Zum Inhalt springen

Ines Doleschal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ines Doleschal (* 1972 in Waiblingen) ist eine deutsche Bildende Künstlerin und freie Kuratorin. Sie setzt sich aktiv für mehr Sichtbarkeit und Repräsentanz von Künstlerinnen ein.

Leben[Bearbeiten]

Ines Doleschal begann 1992 ihr Studium der Kunstgeschichte und Anglistik an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach einjährigem Studienaufenthalt in London am Goldsmiths’ College studierte sie ab 1996 Malerei und Kunsterziehung an der Kunstakademie Münster sowie Englisch an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.<ref>Ines Doleschal, Künstlerhaus Lukas</ref> Nach dem Staatsexamen absolvierte sie von 2001 bis 2004 den Masterstudiengang Art in Context<ref>Art in Context. Abgerufen am 20. September 2022.</ref> an der Universität der Künste Berlin. Sie ist seit 2019 Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 e.V.<ref>Doleschal Ines. In: VdBK1867. Abgerufen am 20. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> 2018 war sie Mitiniatorin des Netzwerks kunst+kind berlin, das sich für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Care-Arbeit im Kunstbetrieb engagiert.<ref>Mascha Drost: „Mütter brauchen bessere Strukturen in der Kunstwelt“ – Ines Doleschal im Gespräch, Deutschlandfunk. 7. Mai 2022 (Audio)</ref> Mit Rachel Kohn gründete sie 2020<ref>Demonstriert für FAIR SHARE – Sichtbarkeit für Künstlerinnen! 8. März 2020, abgerufen am 20. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> die Initiative fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen, ein Zusammenschluss von Kulturschaffenden, die sich mit Aktionen im öffentlichen Raum für mehr Präsenz von Künstlerinnen aller Epochen<ref>Katrin Bettina Müller: Die Dame mit dem Augenglas: Vor dreihundert Jahren wurde in Berlin Anna Dorothea Therbusch geboren, eine erfolgreiche Porträtmalerin ihrer Zeit. Die Künstlerinneninitiative Fair Share erinnert an sie mit einer Feier, Die Tageszeitung, Berlin 23. Juli 2021</ref> in Ausstellungen und Museen<ref>Sarah Borufka: Für mehr Sichtbarkeit von Künstlerinnen. 49 Frauen wollen Platz vor Berliner Gemäldegalerie besetzen. Der Tagesspiegel, 8. März 2021</ref> einsetzt.

Neben ihrer freiberuflichen Tätigkeit als Museumspädagogin an Berliner Museen arbeitet sie auch an kuratorischen Projekten<ref>Katrin Bettina Müller: Revision einer Sehschwäche: Schwestern und Freundinnen gebraucht: Die Ausstellung „Kampf um Sichtbarkeit“ in der Alten Nationalgalerie in Berlin kreist um das Vergessen von Künstlerinnen, Die Tageszeitung; Berlin 23. Oktober 2019, S. 15</ref>. 2019 initiierte und co-kuratierte sie die Ausstellung KLASSE DAMEN! 100 Jahre Öffnung der Berliner Kunstakademie für Frauen im Schloss Biesdorf zur Berlin.<ref>"KLASSE DAMEN! 100 Jahre Öffnung der Berliner Kunstakademie für Frauen". Abgerufen am 6. Oktober 2022.</ref><ref>Gratis in Berlin - KLASSE DAMEN! – 100 Jahre Öffnung der Berliner Kunstakademie für Frauen. Abgerufen am 20. September 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Doleschal hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie in Berlin und Dessau.

Werk[Bearbeiten]

In ihren Arbeiten beschäftigt sich Ines Doleschal mit reduzierten Architekturdarstellungen, die auf brutalistisches Bauen in Berlin und anderen europäischen Großstädten Bezug nehmen.<ref>Antje Krause-Wahl: Ines Doleschals Bild- und Stadträume. In: Ausst. kat. Plotting the City. (Galerie Greulich), Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-9812419-5-2</ref> Sie interessiert sich für Gebäude, die einst Ausdruck einer fortschrittlichen und kompromisslosen Haltung waren, heute von Abriss oder Umgestaltung bedroht sind.<ref>Simone Kraft: Eine gelungene Tiefgarageneinfahrt fasziniert mich mehr als die Hochglanzfassade eines preisgekrönten Architekten. INTERVIEW mit Ines Doleschal. In: deconarch.com. 20. November 2013, abgerufen am 19. September 2022.</ref> In ihren Werkserien rekonstruiert die Künstlerin Einzelteile dieser aus dem Stadtbild herausgelösten Architekturen, verändert und verdichtet sie.<ref>Christoph Schütte: Im Geist der Utopie. Malerei von Ines Doleschal in der Frankfurter Galerie Greulich. FAZ, 25. April 2013</ref> Beeinflusst werden ihre Collagen- und Malereiserien auch von einem Interesse an den Form- und Farbkompositionen des Bauhauses, insbesondere der Textilarbeiten von Bauhauskünstlerinnen wie Anni Albers, Gunta Stölzl<ref>Ingeborg Ruthe: Mal, Weib!, Frankfurter Rundschau, 1. Juli 2019</ref> und Otti Berger.<ref>Katrin Bettina Müller: Emanzipation vor 100 Jahren. Aufstieg mit Hindernissen. Fortschritt am Stadtrand: In Berlin erinnert „Klasse Damen!“ an die Zulassung von Künstlerinnen an der Berliner Kunstakademie vor 100 Jahren. Taz, 14. Juli 2019</ref>

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Stipendien (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein