Ingrid Gross
Ingrid Gross (* 11. August 1924 in Flensburg; † 20. November 2004)<ref>genealogynet.de (Suche in Familienanzeigen) In Flensburger Tageblatt, 22. November 2004, abgerufen am 23. Juli 2023.</ref> war eine deutsche Kommunalpolitikerin (CDU), die 1978 als erste Frau zur Stadtpräsidentin der Stadt Flensburg ernannt wurde.
Leben und Beruf[Bearbeiten]
Gross machte 1942 ihr Abitur an der Auguste-Viktoria-Schule in Flensburg. Im Anschluss ging sie an eine Handelsschule in Hamburg, arbeitete danach im Reichsarbeitsdienst und als Kaufmännische Angestellte bei einer Flensburger Reederei. 1944 wurde sie zum Deutschen Roten Kreuz eingezogen und arbeitete bis 1946 als OP-Schwester.<ref name="Dieter Pust 1987">Dieter Pust: Könige, Bürgermeister und Präsidenten in Flensburg. Biographische Skizzen. Hrsg.: Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte (= Kleine Reihe. Heft 15). 1. Auflage. Flensburg 1987, ISBN 3-925856-04-8, Stadtpräsidentin Ingrid Gross (1978–1986), S. 269–270.</ref>
Politische Karriere[Bearbeiten]
1966 trat Gross in die CDU ein, wo sie ab 1968 Vorstandsmitglied des CDU-Kreisverbandes Flensburg sowie Vorsitzende der CDU-Frauenvereinigung war. Ab 1970 war sie Ratsherrin in der Ratsversammlung der Stadt Flensburg. Von 1974 bis 1978 und ab 1986 war sie ehrenamtliche Stadträtin.<ref name="Dieter Pust 1987"/>
Die Ratsversammlung wählte Gross am 13. April 1978 mit 24 von 43 Stimmen zur Stadtpräsidentin, womit erstmals eine Frau in das Präsidium der Flensburger Ratsversammlung berufen wurde. In ihre erste Amtszeit fiel der Staatsbesuch der dänischen Königin Margrethe II. in Flensburg und Südschleswig, als am 13. Juni 1978 der Grenzübergang Ellund an der Bundesautobahn 7 freigegeben wurde und im Anschluss im Flensburger Rathaus Margrethe II. und ihr Mann Prinz Henrik von Dänemark sowie der Bundespräsident Walter Scheel sich in das Goldene Buch der Stadt Flensburg eintrugen.<ref>Troels Fink: Dronningen i Sydslesvig 1978. (PDF) Danmarks Dronning i Sydslesvig 13. og 14. juni 1978. In: Grænseforenings årbog 1979. Grænseforeningen, 1979, S. 8, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. Juli 2016; abgerufen am 16. Juli 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die Wiederwahl von Gross erfolgte am 1. April 1982 einstimmig. In ihre zweite Amtszeit fiel das 700-jährige Stadtjubiläum im Jahr 1984. Das Amt hatte sie bis zum 3. April 1986 inne.<ref name="Dieter Pust 1987"/>
Vorstand[Bearbeiten]
Ab 1978 war Gross Vorstandsmitglied im Deutschen Grenzverein und ab 1984 Vorstandsmitglied in der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte.<ref name="Dieter Pust 1987"/>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
1980 erhielt Gross die Freiherr-vom-Stein-Gedenkmedaille. Am 25. November 1982 ernannte die in der Briesen-Kaserne in Flensburg-Weiche stationierte 294th USA Artillery Group Ingrid Gross zum „Partner in Peace“. 1986 erhielt sie die Verdiensturkunde der KPV (Kommunalpolitische Vereinigung der CDU) und das Große Verdienstkreuz.<ref name="Dieter Pust 1987"/>
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gross, Ingrid |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Kommunalpolitikerin (CDU) |
| GEBURTSDATUM | 11. August 1924 |
| GEBURTSORT | Flensburg |
| STERBEDATUM | 20. November 2004 |
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2025-07
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Politiker (Flensburg)
- Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes
- Träger der Freiherr-vom-Stein-Medaille (Schleswig-Holstein)
- CDU-Mitglied
- Deutscher
- Geboren 1924
- Gestorben 2004
- Frau