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Infinus-Skandal

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Die Insolvenz der Infinus AG gehört zu den größten Finanzskandalen Deutschlands.<ref>Chronologie des Infinus-Skandals, Sächsische Zeitung</ref> Etwa 22.000 Anleger wurden um rund 312 Millionen Euro betrogen.<ref name="mdr">Landgericht Dresden: Ex-Infinus-Manager zu Freiheitsstrafen verurteilt, MDR, am 9. Juli 2018.</ref>

Zusammen mit der Future Business KG (FuBus) hatte der 2000 gegründete Finanzdienstleister Infinus AG Genussrechte und Orderschuldverschreibungen im Umfang von über 1 Mrd. Euro über Finanzberater des grauen Kapitalmarkts vertrieben.<ref name="plusminus">Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Sendung vom 21. Mai 2014.] In: plusminus. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref><ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Schadenersatzprozess gegen Infinus-Manager.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden im November 2013 stellten sich diese jedoch als überwiegend wertlos heraus. Zum Vertrieb wurde ein Schneeballsystem eingesetzt, wofür ein komplexes Firmengeflecht zur gezielten Verschleierung der Unternehmenstransaktionen aufgebaut und betrieben wurde.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Foto der Firmenstruktur.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Es wurde gezielt versucht, über die gemeinsame Darstellung mit Personen des öffentlichen Lebens Vertrauen bei den Anlegern in die Firmen Infinus AG<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Geld, Gier, Gauner – Der Fall des Finanzdienstleisters Infinus (Doku).] In: YouTube. , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> und Future Business KG aufzubauen.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Future Business Grußwort.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Das Vermögen der Gesellschafter wurde aufgrund der laufenden Ermittlungen im November 2013 beschlagnahmt.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Bundesanzeiger der Staatsanwaltschaft Dresden.] (PDF) , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Der überwiegende Teil der über 40.000 Geschädigten waren Kleinanleger, die Gesamtsumme der Verluste beläuft sich auf rund 800 Mio. Euro.<ref name="plusminus" /> Am 3. Februar 2014 beantragte der Hauptbeschuldigte Jörg Biehl Privatinsolvenz.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Infinus: Hauptbeschuldigter meldet Privatinsolvenz an.] test.de, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im Mai 2014 stellte die Infinus AG Insolvenzantrag beim Amtsgericht Dresden.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Infius AG.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 9. Januar 2015.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Im September 2014 folgten weitere Durchsuchungen bei der ERGO und Gothaer Versicherungen im Zuge der Ermittlungen.<ref>Infinus-Skandal: Razzia bei Ergo und Gothaer wiwo.de, am 12. September 2014</ref> Im Juli 2015 wurde Anklage gegen die fünf Hauptbeschuldigten, darunter die frühere Geschäftsleitung, wegen gewerbsmäßigen Betrugs erhoben.<ref>Infinus-Skandal kommt vor Gericht. In: handelsblatt.com. Handelsblatt, 8. Juli 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 11. Juli 2015; abgerufen am 24. November 2025.</ref>

Der laufende Strafprozess vor dem Landgericht Dresden gegen die Angeklagten ging im Sommer 2018 ins dritte Jahr und zählt damit zu einem der größten und längsten der deutschen Justizgeschichte.<ref>Neue Zweifel an Vorgehensweise der Staatsanwaltschaft (StB/RA Fuhrmann) kapital-markt-intern.de, am 6. April 2018</ref> Am 9. Juli 2018 verurteilte die Große Wirtschaftskammer den Gründer des Mutterkonzerns Future Business, Jörg Biehl, und vier frühere Führungskräfte wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs in besonders schwerem Fall und Kapitalanlagebetrugs zu Haftstrafen zwischen acht Jahren und fünf Jahren und vier Monaten. Ein weiterer Mitarbeiter erhielt wegen Beihilfe eine Haftstrafe von viereinhalb Jahren.<ref name="mdr" />

Gegen das Urteil wurde von allen 6 Angeklagten Revision eingelegt.<ref>Infinus: Nachspiel für den Mammutprozess. Abgerufen am 18. Juli 2019.</ref> Die Revisionen wurden durch den BGH durch Urteil vom 29. Oktober 2021 überwiegend verworfen. Lediglich die tateinheitlichen Verurteilungen wegen Kapitalanlagebetruges und Beihilfe hierzu, in geringem Umfang die Einziehungsentscheidungen sowie den Strafausspruch einen Angeklagten betreffend wurden aufgehoben und an eine andere Strafkammer des Landgerichts Dresden zurückverwiesen.<ref>Pressemitteilung Nr. 198/21 vom 29.10.2021. Abgerufen am 1. November 2021.</ref>

Um geschädigten Anlegern neben der Auszahlung der Insolvenzquote die Chance zu eröffnen, durch Inanspruchnahme von Drittschädigern einen weiteren Teil ihres Geldes zurückzuerhalten, wurde Ende 2019 die FuProConsort gegründet. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als „Selbsthilfevereinigung“ ohne kommerzielle Interessen.<ref>FuProConsort. Abgerufen am 22. Juli 2020.</ref>

Drei Jahre nach der Verurteilung von sechs ehemaligen Managern hat der Bundesgerichtshof den Revisionsantrag der Verteidiger angenommen. Der fünfte Senat teilte den Anwälten mit, man wolle die Revisionshauptverhandlung im Oktober in Leipzig durchführen.<ref>Infinus-Skandal kommt vor den Bundesgerichtshof. Abgerufen am 13. Juli 2021.</ref>

Urteil des Bundesgerichtshofs vom Oktober 2021 u. a. Zitat:„…dass die Angeklagten B. , O. , Ka. , P. und Bu. jeweils des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und der Angeklagte K. der Beihilfe zum banden- und gewerbsmäßigen Betrug schuldig sind;“<ref>Urteil des 5. Strafsenats vom 29.10.2021 - 5 StR 443/19 -. Abgerufen am 6. September 2023.</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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