Imperial Theater
Das Imperial Theater ist ein Theater in einem ehemaligen Kino auf der Reeperbahn in Hamburg.
Geschichte[Bearbeiten]
Das Theater wurde am 19. August 1994 von Frank Thannhäuser in einem ehemaligen Kino und späterem Pornokino eröffnet. Thannhäuser ist als Gründer, Intendant und Regisseur eng mit der Geschichte und dem künstlerischen Profil des Theaters verbunden. Er übernimmt bei Produktionen teilweise auch Aufgaben als Schauspieler und beim Bühnen- oder Kostümbild.<ref>Imperial Theater Hamburg. In: Kulturportal. Abgerufen am 26. August 2026.</ref> Das Theater verfügt über rund 270 Plätze. Es hat sich aufgrund seiner Musicals (u. a. Grease, Rocky Horror Show, Hossa!), Weihnachtsaufführungen (Der Zauberer von Oz, Cinderella, Räuber Hotzenplotz) einen Namen unter den deutschen Theatern gemacht und ist zu einem festen Bestandteil der Hamburger Kulturszene geworden.
Frühere Nutzung des Gebäudes[Bearbeiten]
Das Theater geht auf ein im Jahr 1956 eröffnetes Non-Stop-Aktualitätenkino zurück. 1957 wurde es als Imperial zum Programmkino umgewandelt. Am 27. Juni 1963 startete es als 360°-Kino unter dem Namen Cinemarium. Aufgrund mangelnden Erfolgs wurde es 1966 verkauft und als Neues Imperial wieder eröffnet, doch auch dieses Konzept war nicht erfolgreich. 1972 wurde es zum Sexkino Imperial und 1980 zum PAM-Kino. 1983 wurde das Kino erneut verkauft und bis 1993 ebenfalls als Pornokino unter dem Namen Movie-Star betrieben.<ref>Hamburg Moviestar (Pam,Imperial). In: Kinowiki. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. April 2021; abgerufen am 31. August 2026.</ref>
Produktionen[Bearbeiten]
Seit dem 15. März 2003 wurde der programmatische Schwerpunkt des Theaters klar auf Krimis gelegt. Daher bezeichnet man sich mittlerweile auch als „Hamburgs Krimitheater“. Zu Publikumsrennern entwickelten sich die Bühnenadaptionen der Kriminalromane von Edgar Wallace, darunter „Das indische Tuch“ (2004), „Der Rächer“ (2004), „Der Hexer“ (2005), „Der Unheimliche“ (2006), „Der grüne Bogenschütze“ (2007), „Der schwarze Abt“ (2008), „Der Engel des Schreckens“ (2009), „Die seltsame Gräfin“ (2010) und „Der unheimliche Mönch“ (2011). Daneben werden aber auch Stücke von Agatha Christie („Die Mausefalle“) und Alfred Hitchcock („Bei Anruf Mord“) aufgeführt.
Im Maritim Hotel Reichshof wurde ab 2008 eine zweite Spielstätte eröffnet: Im historischen Speisesaal fand der „Krimi-Salon“ statt, bei dem der Zuschauer während einer Menüfolge mitten im Theatergeschehen sitzt, während direkt neben ihm der oder die Täterin entlarvt wird.<ref>Krimi & Dinner des Imperial Theaters im Maritim Hotel Reichshof. In: sk4culinary. 7. Dezember 2010, abgerufen am 31. August 2026.</ref> Die letzte nachweisbare Produktion, „Der Unheimliche“, wurde bis zum 30. März 2014 aufgeführt.<ref>Der Unheimliche (Krimi Salon im Maritim Hotel Reichshof). In: Imperial Theater. Abgerufen am 31. August 2026.</ref>
Den Spielplan ergänzen zudem zahlreiche Gastspiele wie der Quatsch Comedy Club (bis 2003 insgesamt acht Jahre lang), Jan-Christof Scheibe, dem Improtheater Steife Brise sowie Buddy Reloaded. Beim jährlich stattfindenden Reeperbahn Festival treten nationale und internationale Musiker und Bands auf, beim Harbour Front Festival lesen Autoren aus aller Welt aus ihren Werken.
Im Jahr 2025 wurde bekannt, dass das Imperial Theater seinen Standort in ein rund 150 Meter entferntes Gebäude an der Reeperbahn 35 verlegen wird, welches zuvor von einer Spielhalle genutzt wurde und zuletzt leer stand.<ref>Geheim-Baustelle auf dem Kiez: Hier zieht das Imperial Theater ein. In: NDR. 26. Mai 2025, abgerufen am 31. August 2026.</ref> In dem 1954 als Filmtheater errichteten Gebäude wurde von 1956 bis 1966 das Kino „Radiant“ betrieben, von 1983 bis 1991 das „Filmcenter Reeperbahn“.<ref>Filmdatenbank: Radiant, Filmcenter Reeperbahn. In: Film- und Fernsehmuseum Hamburg. Abgerufen am 31. August 2026.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Website des Imperial Theater
- Imperial Filmtheater (Filmtheater im Imperial). In: Kinodatenbank. Film- und Fernsehmuseum Hamburg, abgerufen am 31. August 2026.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Allee-Theater | Alma Hoppes Lustspielhaus | Altonaer Theater | Das kleine Hoftheater | Deutsches Schauspielhaus | Ernst Deutsch Theater | Fleetstreet | Fliegende Bauten | Hansa-Theater | Harburger Theater | Imperial Theater | Hamburger Kammerspiele | Kellertheater Hamburg | Lichthof Theater | Monsun-Theater | Neue Flora | Ohnsorg-Theater | Operettenhaus | Opernfactory | Opernloft | Scharlatan Theater | Theaterschiff | Schmidt Theater | Hamburger Sprechwerk | Hamburgische Staatsoper | St. Pauli Theater | Thalia Theater | The English Theatre | Theater am Großmarkt | Theater an der Elbe | Theater das Zimmer | Theater im Hafen | Theater im Zimmer | Theater Istasyon | Theater an der Marschnerstraße | Winterhuder Fährhaus
Ehemalige Theater in Hamburg
Carl-Schultze-Theater |
Flora |
Hamburger Volksoper |
Hamburgische Entreprise |
Kabarett Mon Marthe |
Lustspielhaus |
Oper am Gänsemarkt |
Schilleroper |
theater 53 |
Theater am Holstenwall |
Theater in der Basilika |
Theater in der Speicherstadt |
Theater in der Washingtonallee |
Theater Schachar
Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 53° 33′ 1″ N, 9° 58′ 3″ O
{{#coordinates:53,550166666667|9,9675555555556|primary
|dim=400
|globe=
|name=
|region=DE-HH
|type=landmark
}}