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Ilka Parchmann

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Ilka Parchmann (* 1969) ist eine deutsche Chemiedidaktikerin und Hochschullehrerin. Sie ist Professorin für Didaktik der Chemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). In ihrer Forschung beschäftigt sie sich unter anderem mit der Entwicklung und Implementation innovativer Unterrichtskonzepte, unterrichtsergänzendes und außerschulisches Lernen. Zudem forscht sie zur Konzeptionen und Untersuchungen zum Übergang Schule–Studium sowie zur Lehrkräftebildung.<ref>1 Treffer für "parchmann". Abgerufen am 3. August 2025.</ref><ref name=":1">Ilka Parchmann. IPN, abgerufen am 3. August 2025.</ref>

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Von 1988 bis 1993 studierte Ilka Parchmann die Fächer Chemie und Biologie für das Lehramt an Gymnasien an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und schloss ihr Studium mit dem Ersten Staatsexamen ab. Im Februar 1994 begann sie ihre Dissertation über den Treibhauseffekt („Themen der globalen Herausforderung im Chemieunterricht“)<ref>Ilka Parchmann, Walter Jansen: Der “Treibhauseffekt” als Folge der Wärmeabsorption von Gasen. In: CHEMKON. Band 3, Nr. 1, 1996, S. 6–11, doi:10.1002/ckon.19960030103.</ref> bei Walter Jansen im Fachbereich Didaktik der Chemie und promovierte im März 1997 mit Auszeichnung. Ihr Zweites Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Chemie und Biologie legte sie 1999 am Studienseminar Wilhelmshaven ab.<ref>Parchmann, Ilka — Deutsch. Abgerufen am 10. April 2018.</ref> Nach Abschluss des Habilitationsverfahrens in Didaktik der Chemie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel folgte 2002 der Ruf auf eine Professur an die FU Berlin, den sie ablehnte.<ref name=":1" />

Im Jahr 2002 erfolgte der Ruf, auf eine Professur für Didaktik der Chemie am IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik und an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), den sie annahm. Dort war sie für zwei Jahre C3-Professorin bis 2004. Anschließend war sie von 2004 bis 2009 W3-Professorin für Didaktik der Chemie an der Universität Oldenburg. Im Oktober 2009 kehrt Parchmann wieder zurück an die CAU und das IPN und ist dort seitdem W3-Professorin für Didaktik der Chemie. Von 2014 bis 2020 war sie Vize-Präsidentin der CAU.<ref>Interimslösung für die CAU in Kiel. Abgerufen am 26. Oktober 2020.</ref> In dieser Zeit unterstützte sie 2016 die Gründung des Instituts für Inklusive Bildung durch Jan Wulf-Schnabel, das schließlich durch Staatssekretär Karl-Rudolf Fischer als angegliederte wissenschaftliche Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel anerkannt wurde.<ref>Der Norden schreibt Hochschul- und Inklusionsgeschichte. Abgerufen am 30. März 2021.</ref>

Seit 1995 schreibt sie für die Fachzeitschrift Chemkon<ref>Ilka Parchmann, Bettina Kaminski, Walter Jansen: Die Wärmeabsorption von Gasen —Voraussetzung fü den Treibhauseffekt. In: CHEMKON. Band 2, Nr. 1. Wiley-VCH, Weinheim 1. Januar 1995, S. 17–25, doi:10.1002/ckon.19950020105.</ref>, deren Chefredakteurin sie bis 2017 war.<ref>Hilke Fickenfrerichs, Ilka Parchmann, Renate Peper‐Bienzeisler: CHEMKON feiert 25-jähriges Jubiläum und geht neue Wege. In: CHEMKON. Band 24, Nr. 5. Wiley-VCH, Weinheim 1. November 2017, S. 369–369, doi:10.1002/ckon.201710315.</ref>

Von 2011 bis 2015 war Parchmann die Vorstandssprecherin des Vorstands der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP).<ref name=":0">Über die GDCP. GDCP, abgerufen am 28. April 2024.</ref><ref name=":2">Elke Sumfleth, Horst Schecker: 50 Jahre GDCP – eine Tour d’Horizon von den Ursprüngen bis in die Gegenwart. In: Helena van Vorst (Hrsg.): Frühe naturwissenschaftliche Bildung, Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik Jahrestagung in Hamburg 2023. GDCP, 2024, S. 17–36 (gdcp-ev.de [PDF; abgerufen am 21. August 2024]).</ref>

Sie war in den Jahren 2011 bis 2015 Gastprofessorin am Department of Science and Mathematics Education der Universität Umeå. In den Jahren zwischen 2014 und 2018 führte die Chemiedidaktikerin gemeinsam mit ihrem Forschungsteam am IPN ein vom Schwedischen Forschungsrat gefördertes Forschungsprojekt an der schwedischen Universität durch. Ziel des Projekts war es, unterrichtsbezogene sowie strukturelle Unterschiede zwischen beiden Schulsystemen zu vergleichen. Hierfür wurden Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 11 in beiden Ländern hinsichtlich ihrer kognitiven, metakognitiven und motivationalen Entwicklung untersucht. Auf die Initiative von Ilka Parchmann ist auch die BildungsHanse entstanden, ein Projekt das zwischen nordischen Hochschulen angesiedelt ist. Dieses Verbundvorhaben trägt dazu bei, ein Verständnis für Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Bildungssysteme sowie in der Ausbildung von Lehrkräften in verschiedenen Ländern herauszuarbeiten.<ref name=":3">IPN-Professorin erhält Ehrendoktorwürde der Universität Umeå, Schweden. 5. Dezember 2018, abgerufen am 5. Dezember 2018.</ref><ref name=":4">Peper-Bienzeisler, Renate: Verleihung der Ehrendoktorwürde an Ilka Parchmann. In: CHEMKON. Band 26, Nr. 1. Wiley-VCH, 17. Januar 2019, ISSN 1521-3730, doi:10.1002/ckon.201800099.</ref>

Seit 2016 ist sie zusammen mit Olaf Köller Sprecherin des Kiel Science Outreach Campus (KiSOC)<ref>Kiel Science Outreach Campus. 1. Oktober 2016, abgerufen am 6. Dezember 2018.</ref>, mit dessen Hilfe die Zusammenarbeit von universitärer und außeruniversitärer Forschung gefördert werden soll. Der KiSOC ist eines von sieben im Jahr 2016 neu genehmigten Leibniz-WissenschaftsCampi in Deutschland. Sie ermöglichen Leibniz-Einrichtungen und Hochschulen eine thematisch fokussierte Zusammenarbeit im Sinne einer gleichberechtigten, komplementären, regionalen Partnerschaft.

Ehrungen[Bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • mit Johanna T. Krüger, Tim N. Höffler, Martin Wahl, Katrin Knickmeier: Two comparative studies of computer simulations and experiments as learning tools in school and out-of-school education. In: Instructional Science. Band 50, Nr. 2, 1. April 2022, ISSN 1573-1952, S. 169–197, doi:10.1007/s11251-021-09566-1.
  • mit Hannah Sevian, Yehudit Judy Dori: How does STEM context-based learning work: what we know and what we still do not know. In: International Journal of Science Education. Band 40, Nr. 10, 3. Juli 2018, ISSN 0950-0693, S. 1095–1107, doi:10.1080/09500693.2018.1470346.
  • mit Reinders Duit, Harald Gropengießer, Ulrich Kattmann, Michael Komorek: The Model of Educational Reconstruction – a Framework for Improving Teaching and Learning Science1. In: Science Education Research and Practice in Europe: Retrosspective and Prospecctive. SensePublishers, Rotterdam 2012, ISBN 978-94-6091-900-8, S. 13–37, doi:10.1007/978-94-6091-900-8_2., S. 13–37, doi:10.1007/978-94-6091-900-8_2 .
  • mit Cornelia Gräsel, Anja Baer, Peter Nentwig, Reinhard Demuth, Bernd Ralle the ChiK Project Group: “Chemie im Kontext”: A symbiotic implementation of a context‐based teaching and learning approach. In: International Journal of Science Education. Band 28, Nr. 9, 14. Juli 2006, ISSN 0950-0693, S. 1041–1062, doi:10.1080/09500690600702512.
  • mit Cornelia Gräsel: Implementationsforschung - oder: der steinige Weg, Unterricht zu verändern. In: Unterrichtswissenschaft. Band 32, Nr. 3, 2004, ISSN 0340-4099, S. 196–214, doi:10.25656/01:5813.

Webauftritte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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