Independent Days
Das Independent Days | Internationales Filmfest (Kurzform: IDIF) ist ein Filmfestival für Independent-Film sowie für Low- und No-Budget-Filme. Es findet seit 1998 regelmäßig im Frühjahr in Karlsruhe statt.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Independent Days gingen aus der Filmwerkstatt des Arbeitskreises Kultur und Kommunikation der Universität Karlsruhe hervor und wurden 1998 als Filmfest initiiert.<ref name="BAF">Aufruf des Independent Filmfestivals – Karlsruhe, Blog des Berliner Arbeitskreis Film, 24. November 2006</ref> Die ersten Independent Days fanden 1999 im Festsaal des Studentenhauses auf dem Campus der Universität Karlsruhe statt, zunächst noch als studentische Veranstaltung.<ref>Interview | Independent Days – Film Festival 2012, Interview von Sofie Neu mit Oliver Langewitz, Magazin Kavantgarde – Kunst & Kultur aus Karlsruhe auf einen Blick!</ref> Im Jahr 2003 verließen die Independent Days den universitären Campus und fanden im Kulturzentrum Tempel eine neue Spielstätte, 2004 ergänzt durch ein 35-mm-Programm im Filmtheater „Die Kurbel“.<ref name="Stadtgespräche">Matthias Kehle, Kirsten Bohlig: Stadtgespräche aus Karlsruhe, Gmeiner, Meßkirch 2015, ISBN 978-3-8392-1713-9, S. 139; eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>
2006 erfolgte die Gründung des gleichnamigen Vereins durch Michael Nagenborg, Oliver Langewitz und Michael Bentz. Der Independent Days e. V. und der Filmboard Karlsruhe e. V. organisieren seither jährlich ein mehrtägiges Programm, das sich aus Low- und No-Budget-Filme von professionellen Filmemachern und Filmstudenten sowie freien Filmblöcken außer Konkurrenz zusammensetzt.<ref name="Stadtgespräche" /> 2009 beteiligten sich die elften Independent Days mit Open-Air-Aufführungen von vier Kurzfilm-Programmen am Karlsruher Fest.<ref>„Independent Days“ Open Air: Kurzfilme beim „Fest“, ka-news, 24. Juni 2009</ref>
Spielstätte der nominierten Filme ist seit 2007 das Karlsruher Programmkino Schauburg. Festivalleiter ist seit 2008 Oliver Langewitz.<ref name="Stadtgespräche" />
Die Independent Days sind ordentliches Mitglied der AG Kurzfilm.<ref>Filmboard Karlsruhe e. V. / Independent Days | Internationales Filmfest, AG Kurzfilm</ref> Sie werden in der Kurzfilmfestivalliste German Films geführt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kurzfilmfestivalliste German Films ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Oktober 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., German Films, PDF, S. 22, abgerufen am 2. Oktober 2018</ref>
2017 erhielten sie ein EFFE-Label der European Festivals Association und zählen damit zu den herausragenden europäischen Festivals.<ref>Independent Days erhalten EFFE Label, Independent Days, abgerufen am 2. Oktober 2018</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Independent Days | International Filmfest ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Oktober 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Europe for Festivals, Festivals for Europe (EFFE), abgerufen am 2. Oktober 2018</ref>
Wettbewerbe und Preise[Bearbeiten]
Zum Wettbewerb sind bei Low-Budget-Produktionen ausschließlich Filme zugelassen, die weniger als 2.500 Euro pro Minute gekostet haben, bei No-Budget-Produktionen weniger als 100 Euro pro Minute Laufzeit. Es können sowohl Kurz- als auch Langfilme eingereicht werden.<ref>AGB für Filmeinreichungen, Independent Days, abgerufen am 2. Oktober 2018</ref>
Bei den jährlichen Filmfestspielen werden zahlreiche Filmpreise verliehen. So wurden im Jahr 2018 Preise im Wert von insgesamt 10.000 Euro in elf Kategorien vergeben. In zehn Kategorien entscheiden Fachjurys aus Film- und Medienschaffenden über die Preise, dazu kommt der mit 1.500 Euro dotierte Publikumspreis „Die Goldene ID“ der Stadt Karlsruhe. Der “Filmpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe” ist mit 2.500 Euro dotiert, der „Georg-Fricker-Filmpreis“ für die beste osteuropäische Kurzfilmproduktion mit 1.500 Euro Preisgeld und der „Best Short Shortfilm“ der Badischen Neuesten Nachrichten mit 500 Euro.<ref name="Preise">Filmpreise, Independent Days, abgerufen am 2. Oktober 2018</ref><ref>Andreas Jüttner: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Karlsruher „Independent Days“: Filmische Strategien gegen Traurigkeit ( des Vorlage:IconExternal vom 2. Oktober 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Badische Neueste Nachrichten, 16. April 2018</ref> Weitere Preise sind der „Newbie Award“ für das beste Erstlingswerk, der „Indie Award“ für den besten unabhängig produzierten abendfüllenden Spielfilm, der „Roncalli-Forum Filmpreis“ für interreligiösen Dialog und der „Female Award“ für die beste weibliche Regiearbeit.<ref name="Preise" /> Seit der ersten Durchführung des Filmfests wurde die Preisstruktur mehrmals reformiert.<ref>Filmpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe, kulturpreise.de, abgerufen am 3. Oktober 2018</ref><ref name="BAF" /> Im Jahr 2023 wurde erstmals der Ergocinema Drehbuchpreis verliehen - dotiert mit 5.000 Euro. Ergocinema ist der einzige deutschsprachige YouTube-Kanal, der sich dem Drehbuchschreiben widmet.<ref>https://www.ergocinema.de/drehbuchpreis/</ref><ref>https://www.independentdays-filmfest.com/2023/03/15/erste-filmpreis-nominierungen-der-22-independent-days-bekannt-gegeben/</ref>
Zu den Preisträgern der vergangenen Festivalausgaben gehören Filmschaffende wie Dave Lojek, Nico Sommer, Felix Stienz und Sobo Swobodnik.
DVD-Veröffentlichungen[Bearbeiten]
Einige Festivalbeiträge erschienen als DVD-Kompilationen auf dem von Oliver Langewitz mitgegründete Karlsruher Label Bohemia Filmkunst.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Unsere Produkte ( vom 16. Februar 2015 im Internet Archive), Veröffentlichungen des Labels Bohemia Filmkunst.</ref> 2004 erschienen die ersten beiden DVDs (Wir können alles. Außer Hollywood und Sieben Kurze, bitte!), 2007 die dritte (Länge ist nicht alles!).<ref>Stefan Mader: Länge ist nicht alles! – Independent Days Vol. 03 (Deutschland 2007)., Filmmagazin Manifest</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Eine Plattform für Arthouse-Filme: Die INDEPENDANT DAYS | Internationale Filmfestspiele Karlsruhe, in: Oliver Langewitz, Nadine Knobloch: Karlsruhe als Filmkulisse, J. S. Klotz, Neulingen 2021, ISBN 978-3-948968-70-0, S. 261–265
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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