Ilwad Elman
Ilwad Elman (* 22. Dezember 1989 in Mogadischu, Somalia)<ref>Fartuun Adan and Ilwad Elman – Right Livelihood. In: rightlivelihood.org. Abgerufen am 29. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ist eine somalisch-kanadische Friedens- und Menschenrechtsaktivistin. Sie arbeitet in der somalischen NGO Elman Peace and Human Rights Center, gemeinsam mit ihrer Mutter Fartuun Adan, von der die Organisation gegründet wurde.
Leben[Bearbeiten]
Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]
Ilwad wurde 1989 in der somalischen Hauptstadt Mogadischu als eine von drei Töchtern geboren.<ref>Fartuun Adan: The World Is One Family. Let's Treat Each Other That Way, Time, 24. April 2017.</ref> Sie wuchs bei ihren Eltern, dem Friedensaktivisten Elman Ali Ahmed und der Sozialaktivistin Fartuun Adan, auf. Elmans Vater starb 1996 während der Hochphase des somalischen Bürgerkrieges.<ref name=":0">Michelle Shephard: Canadian sisters on front lines of rebuilding Somalia. In: Toronto Star (via Hiraan.ca). 23. März 2013, abgerufen am 28. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daraufhin emigrierte die Familie 1999 nach Kanada,<ref>Nima Elbagir und Lillian Leposo: Rape and injustice: The woman breaking Somalia's wall of silence. CNN, 6. August 2013, abgerufen am 28. Oktober 2010 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Ilwad besuchte eine Bildungseinrichtung in der kanadischen Hauptstadt Ottawa.<ref name=":0" />
Gründung des Elman Peace and Human Rights Center[Bearbeiten]
2010 kehrte Ilwad Elman zusammen mit ihrer Mutter zurück nach Somalia.<ref name=":1">Sisters Somalia: Ilwad Elman: Architect of Her Own Legacy Through Sister Somalia. In: Keydmedia. 15. September 2012, abgerufen am 28. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Auch Elmans jüngere Schwester Iman Elman folgte den beiden und dient inzwischen im somalischen Militär.<ref name=":0" /> Im November 2019 wurde eine andere Schwester, die Menschenrechtsaktivistin und Diplomatin Almaas Elman, in der Nähe des Flughafens Mogadischu erschossen.<ref>Somali-Canadian activist Almaas Elman killed in Mogadishu, CBC, 20. November 2019.</ref>
Fartuun Adan gründete die Nichtregierungsorganisation Elman Peace and Human Rights Center und leitet sie seit Gründung als Geschäftsführerin. Ihre Tochter Ilwad Elman unterstützt sie dabei. Die NGO bietet als erste Institution des Landes Unterstützung und Versorgung von Opfern sexueller Gewaltverbrechen. Die NGO hat verschiedene Untergruppen, unter anderem eine Gruppe für jüngere Frauen (Sister Somalia), die von Elman begleitet werden. Neben der Tätigkeit beim Elman Peace and Human Rights Center arbeitet Elman bei verschiedenen kleineren Gruppen zur Versorgung von Straßenkindern in Mogadischu (Street Children Task Force), unterstützt vom Kinderhilfswerk UNICEF.<ref name=":1" />
Mitte 2012 fand die erste TEDx-Konferenz Somalias statt, organisiert von der First Somali Bank. Ziel der Konferenz war es, die Verbesserungen und Entwicklung der somalischen Wirtschaft und Gesellschaft hervorzuheben. Ilwad trat als Gastrednerin auf und erläuterte die Arbeit ihrer Frauengruppe Sister Somalia sowie ihre Bedeutung für den Nachkriegs- und Friedensprozess in Somalia.<ref>War-torn Somalia stages TEDx conference. In: Phys.org. 17. Mai 2012, abgerufen am 28. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name=":1" />
Auszeichnungen[Bearbeiten]
2014 erhielt Elman ein Stipendium der Young African Leaders Initiative des US-Außenministeriums.<ref>2014 YALI Fellow – Ilwad Elman. US Department of State, 2014, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 30. Oktober 2016; abgerufen am 28. Oktober 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2020 erhielt Ilwad Elman den Deutschen Afrika-Preis.<ref>Claus Stäcker: Deutscher Afrika-Preis 2020 geht ans Horn von Afrika. In: dw.com. 19. Oktober 2020, abgerufen am 18. Februar 2024.</ref> 2020 wurde sie vom Magazin Forbes als eine der 50 einflussreichsten Frauen Afrikas genannt<ref>Forbes Africa: Africa’s 50 Most Powerful Women. In: Forbes Africa. 6. März 2020, abgerufen am 30. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und in die Liste 100 Women der BBC aufgenommen.<ref>BBC 100 Women 2020: Who is on the list this year? In: BBC News. 23. November 2020 (bbc.com [abgerufen am 1. April 2021]).</ref> 2022 wurde ihr der auch als „alternativer Nobelpreis“ bekannte Right Livelihood Award sowie der Hessische Friedenspreis zuerkannt.<ref>Alternativer Nobelpreis geht in die Ukraine, Süddeutsche Zeitung, 29. September 2022.</ref><ref>Der Hessische Friedenspreis 2022 geht an Ilwad Elman | Hessischer Landtag. Abgerufen am 17. Februar 2023.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- In Memory of My Father, I Returned to Rebuild Somalia, TEDx-Rede von Ilwad Elman
- „Wir bringen den Jungs bei, was es heißt, ein echter Mann zu sein“. Interview von Sophia Bogner und Paul Hertzberg mit Ilwad Elman, Der Spiegel, 12. November 2020
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Elman, Ilwad |
| KURZBESCHREIBUNG | somalische Friedens- und Menschenrechtsaktivistin |
| GEBURTSDATUM | 22. Dezember 1989 |
| GEBURTSORT | Mogadischu, Somalia |