro Dojos in Bahnhofslagerhallen im ganzen Land eröffnete. Es ist bekannt, dass Hwang Ki enge Beziehungen zu Lee Won-guk von Cheongdogwan und Meister Ro Byeong-jik von Songmugwan pflegte, da sie sich häufig zu Mudeogkwan-Prüfungen besuchten.<ref name=":4">Kim Ki-Tae: Hwang Ki / Hwasudo Kyobon. Yoseon Kultur- und Bildungsverlag, 30. Mai 1949; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

1950 brach der Koreakrieg aus und während des Krieges beschlossen einige Kampfkunst-Vertreter, die in der provisorischen Hauptstadt Busan Zuflucht gesucht hatten, sich in einem Verband zu organisieren.<ref name=":24">Kang Won Silk, Lee Kyong Myong: A Modern History of Taekwondo. Bokyung Moonhwasa, Seoul, Korea 1999, ISBN 89-358-0124-0 (stanford.edu [PDF]).</ref> So wurde am 25. Mai 1953 die Korean Kong Soo Do Association<ref name=":03">The Korea Kong Soo Do Association. In: World Song Moo Kwan Association. Abgerufen am 7. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>The History of Tang Soo Do Moo Duk Kwan. In: Kwan Martial Arts Academy. Abgerufen am 9. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> in Busan aus 5 Kwans<ref>The Original 5 Kwans. In: Cincinnati Song Moo Kwan Tae Kwon Do Association. Abgerufen am 9. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> gegründet. Doch nach einem Monat verließ Hwang Ki (Moo Duk Kwan) zusammen mit dem Vertreter des Chung Do Kwan den Verband wieder und dieser löste sich auf.<ref name=":25">Kang Won Silk, Lee Kyong Myong: A Modern History of Taekwondo. Bokyung Moonhwasa, Seoul, Korea 1999, ISBN 89-358-0124-0 (stanford.edu [PDF]).</ref>

1957 studierte und praktizierte Hwang Ki das Muyedobotongji (Umfassendes Handbuch der Kampfkünste), wobei er sich in das Subakhui (수박희 – Kampfspiel mit bloßen Händen) vertiefte und änderte 1960 den Namen des Verbandes in „Korean Subakdo Association“ (대한수박도회 Daehan Subakdohoe).<ref name=":42">Kim Ki-Tae: Hwang Ki / Hwasudo Kyobon. Yoseon Kultur- und Bildungsverlag, 30. Mai 1949; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daehan ist der Name für Südkorea.

Trennung und Neuanfang[Bearbeiten]

Am 16. September 1961 wurde die Korean Taesoodo Association (Daehan Taesudo Association) gegründet und alle Kwans und Organisationen wurden integriert. Dabei wurden lediglich die Zertifikate kollektiv ausgestellt, während die Traditionen der einzelnen Dojangs hinsichtlich ihrer Trainingsmethoden erhalten blieben.

Als im Januar 1965 Choi Hong-hi zum dritten Präsidenten der Korean Taesoodo Association gewählt wurde, nahm das Unheil seinen Lauf. Choi Hong-hi wollte den alten Verbandsnamen zurück und das Taesoodo gegen Taekwondo tauschen. Da Mudeokgwan damals die meisten Schüler hatte, befürchtete Hwang Ki das die Vereinigung der Stile seine Stellung innerhalb des Verbandes geschwächt hätte. Während dieses Prozesses kam es jedoch zum Bruch mit seinen Schülern, die die Vereinigung des Taekwondo befürworteten, was am 16. März 1965 zu der Situation führte, in der Hwang Ki aus Mudeokgwan, das er gegründet hatte, ausgeschlossen wurde. Mudeokgwan wurde in die Korean Taekwondo Association integriert.<ref name=":44">Kim Ki-Tae: Hwang Ki / Hwasudo Kyobon. Yoseon Kultur- und Bildungsverlag, 30. Mai 1949; (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nachdem Hwang Ki in der Taekwondo-Gemeinschaft zum Außenseiter geworden war, wanderte er in die Vereinigten Staaten aus und verbreitete seine Kampfkunst unter dem Namen Soo Bahk Do.

1974 gründete er die Subakdo United States Federation und erlebte die Ehre, dass Subakdo als regulärer Kampfkunstkurs an der United States Military Academy in West Point eingeführt wurde.

1988 erfolgte die Verlegung und Eröffnung des Daehan Subakdohoe Mudeokwan und des Zentral-Dojo (Namyeong-dong) nach Hangang-daero 80-Gil, Yongsan-gu, Seoul, Südkorea.

Am 14. Juli 2002 starb Direktor Hwang Ki und seine Nachfolge als Direktor trat sein Sohn Hwang Hyeon-cheol an.<ref>Geschichte des Taekwondo im Geschichtsunterricht „Mudeokwan Teil 8“. In: Global Martial Arts Media. (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Philosophie[Bearbeiten]

Ein charakteristischer philosophischer Bestandteil des Soo Bahk Do und einiger Tang-Soo-Do-Systeme ist die Einbeziehung von Richtlinien und Prinzipien des Daoismus, die von Laozi begründet und von Konfuzius weiterentwickelt wurden. Eine Philosophie, die Hwang in seine Kampfkunst integrierte, war die Überzeugung, dass niemand jemals Vollkommenheit erreichen könne. Dies spiegelte sich in seiner Entscheidung wider, den mitternachtsblauen Gürtel<ref>Rickert, E. R. (2001): The Midnight Blue Belt: The unique characteristics of Soo Bahk Do (15 February 2001). Retrieved on 28 February 2010.</ref> anstelle des schwarzen Gürtels zu verwenden. Ausschlaggebend hierfür war zudem die koreanische Auffassung, dass Schwarz die Farbe des Todes sei (zugleich stand sie für Vollkommenheit, auch wenn Menschen niemals vollkommen sind); der mitternachtsblaue Himmel hingegen symbolisierte Unendlichkeit – ebenso wie das Training und das Wissen, die man im Laufe eines Lebens erwerben kann.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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