Ines Pohl

Ines Pohl (* 12. April 1967 in Mutlangen) ist eine deutsche Journalistin. Von 2009 bis 2015 war sie Chefredakteurin der taz. Anschließend arbeitete sie als Korrespondentin der Deutschen Welle, dem staatlichen Auslandsrundfunk, bevor sie im März 2017 dessen Chefredaktion übernahm.<ref name="SPON-1096455">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 8. Juni 2016, abgerufen am 15. Februar 2017.</ref> Seit Juli 2020 hat sie die Leitung des Deutsche-Welle-Studios in Washington übernommen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 8. Juli 2020, abgerufen am 15. Juli 2020.</ref>
Leben[Bearbeiten]
Pohls Mutter ist Erzieherin, der Vater Facharbeiter. Ines Pohl nahm in Mutlangen an Treffen der Friedensbewegung in der Pressehütte und an Demonstrationen gegen die Stationierung von Pershing-II-Raketen teil.<ref name="fr-online-3115988">Ulrike Simon: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 13. Juli 2009, abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>
Nach ihrem Abitur am ehemaligen Staatlichen Aufbaugymnasium mit Heim (ABG-GD), einer Internatsschule mit musischem Schwerpunkt in Schwäbisch Gmünd, studierte Pohl Germanistik und Skandinavistik an der Georg-August-Universität Göttingen. Nach ihrem Magisterabschluss 1995 war sie als Frauenbeauftragte an der Philosophischen Fakultät tätig. 2004/2005 verbrachte sie ein Jahr an der Harvard University als Stipendiatin der Nieman Foundation for Journalism. Dort lernte sie ihre spätere Lebenspartnerin kennen.<ref name="taz-5063958">Ines Pohl: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 4. Juli 2013, abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>
Daneben begann sie in den 1990er Jahren als freie Journalistin zu arbeiten, unter anderem für Radio ffn und verschiedene Regionalzeitungen. Bei der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen absolvierte sie ihr Volontariat und erreichte innerhalb von zehn Jahren die Position Ressortleiterin Politik. Im Jahr 2008 ging sie als Korrespondentin für die Mediengruppe Ippen nach Berlin. Im Juli 2009 wurde sie Chefredakteurin der taz (Autorenkürzel IPO<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 6. November 2012, abgerufen am 27. September 2014.</ref>), ab April 2014 hatte Pohl das Amt gemeinsam mit Andreas Rüttenauer als Doppelspitze inne.<ref>journalist März 2010, S. 37–41.</ref> Im Juli 2015 wurde ihr Rücktritt als Chefredakteurin bekannt.<ref name="taz-">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 3. Juli 2015, archiviert vom Vorlage:Referrer am 29. März 2017; abgerufen am 15. Februar 2017.</ref> Sie wechselte am Jahresende ins Studio Washington der Deutschen Welle<ref name="SPON-1041925">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 15. Februar 2017.</ref> und wurde zum 1. März 2017 Chefredakteurin des Senders.<ref>Christoph Jumpelt: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 8. Juni 2016, abgerufen am 8. Juni 2016.</ref>
Im Juli 2020 übernahm Pohl die Leitung des Studios in Washington.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 9. Juni 2020, abgerufen am 25. Juni 2020.</ref> Als Chefredakteurin folgte ihr Manuela Kasper-Claridge nach.
taz-Chefredakteurin[Bearbeiten]
Im Februar 2012 verteidigte Pohl den Abdruck eines umstrittenen Kommentars zur Nominierung Joachim Gaucks als Bundespräsident mit der Meinungsfreiheit.<ref name="taz-5099853">Stefan Reinecke: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 24. Februar 2012, abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>
Im August 2013 lehnte Pohl die Veröffentlichung eines Artikels mit dem Titel „Befreites Menschenmaterial“ über Pädophilie und grüne Ideologie ab, weil dieser journalistischen Standards nicht genügt habe, und wies Vorwürfe zurück, damit im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 eine politische Entscheidung getroffen zu haben.<ref name="taz-2013-08-22">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. August 2013, archiviert vom Vorlage:Referrer am 29. Dezember 2016; abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>
Nachdem ein von zwei Mitarbeiterinnen der taz am 20. August 2013 geführtes Interview mit dem Bundeswirtschaftsminister und FDP-Vorsitzenden Philipp Rösler von der FDP-Pressestelle nicht zur Veröffentlichung freigegeben worden war, druckte die taz am 9. September 2013 nur die gestellten Fragen ab, in denen Rösler unter anderem gefragt wurde, wie er mit rassistischen Äußerungen umgehe. Den von der vorgenannten Pressestelle und einem Vertreter der Amadeu-Antonio-Stiftung erhobenen Vorwurf, die taz würde an rassistischen Ressentiments rühren, wies Pohl zurück.<ref name="faz-12569406">Michael Hanfeld: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. September 2013, abgerufen am 15. Februar 2017.</ref><ref name="taz-20130910">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 10. September 2013, archiviert vom Vorlage:Referrer am 9. Februar 2017; abgerufen am 15. Februar 2017.</ref>
Öffentliche Ämter[Bearbeiten]
Als Beiratsmitglied von Jugend gegen AIDS unterstützt Pohl eine von Jugendlichen initiierte und geführte Initiative.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 26. September 2014, archiviert vom Vorlage:Referrer am 2. April 2015; abgerufen am 31. August 2016.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
2009 wurde Pohl durch eine Jury des Medium Magazins zur Journalistin des Jahres 2009 in der Kategorie „Newcomer“ gewählt.<ref>Die Journalisten des Jahres 2009. In: Medium Magazin online am 21. Dezember 2009, abgerufen am 14. Januar 2010.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Vorlage:IMDb/1
- Artikel zur Benennung von Ines Pohl als Chefredakteurin, taz vom 25. Juni 2009.
- taz-Chefredakteurin Ines Pohl stellt sich vor, taz vom 10. Juli 2009.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pohl, Ines |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Journalistin |
| GEBURTSDATUM | 12. April 1967 |
| GEBURTSORT | Mutlangen, Baden-Württemberg, Bundesrepublik Deutschland |