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Hylotelephium

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Hylotelephium
Datei:Sedum telephium 240808e.jpg

Große Fetthenne (Hylotelephium telephium)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Telephieae
Gattung: Hylotelephium
Wissenschaftlicher Name
Hylotelephium
H.Ohba

Hylotelephium, deutsch Waldfetthenne genannt<ref name="Schmeil und Fitschen2024" />, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich von den griechischen Wörtern ύλη hyle für „Wald“ und τηλέφιον telephion, einem Trivialnamen für einige der in offenen Wäldern wachsenden Arten, ab.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Sedum maximum 260808.jpg
Sektion Hylotelephium: Große Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. maximum)
Datei:Sedum spectabile 3.jpg
Sektion Hylotelephium: Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile)
Datei:Sedum fabaria a5.jpg
Sektion Hylotelephium: Berg-Fetthenne (Hylotelephium telephium subsp. fabaria)
Datei:Sedum anacampseros (Alpes) 1.JPG
Sektion Sieboldia: Rundblättrige Fetthenne (Hylotelephium anacampseros)
Datei:Hylotelephium cauticolum1.jpg
Sektion Sieboldia: Hylotelephium cauticola
Datei:Sedum sieboldii 02.jpg
Sektion Sieboldia: Siebold-Fetthenne (Hylotephium sieboldii)

Die Arten der Gattung Hylotelephium sind ausdauernde, krautige, sukkulente Pflanzen mit einem meist fleischigen rübenartigen Wurzelstock. Einige asiatische Arten besitzen faserige oder hölzerne Wurzeln. Ihre breiten, flachen, dick krautigen Blätter sind ungespornt und sind wechsel- oder gegenständig angeordnet oder bilden Quirle von drei bis fünf Blättern.

Der Blütentrieb erscheint aus Adventivknospen des Wurzelstockes oder aus den basalen Knoten der Blütentriebe des Vorjahres. Die Blütentriebe sind meist mit zahlreichen Blättern besetzt. Einige Arten bilden zusätzliche sterile Triebe aus. Der vielblütige, dichte Blütenstand ist endständig und besteht aus zusammengesetzten Zymen, die zusammengesetzt oder von rispiger oder doldig-ebenstäußiger Form sind. Die Blüten sind zwittrig, gestielt und obdiplostemon. Sie sind in der Regel fünfzählig und nur selten vierzählig. Ihre grünen Kelchblätter sind etwas fleischig und an ihrer Basis nur wenig miteinander verwachsen. Die häutigen Kronblätter sind frei und immer länger als die Kelchblätter. Die Staubblätter stehen den Kronblättern gegenüber und sind an der Basis mit ihnen verwachsen. Ihre Staubfäden sind nicht papillös, die Staubbeutel sind basifix (d. h. an der Basis mit den Staubfäden verwachsen). Die kleinen Nektarschüppchen sind meist hellgelb. Die Fruchtblätter sind frei, an der Basis gestielt und an der Bauchseite nicht ausgebaucht. Ihre Plazenta liegt randlich, ihre anatropen Samenanlagen sind etwas ellipsoid. Der schlanke Griffel ist immer kürzer als der Fruchtknoten.

Die Frucht ist eine aufrechte, vielsamige Balgfrucht. Die darin enthaltenen Samen sind zylindrisch und etwa ein Millimeter groß. Ihre braune Samenschale ist zerbrechlich und winzig längs gestreift.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Hylotelephium ist in Europa, im Kaukasus, in Sibirien, Ostasien und Nordamerika verbreitet.

Die Arten der Sedum-telephium-Gruppe wurden eine Zeit lang als Sektion (Sedum sect. Telephium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Gray<ref>Samuel Frederick Gray: A natural arrangement of British plants: according to their relations to each other as pointed out by Jussieu, De Candolle, Brown, &c. Band 2, S. 539. London 1821, online.</ref>) und später als Untergattung (Sedum subgen. Telephium Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Gray) R.T.Clausen<ref>Robert Theodore Clausen: Sedum of North America North of the Mexican Plateau. S. 70, Ithaca, NY 1975</ref>) der Gattung Sedum geführt. 1977 schuf Hideaki Ohba (* 1943) aufgrund des andersartig aufgebauten Fruchtknotens sowie weiterer morphologischer Merkmale die Gattung Hylotelephium und ordnete ihr 28 Arten der Gattung Sedum zu.

Nach Hideaki Ohba wird die Gattung Hylotelephium in drei Sektionen mit folgenden Arten untergliedert:<ref>H. Ohba: Hylotelephium. In: Urs Eggli: Sukkulenten-Lexikon Band 4. Crassulaceae (Dickblattgewächse). 2003, S. 138–146</ref>

Darüber hinaus gibt es noch die Hybride Hylotelephium × furusei Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.H. Ohba.

Verwendung[Bearbeiten]

Viele Arten der Gattung werden als Zierpflanzen genutzt und sind frosthart. Sie sind ideale Pflanzen für die USDA-Klimazonen 3 bis 5.<ref>Ray Stephenson: Succulents for most gardens. Part 2 Hylotelephium, S. 204</ref>

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 138–146.
  • S. B. Gontcharova, E. V. Artyukova, A. A. Gontcharov: Phylogenetic relationships among members of the subfamily Sedoideae (Crassulaceae) inferred from the ITS region sequences of nuclear rDNA. In: Russian Journal of Genetics. Band 42, Nr. 6, S. 654–661, 2006, doi:10.1134/S102279540606010X
  • Hideaki Ohba: The taxonomic status of Sedum telephium and its allied species (Crassulaceae). In: Botanical Magazine. Band 90, Nr. 1, S. 41–56, 1977, doi:10.1007/BF02489468.
  • Ray Stephenson: Succulents for most gardens. Part 2 Hylotelephium. In: Cactus and Succulent Journal. Band 77, Nr. 4, S. 204–207, 2005
  • Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="FoC">Kunjun Fu, Hideaki Ohba & Michael George Gilbert: Crassulaceae Candolle. In: Flora of China, vol. 8, Crassulaceae. Hylotelephium</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Hylotelephium bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> <ref name="Schmeil und Fitschen2024">Michael Koltzenburg: Hylotelephium. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024. ISBN 978-3-494-01943-7. S. 359–360.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hylotelephium – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien