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Hydroxyethylcellulose

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Cellulose und Hydroxyethylcellulosen
(R = CH2CH2OH) mit von oben nach unten ansteigendem molaren Substitutionsgrad

Hydroxyethylcellulosen (HEC; auch Hyetellose, Ethylose, Tylose H 300, UNII-8136Y38GY5) sind Celluloseether, die als wasserlösliche, hochwirksame Verdickungs- und Bindemittel verwendet werden.<ref name=roempp>Eintrag zu Hydroxyethylcellulosen. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> Es ergibt mit kleinen Zugabemengen eine transparente, stabile Lösung. HEC sind wasserlösliche, gelblich-weißes, geruchs- und geschmackloses Pulver und werden im Baubereich (Baufarben, für Baukleber HEMC) sowie als Bestandteil von Zahncreme eingesetzt.

Summenformel[Bearbeiten]

R = CH2CH2(OCH2CH2)nOH,

Einsatzgebiete[Bearbeiten]

Baubereich[Bearbeiten]

Für wasserlösliche Anwendungen kann es eingesetzt werden bei

  • Abtönfarbe
  • Außenfarbe
  • Feste Farbe
  • Innenfarbe
  • Kalk-Dispersionsfarbe
  • Leimfarbe
  • Pulverfarbe
  • Silikatfarbe
  • Silikonharzfarbe
  • Wandlasur
  • Zementfarbe
  • Dispersionsfliesenkleber (HEMC)
  • Dispersionsfugenfüller (HEMC)
  • Dispersionskleber (HEMC)
  • Kunstharzputz (HEMC)
  • Glanzspachtel (HEMC)

Pharma und Kosmetik[Bearbeiten]

  • Bestandteil von Zahncreme, z. B. Aminomed oder Elmex Gelee
  • Pharmazeutischer Hilfsstoff<ref name="EuropäischesArzneibuch">Europäisches Arzneibuch, Deutscher Apotheker Verlag Stuttgart, 6. Ausgabe, 2008, S. 2806–2808, ISBN 978-3-7692-3962-1.</ref>
  • Gleitcreme

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Zur Herstellung von Hydroxyethylcellulosen wird Alkalicellulose mit Ethylenoxid verethert. Hierbei reagiert bevorzugt die OH-Gruppe an C-2 der Glucoseeinheiten. Weiterhin wird Ethylenoxid auch an schon gebildete Hydroxyethylgruppen angelagert, so dass Polyglykolgruppen gebildet werden.<ref name=roempp /> Sie sind billiger als Methyl- oder Hydroxypropylcellulose herzustellen. Hersteller sind Dow Chemical (früher Union Carbide, „Cellosize“), Shin-Etsu („Tylose H“) und Ashland Inc. („Natrosol HEC“), Produktionsanlagen in USA und Brasilien.

Datei:Hydroxyethylcellulose V1.svg

Da bei dieser Reaktion nicht alle Hydroxygruppen reagieren, entstehen Gemische mit unterschiedlich hohem Substitutionsgrad. Auch der Substitutionsgrad der einzelnen Stärkebausteine innerhalb eines Polymers kann unterschiedlich hoch ausfallen.

Klassifikation[Bearbeiten]

Hydroxyethylcellulosen werden durch ihren durchschnittlichen Substitutionsgrad (DS) und ihren molaren Substitutionsgrad (MS) charakterisiert. Im Handel erhältliche HEC haben Substitutionsgrade von 0,85 bis 1,35 (DS) bzw. 1,5 bis 3 (MS).<ref name=roempp />

Eigenschaften[Bearbeiten]

  • Gelblich-weißes Pulver oder Granulat
  • ab etwa 1 mol Ethylenoxid pro mol Glucose wasserlöslich, löslich auch in einigen organischen Lösungsmitteln, wenn wasserhaltig<ref Name =roempp />
  • Viskosität ist wenig empfindlich gegen Änderungen des pH-Werts und gegen Elektrolyte<ref Name =roempp />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />