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Ingo Petz

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Ingo Petz (2025)

Ingo Petz (* 15. November 1973 in Stolberg (Rhld.)) ist ein deutscher Journalist, Publizist und Schriftsteller, der sich seit den 1990er Jahren mit Belarus und Osteuropa sowie mit Fragen von Pressefreiheit und Zivilgesellschaft beschäftigt.

Leben[Bearbeiten]

Ingo Petz besuchte wie sein jüngerer Bruder das Gymnasium am Wirteltor in Düren. Seine journalistische Karriere begann Petz als freier Kulturredakteur bei der Dürener Zeitung. Während seines Studiums der Osteuropäischen Geschichte, der Slawistik und der Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und an der Staatlichen Universität Wolgograd arbeitete er freiberuflich für die Kölnische Rundschau und begann dort 2001 ein Volontariat. Nach einem Jahr brach Petz sein Volontariat ab und wanderte 2002 nach Neuseeland aus, wo er als freier Korrespondent von Auckland aus unter anderem für das Handelsblatt, die Süddeutsche Zeitung und die österreichische Zeitung Der Standard berichtete, beispielsweise über den Americas Cup. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland Ende 2003 lebt Petz als freier Journalist und Schriftsteller in Berlin und schreibt u. a. für brand eins, das Feuilleton der SZ, das adac-Reisemagazin, sowie für eine Reihe renommierter Tages- und Wochenzeitungen (u.a. Der Standard, Tagesspiegel, Rheinischer Merkur, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung). Seit August 2010 berichtet er auch für den Deutschlandfunk.<ref>Melanie Longerich und Ingo Petz: Zwischen Ohnmacht und Unmut. dradio.de, 10. November 2011, abgerufen am 30. September 2026.</ref> Seit November 2020 leitet er das Belarus-Projekt beziehungsweise die Belarus-Redaktion der gemeinnützigen Medienplattform dekoder.org.

Journalistische und publizistische Tätigkeit[Bearbeiten]

Belarus und Osteuropa[Bearbeiten]

Ingo Petz befasst sich als Journalist und Publizist insbesondere mit politischen, zivilgesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen in Belarus und Osteuropa und der belarussischen Opposition. Beiträge zu diesen Themen veröffentlicht er unter anderem in der Tagespresse und in Fachzeitschriften, darunter Der Standard und Osteuropa.<ref>Ingo Petz: „EU streckt Diktator die Hand entgegen – wo ist da die Logik?“ In: Der Standard. 22. Juni 2013, abgerufen am 30. September 2026.</ref><ref>Ingo Petz: „Die Stimmung ist nicht dieselbe“. Protest und Protestkultur in Belarus. In: Osteuropa. 2020, abgerufen am 30. September 2026.</ref> Darüber hinaus tritt Petz wiederholt als Interviewpartner und Gesprächsgast in öffentlich-rechtlichen Rundfunkmedien auf, wo er politische und gesellschaftliche Entwicklungen in Belarus einordnet. Bereits 2011 sprach er bei Deutschlandfunk Kultur über die damalige Protestbewegung gegen Aljaksandr Lukaschenka;<ref>„Ein Protest, der tatsächlich aus dem Volk heraus kommt“. In: Deutschlandfunk Kultur. 27. Juli 2011, abgerufen am 30. September 2026.</ref> 2020 war er dort Gesprächspartner zur Geschichte und Kultur der Protestbewegung,<ref>Protestkultur in Belarus – Ein Vierteljahrhundert Widerstand. In: Deutschlandfunk Kultur. 19. Oktober 2020, abgerufen am 30. September 2026.</ref> 2021 wurde er im Deutschlandfunk zur Verfolgung unabhängiger Medien in Belarus interviewt.<ref>Belarus: Neue Verfolgungswelle trifft auch die Medien – Interview mit Ingo Petz. In: Deutschlandfunk. 19. Juli 2021, abgerufen am 30. September 2026.</ref> Auch nachfolgend wurde er von öffentlich-rechtlichen Sendern als Gesprächspartner zu Belarus herangezogen, unter anderem 2025 vom Deutschlandfunk und vom SWR sowie 2026 von radio3 des rbb.<ref>Belarus: Neue Amtszeit für Lukaschenko – Gespräch mit Journalist Ingo Petz. In: Deutschlandfunk. 25. März 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref><ref>Manöver einer Diktatur – Wie ist die Lage in Belarus? In: SWR. 5. September 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref><ref>Belarus, Venezuela und die neue Welt(un)ordnung. In: radio3. 10. Januar 2026, abgerufen am 30. September 2026.</ref>

2006 initiierte Petz in Zusammenarbeit mit Maxim Grouchevoi, der Robert Bosch Stiftung und der Deutsch-belarussischen Gesellschaft das CD-Projekt Belarusian Red Book – Music of Belarus, das Songs von 13 der bekanntesten belarussischen Bands versammelt, darunter Stücke, die wie Maja Kraina/Mein Land (Kasia Kamockaja) oder Majo Pakalenne/Meine Generation (N. R. M.) zu den Hymnen der oppositionellen Jugend in Belarus gehören. Belarussian Red Book – Music of Belarus ist die weltweit erste CD außerhalb von Belarus, die sich der Rock- und Pop-Musik des Landes widmet.<ref>Presseinformation zur CD</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Informationen der deutsch-belarussischen Gesellschaft zur CD (Memento des Vorlage:IconExternal vom 22. Juli 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dbg-online.org</ref> Seit Oktober 2005 organisiert Petz regelmäßig Konzerte in Deutschland mit bekannten belarussischen Bands wie N. R. M.

Seine Berichterstattung über die belarussische Musikszene im Untergrund und seine guten Kontakte zu oppositionellen Gruppen<ref>Der Standard: @1@2Vorlage:Toter Link/194.116.243.22Interview mit dem Oppositionellen Ljavon Barsceuski (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Juli 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref><ref>taz: Die Opposition der freien Vögel</ref> führten im November 2006 zu einem temporären Einreiseverbot, als Petz das jährlich tagende deutsch-belarussische Minsk-Forum besuchen wollte. Zusammen mit der Leiterin des Russland-Programms der Deutschen Welle, Cornelia Rabitz, sowie den Bundestagsabgeordneten Marieluise Beck (Grüne) und Georg Schirmbeck (CDU) wurde Petz die Einreise verweigert.<ref>Netzeitung vom 8. November 2006: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Deutsche Reporter dürfen nicht nach Minsk (Memento vom 4. September 2012 im Webarchiv archive.today)</ref>

Im Doppelheft 10–11/2020 der Zeitschrift Osteuropa, das sich schwerpunktmäßig mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung in Belarus beschäftigte, veröffentlichte Petz den Beitrag „Die Stimmung ist nicht dieselbe“. Protest und Protestkultur in Belarus. Darin setzte er sich mit der Protestbewegung nach der Präsidentschaftswahl vom August 2020 auseinander und untersuchte insbesondere deren gesellschaftliche Breite, Protestformen und kulturelle Ausdrucksformen.<ref>Ingo Petz: „Die Stimmung ist nicht dieselbe“. Protest und Protestkultur in Belarus. In: Zeitschrift Osteuropa. 2020, abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Seit dem 1. November 2020 ist Petz für die gemeinnützige Medienplattform dekoder.org tätig und leitet dort die Belarus-Redaktion beziehungsweise das Belarus-Projekt.<ref>Ingo Petz: Editorial: Warum wir nun auch Belarus entschlüsseln. In: dekoder. 1. Dezember 2020, abgerufen am 30. September 2026.</ref><ref>Tigran Petrosyan: Was müssen wir über Belarus wissen, bevor es zu spät ist? In: die tageszeitung. 31. März 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref> Dort befasst er sich redaktionell und publizistisch mit Politik, Gesellschaft, Geschichte und Kultur von Belarus sowie mit Protest- und Zivilgesellschaft und der belarussischen Opposition.<ref>dekoder stellt sich vor. In: dekoder. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Petz gehörte zudem zum Redaktionsteam der dekoder Specials. Zu diesen multimedialen Angeboten gehörten auch Projekte über die Proteste in Belarus. 2021 wurden die dekoder Specials mit dem Grimme Online Award in der Kategorie „Spezial“ ausgezeichnet; der Preis wurde für Konzept, Redaktion und Visualisierung vergeben, wobei Petz vom Grimme-Institut ausdrücklich als Mitglied der ausgezeichneten Redaktion aufgeführt wurde.<ref>Grimme Online Award 2021 – Die Preisträger. In: Grimme-Institut. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Petz veröffentlicht weiterhin journalistische Beiträge und Analysen über Belarus und Osteuropa und tritt in deutschsprachigen Medien als Gesprächspartner zu diesen Themen auf. So wurde er unter anderem 2021 im Deutschlandfunk zur Verfolgung unabhängiger Medien in Belarus interviewt,<ref>Belarus: Neue Verfolgungswelle trifft auch die Medien – Interview mit Ingo Petz. In: Deutschlandfunk. 19. Juli 2021, abgerufen am 30. September 2026.</ref> 2025 vom Deutschlandfunk zur politischen Lage nach Beginn einer weiteren Amtszeit Aljaksandr Lukaschenkas befragt<ref>Belarus: Neue Amtszeit für Lukaschenko – Gespräch mit Journalist Ingo Petz. In: Deutschlandfunk. 25. März 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref> und nahm im selben Jahr an einer Diskussionssendung des SWR zur politischen Lage in Belarus teil.<ref>Manöver einer Diktatur – Wie ist die Lage in Belarus? In: SWR. 5. September 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref> Daneben tritt er als Moderator bei Veranstaltungen zu Belarus und Osteuropa auf, unter anderem bei Veranstaltungen der Bundeszentrale für politische Bildung und der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde.<ref>Die Freiheitsbewegung in Belarus 2020–2025 – Eine Spurensuche. In: Bundeszentrale für politische Bildung. 28. November 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Seit 2020 darf Petz aufgrund der politischen Lage im Land und seiner kritischen Berichterstattung über das belarussische Regime nicht mehr nach Belarus reisen.<ref>Tigran Petrosyan: Was müssen wir über Belarus wissen, bevor es zu spät ist? In: die tageszeitung. 31. März 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Rasender Stillstand[Bearbeiten]

Im März 2025 veröffentlichte Petz im Berliner Verlag edition.fotoTAPETA die Flugschrift Rasender Stillstand. Belarus – eine Revolution und die Folgen. Darin untersucht er die Ursachen und Folgen der belarussischen Protestbewegung des Jahres 2020 sowie die anschließende Repression durch das Regime von Aljaksandr Lukaschenka. Weitere Themen des Buches sind die politische und wirtschaftliche Abhängigkeit von Russland, die Entwicklung der belarussischen Opposition im Exil, das Verhältnis zur Ukraine sowie die Rolle von Kultur und Sprache für die belarussische Identität.<ref>Frederik Rother: Ingo Petz: „Rasender Stillstand – Belarus“. Eine Revolution und die Folgen. (PDF) In: Deutschlandfunk, Andruck. 7. Juli 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Das Buch wurde in mehreren Medien und Fachpublikationen positiv besprochen. Othmara Glas schrieb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Rasender Stillstand profitiere von Petz’ langjähriger Erfahrung mit Belarus und sei angesichts der geringen medialen Aufmerksamkeit für die belarussische Gesellschaft ein wichtiges Buch.<ref>Othmara Glas: Die Revolution ist ins Exil gegangen. Ingo Petz schildert, welche Rolle die belarussische Opposition im Ausland spielt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. Juni 2025.</ref> Stefan Kube hob in der Zeitschrift Religion & Gesellschaft in Ost und West insbesondere die Verbindung von politischer Analyse mit Stimmen belarussischer Wissenschaftler und Kulturschaffender sowie Petz’ Darstellung der weiterhin bestehenden Demokratiebewegung hervor.<ref>Stefan Kube: Rezension zu Ingo Petz: Rasender Stillstand. Belarus – eine Revolution und die Folgen. In: Religion & Gesellschaft in Ost und West, Jg. 53 (2025), Nr. 2.</ref> Der Schriftsteller und Publizist Marko Martin bezeichnete das Buch in einer Rezension für das Zentrum Liberale Moderne als zugleich „Geschichtswerk, Gegenwartsanalyse und Menschenrechtshandbuch“ und betonte dessen Bedeutung für das Verständnis des in der öffentlichen Wahrnehmung häufig wenig beachteten Belarus.<ref>Marko Martin: Nachrichten aus der vermeintlichen „Black Box“ Belarus. In: Zentrum Liberale Moderne. 8. April 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref> Frederik Rother bezeichnete Rasender Stillstand im Deutschlandfunk als ein wichtiges und informatives Buch. Er würdigte Petz’ Landeskenntnisse, Recherche und die anschauliche Darstellung der Entwicklungen seit 2020, merkte jedoch an, dass eine ausführlichere Darstellung von Lukaschenkas Machtapparat und dessen Unterstützern wünschenswert gewesen wäre.<ref>Frederik Rother: Ingo Petz: „Rasender Stillstand – Belarus“. Eine Revolution und die Folgen. (PDF) In: Deutschlandfunk, Andruck. 7. Juli 2025, abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Im September 2026 erschien eine schwedische Übersetzung des Buches. Die von Nils Håkanson übersetzte Ausgabe wurde unter dem Titel Belarus: En revolution och dess följder beim schwedischen Bokförlaget Stolpe veröffentlicht.<ref>Belarus: En revolution och dess följder. In: Bokförlaget Stolpe. 17. September 2026, abgerufen am 30. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Reisebücher[Bearbeiten]

2004 reiste Petz als Stipendiat des Gräfin-Marion-Dönhoff-Programms für junge Journalisten nach Aserbaidschan. Als Ergebnis dieses dreimonatigen Aufenthaltes erschien 2006 sein erstes Buch Kuckucksuhren in Baku, in dem er persönliche Erlebnisse mit der Beschreibung des Landes und seiner Bewohner mischt. Das Buch erschien 2008 als Hörbuch gelesen von dem Kölner Sänger Gerd Köster.

Als ein Ergebnis eines knapp zweijährigen Neuseelandaufenthaltes veröffentlichte Petz 2008 sein zweites Buch unter dem Titel Kiwi Paradise: Reise in ein verdammt gelassenes Land. Leitmotiv dieses Buchs ist die Suche des Menschen nach dem Glück, das viele in Neuseeland zu finden glauben. Wie bereits in seinem ersten Buch verbindet Petz auch in Kiwi Paradise historische, kulturelle und politische Fakten über das Land und seine Bewohner mit persönlichen Eindrücken und Erlebnissen. So steht ein Bericht über eine Wanderung durch die neuseeländische Wildnis, die beinahe in einem Fiasko geendet wäre, gleichberechtigt neben einem Interview mit dem Erstbesteiger des Mount Everest Sir Edmund Hillary.

Zivilgesellschaftliches Engagement[Bearbeiten]

Neben seiner journalistischen Arbeit engagierte sich Petz über mehrere Jahre in deutsch-belarussischen Kultur- und Austauschprojekten. Er gehörte bis 2017 dem Vorstand der Deutsch-belarussischen Gesellschaft an und organisierte unter anderem Konzerte, Lesungen und weitere Kulturprojekte mit belarussischen Künstlern. Zu den Projekten gehörten die Herausgabe eines belarussisch-deutschen Wörterbuchs sowie Veranstaltungen mit belarussischen Musikern und Schriftstellern.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gremien der dbg (Memento vom 2. September 2009 im Internet Archive).</ref>

In der ersten Hälfte des Jahres 2012 leitete Petz im Zuge des 57. Eurovision Song Contest, der am 26. Mai 2012 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku stattfand, ein Projekt der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen, das die Pressefreiheitsverletzungen in dem südkaukasischen Land thematisierte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Seite von Reporter ohne Grenzen zum Aserbaidschan-Projekt (Memento des Vorlage:IconExternal vom 4. Juli 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pressefreiheit-fuer-baku.de</ref> Nach einem Aufenthalt in Baku vor dem ESC gab Petz deutschen Medien zahlreiche Interviews über die Lage der Pressefreiheit in Baku.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.br.deMedienmagazin auf B5 des Bayrischen Rundfunks (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref><ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.wdr5.deSendung auf WDR 5: Aserbaidschan gibt’s zweimal (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>

2014 gehörte Petz zu den Mitbegründern des Projekts Fankurve Ost – Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft.<ref>Umschaltspiel. Fußball im Osten Europas. In: Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 30. September 2026.</ref> Das Projekt organisierte seit 2014 einwöchige Seminare und weitere Austauschformate für Sportjournalisten, aktive Fußballfans und Fanbetreuer aus Belarus, Russland und der Ukraine. Anhand der deutschen Fußball-Fankultur sollten dabei Funktionsweisen, Möglichkeiten und Konflikte einer offenen Zivilgesellschaft vermittelt werden.<ref>Fußball-Fankultur in der Offenen Gesellschaft – Die Geschichte unseres Projekts. In: Fankurve Ost. Abgerufen am 30. September 2026.</ref> An den Seminaren nahmen im Laufe der Jahre mehr als 270 Personen aus den drei Ländern teil.<ref>Umschaltspiel. Fußball im Osten Europas. In: Bundeszentrale für politische Bildung. Abgerufen am 30. September 2026.</ref> Petz war bis 2020 Koordinator des Projekts.<ref>Ingo Petz: Referenzen. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>

Von Januar bis März 2017 war Petz im Rahmen des Milena-Jesenská-Fellowships Fellow am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) in Wien. Dort arbeitete er an dem Projekt Belarus – My Life and Travels in an Unknown Country in Europe. Seine erste Reise nach Belarus hatte er 1994 unternommen.<ref>Ingo Petz. In: Institut für die Wissenschaften vom Menschen. Abgerufen am 30. September 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2004: Stipendiat des Gräfin-Marion-Dönhoff-Programms für junge Journalisten
  • 2006: Rechercheförderung der European Cultural Foundation
  • 2009: Grenzgänger-Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin und der Robert Bosch Stiftung
  • 2017: Milena-Jesenská-Fellowship des Instituts für die Wissenschaften vom Menschen, Wien
  • 2021: Grimme Online Award, Kategorie „Spezial“, als Mitglied des Redaktionsteams der dekoder Specials
  • 2026: Medaille „За плённую працу на карысць Беларусі“ des Vereinigten Übergangskabinetts von Belarus

Werke[Bearbeiten]

  • Kuckucksuhren in Baku. Reise in ein Land, das es wirklich gibt. Droemer, München 2006. ISBN 978-3-426-27390-6; (Taschenbuch-Ausgabe: ISBN 978-3-426-77973-6); Als Hörbuch gelesen von Gerd Köster: ISBN 978-3-86604-845-4.
  • Kiwi Paradise. Reise in ein verdammt gelassenes Land. Droemer, München 2008. ISBN 978-3-426-27433-0.
  • Nackt im Wald mit Nietzsche. In: Hermann Gieselbusch & Michael Schmidt-Salomon. „Aufklärung ist Ärgernis…“. Karlheinz Deschner Leben – Werk – Wirkung. Alibri Aschaffenburg 2006. ISBN 978-3-86569-003-6.
  • Ach, der Osten. Eine Annäherung. In: Regina Maria Anzenberger. east. moser, München 2008. ISBN 978-3-9812344-0-4.
  • Wo bitte geht’s nach Belarus? Meine Reisen in die unbekannte Mitte Europas. In: Thomas Bohn/Victor Schadurski. Ein weisser Fleck in Europa ... Die Imagination der Belarus als Kontaktzone zwischen Ost und West. transcript, Bielefeld 2011. ISBN 978-3-8376-1897-6.
  • Michel Ruge: Bordsteinkönig. Meine wilde Jugend auf St. Pauli (als Mitarbeiter). Droemer, München 2013. ISBN 978-3-426-78550-8.
  • Stephan Urbach: Neustart. Aus dem Leben eines Netzaktivisten (als Ghostwriter). Knaur TB, München 2015. ISBN 978-3-426-78729-8.
  • Rausch und Auferstehung. In: Gerhard Waldherr (Hrsg.): Die erste Reise. Weil sie den Blick auf die Welt, das Leben und auf einen selbst verändert – wie die erste Liebe. Reisedepeschen Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-96348-013-3, S. 78–87.
  • „Die Stimmung ist nicht dieselbe“. Protest und Protestkultur in Belarus. In: Osteuropa. 70. Jahrgang, Heft 10–11/2020, S. 61–81.<ref>„Die Stimmung ist nicht dieselbe“. Protest und Protestkultur in Belarus. In: Zeitschrift Osteuropa. Abgerufen am 30. September 2026.</ref>
  • Widerstand und Terror in Lukaschenkos Aufmarschgebiet. In: Kateryna Mishchenko, Katharina Raabe (Hrsg.): Geteilter Horizont. Die Zukunft der Ukraine. Suhrkamp Verlag, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-02991-6, S. 239–258.
  • Rasender Stillstand. Belarus – eine Revolution und die Folgen. edition.fotoTAPETA, Berlin 2025, ISBN 978-3-949262-47-0.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ingo Petz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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