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Inés Brock-Harder

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Inés Brock-Harder (* 30. September 1964 in Elgersburg) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), die von 2009 bis 2024 Mitglied im Stadtrat von Halle (Saale) war. Sie war von 2000 bis 2006 eine der beiden Landesvorsitzenden ihrer Partei in Sachsen-Anhalt.

Leben[Bearbeiten]

Nach einem Studium der Germanistik, Anglistik und Pädagogik von 1983 bis 1989 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg war Inés Brock-Harder als Schwangeren- und Familienberaterin tätig und erhielt im Jahr 1999 die Approbation als Kinder- und Jugendpsychotherapeutin.<ref>Ute Welty: Brüder und Schwestern – Seid barmherzig miteinander! In: deutschlandfunkkultur.de. 10. April 2021, abgerufen am 13. Mai 2021.</ref> 2010 promovierte sie an der Martin-Luther-Universität in Erziehungswissenschaften.<ref name=":0" /> Seit 2011 arbeitet sie selbstständig als Lehrtherapeutin in der Ausbildung von Psychotherapeuten und als Supervisorin.<ref name=":0">Dr. Ines Brock – Privates. In: ines-brock.de. Abgerufen am 30. Juli 2021.</ref> 2011 gründete sie das Nathusius-Institut für Psychologie, Bildung und Beratung mit Sitz in Halle (Saale).<ref name=":0" /> Seit dem Wintersemester 2018/19 ist sie nach eigenen Angaben als Dozentin am Studienzentrum MEU der privaten Diploma Hochschule tätig.<ref>Dozentinnen. In: meu.de. Abgerufen am 30. Juli 2021.</ref><ref>MEU. In: ines-brock.de. Abgerufen am 30. Juli 2021.</ref><ref name=":0" /> Inés Brock-Harder ist Autorin von Fachbüchern und wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln.

Brock-Harder hat vier erwachsene Söhne<ref name=":0" /> und ist seit 2022 verheiratet.<ref>Tanja Goldbecher: Grünen-Stadträtin aus Halle Inés Brock gibt das Ja-Wort auf einem Schiff, mz.de, Mitteldeutsche Zeitung, 29. Juli 2022, abgerufen am 14. Juli 2026</ref>

Politik[Bearbeiten]

In der Wendezeit engagierte sich Inés Brock-Harder beim Neuen Forum. Seit 1997 ist sie Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt und war von 2000 bis 2006 eine der beiden Vorsitzenden des Landesverbandes. 2001 war Inés Brock-Harder stellvertretende Sprecherin der grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Gesundheit, Soziales, Arbeitsmarkt und Mitglied der Kinderpolitischen Kommission. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2006 war sie Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen; die Grünen verpassten aber mit 3,6 Prozent den Einzug in den Landtag. Im Jahr 2009 wurde sie erstmals in den Stadtrat von Halle (Saale) gewählt. 2013 wurde sie Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im hallischen Stadtrat. Ab 2019 führte sie die Fraktion gemeinsam mit Melanie Ranft und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Dennis Helmich.<ref>Stadträt*innen – Grüne im Stadtrat Halle (S). Abgerufen am 30. Juli 2021.</ref> Im Jahr 2020 beteiligte sie sich an einem öffentlichen Appell<ref>Antje Vollmer: "Öffentlicher Appell zu Boris Palmer" vom 11.05.2020. (PDF) In: antje-vollmer.de. Abgerufen am 30. Juli 2021.</ref> zu Gunsten von Boris Palmer, der wegen umstrittener Äußerungen zu Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie bundesweit in der Kritik stand. Darüber hinaus wurde sie 2013 im erzkonservativen<ref>Sarah Zapf: WDR-RundfunkratEltern an die Macht. In: sueddeutsche.de. 15. Juli 2021, abgerufen am 14. Juli 2026.</ref> Verband kinderreicher Familien Deutschland Mitglied im wissenschaftlichen Beirat<ref name="kinderreiche Familien 1">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Beiräteliste des Verbandes kinderreicher Familien (Memento vom 8. Februar 2013 im Internet Archive), 8. Februar 2013, zuletzt abgerufen am 14. September 2021.</ref><ref name="Grüne in Halle">Direktkandidaten. In: gruene-in-halle.de. Bündnis 90/Die Grünen Stadtverband Halle, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. August 2022; abgerufen am 23. September 2021.</ref> und dessen Werbebotschafterin.<ref>Testimonials - Verband kinderreicher Familien Deutschland e. V. 22. Juni 2013, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 23. September 2021 (Fehlermeldung bei Webarchive.org: „This URL has been excluded from the Wayback Machine.“, neue url auf der Website ist https://www.kinderreichefamilien.de/stimmen.html).@1@2Vorlage:Toter Link/kinderreichefamilien.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)@1@2Vorlage:Toter Link/kinderreichefamilien.deTestimonials - Verband kinderreicher Familien Deutschland e. V. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2026. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Stimmen - Verband kinderreicher Familien Deutschland e. V. Dr. Ines Brock | Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Erziehungswissenschaftlerin. Abgerufen am 23. September 2021.</ref> Zur Bundestagswahl 2021 kandidierte sie als Direktkandidatin im Wahlkreis Halle<ref name="Grüne in Halle" /> und auf Listenplatz 3 von Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt.<ref>Bundestagswahl 2021. Abgerufen am 30. Juli 2021.</ref> Sie verpasste im September 2021 den Einzug in den Bundestag über ihren Wahlkreis und über die Landesliste.<ref>Gewählte in Landeslisten der Parteien in Sachsen-Anhalt - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 27. September 2021.</ref> Im Oktober 2021 kündigte sie ihren parteipolitischen „Rückzug aus der ersten Reihe“ an und erklärte ihren sofortigen Rücktritt als Co-Vorsitzende der grünen Stadtratsfraktion.<ref>Dirk Skrzypczak: Grünen-Politikerin Inés Brock schmeißt hin und attackiert ihre Landesspitze. In: mz.de. Mitteldeutsche Zeitung, 12. Oktober 2021, abgerufen am 20. Oktober 2021.</ref> Im September 2022 wurde sie Vorsitzende des Bundesverbandes für Kinder- und Jugendlichentherapie e. V. (bkj).<ref>Pressemitteilung 28.09.2022. In: bkj-ev.de. Abgerufen am 4. Januar 2023.</ref> Zur Kommunalwahl 2024 trat sie nicht mehr als Kandidatin für den Stadtrat von Halle (Saale) an.<ref>Tanja Goldbecher: Prominente Grüne Hallenserin: Bunt und laut mit leisem Abschied: Inés Brock-Harder von den Grünen hört im Stadtrat Halle auf. In: mz.de. Mitteldeutsche Zeitung, 5. Juni 2024, abgerufen am 4. Januar 2023: „Im neuen Stadtrat wird sie aber nicht mehr dabei sein.“</ref>

Publikationen[Bearbeiten]

  • (Hrsg.) Bruderheld und Schwesterherz. Geschwister als Ressource. Reihe Therapie & Beratung. Psychosozial-Verlag, Gießen 2015, ISBN 978-3-8379-2457-2.
  • (Hrsg.) Wie die Geburtserfahrung unser Leben prägt. Perspektiven für Geburtshilfe, Entwicklungspsychologie und die Prävention früher Störungen. Reihe Therapie & Beratung. Psychosozial-Verlag, Gießen 2018, ISBN 978-3-8379-2718-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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