Ingrid Hemmer
Ingrid Hemmer (* 23. April 1954 in Hamm) ist eine deutsche Geographin und war Professorin für Didaktik der Geographie an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.
Werdegang[Bearbeiten]
Ingrid Hemmer wurde 1954 im Hamm geboren.<ref>Michael Hemmer: Mehr als ein Leben für die Geographiedidaktik. Laudatio für Ingrid Hemmer. In: Zeitschrift für Geographiedidaktik. Band 49, Nr. 3, 2021, S. 148–154, doi:10.60511/49126.</ref> Ab 1973 studierte sie Geographie, Germanistik und Nordistik an der Universität Münster und legte 1978 das erste Staatsexamen ab. Von 1979 bis 1981 absolvierte sie das Referendariat für das Lehramt am Gymnasium. 1981 folgte das zweite Staatsexamen.<ref name="ku">Wissenschaftlicher Werdegang Prof. Dr. Ingrid Hemmer. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, abgerufen am 9. September 2026.</ref> Von 1981 bis 1982 arbeitete Hemmer als Lehrerin an einem Gymnasium. Von 1982 bis 1987 war sie als Hochschulassistentin am Institut für Didaktik der Geographie der Universität Münster tätig.<ref>Ehemalige Mitarbeiter/innen. In: Universität Münster, Institut für Didaktik der Geographie. Universität Münster, abgerufen am 9. September 2026.</ref> 1984 wurde sie an der Universität Bamberg mit der Arbeit Entwicklung und Struktur der Rentierwirtschaft in Finnmark und Troms (Nordnorwegen) promoviert.<ref name="ku" />
Von 1987 bis 1991 war Hemmer Privatdozentin und Akademische Rätin am Lehrstuhl für Didaktik der Geographie der Universität Augsburg.<ref name="unipress">Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät. Dr. Ingrid Hemmer. In: Universität Augsburg (Hrsg.): UniPress. Die Zeitschrift der Universität Augsburg. Nr. 3/1991, Personalia, S. 63 (uni-augsburg.de [PDF; abgerufen am 9. September 2026]).</ref><ref name="ua">Geschichte des Lehrstuhls. In: Universität Augsburg, Institut für Didaktik der Geographie. Abgerufen am 9. September 2026.</ref> Daneben unterrichtete sie von 1988 bis 1990 nebenamtlich am Lessing-Gymnasium in Neu-Ulm beschäftigt.<ref name="ku" /> 1990 habilitierte sie sich an der Universität Augsburg mit der Arbeit Untersuchungen zum wissenschaftspropädeutischen Arbeiten im Geographieunterricht der Oberstufe.<ref name="ua" />
1991 erhielt Hemmer Rufe auf Professuren an den Universitäten Bamberg, Eichstätt und Gießen<ref name="unipress" /> und nahm den Ruf als Professorin für Didaktik der Geographie an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt an. Von 1996 bis 1997 unterrichtete sie erneut nebenamtlich am Lessing-Gymnasium.<ref name="ku" /> 2020 trat sie in den Ruhestand ein.<ref>„Hochschulen tragen eine besondere Verantwortung für nachhaltige Entwicklung“. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 28. Mai 2020, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
Funktionen[Bearbeiten]
Ingrid Hemmer bekleidet bzw. bekleidete unter anderem folgende Ämter:
- Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG)<ref>++PERSONEN ++ GREMIEN ++ PREISE++. In: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (Hrsg.): Agora. Magazin der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. 27. Jahrgang, Nr. 2, 2011, Bücher & Personen, S. 29 (ku.de [PDF; abgerufen am 9. September 2026]).</ref>
- Ehrenvorsitzende des Hochschulverbands für Geographie und ihre Didaktik (HGD), Vorsitzende von 1996 bis 2014<ref>Rainer Mehren: Von der „Geographie und ihrer Didaktik“ zur „Geographiedidaktik“. Eine Würdigung der HGD-Ehrenvorsitzenden Ingrid Hemmer. In: Zeitschrift für Geographiedidaktik. Band 49, Nr. 3, 2021, S. 155–157, doi:10.60511/49124.</ref>
- Stellvertretende Vorsitzende des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt<ref>Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung: Neue Struktur und neue Leitung. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 19. Juli 2016, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
- Herausgeberin der Zeitschrift für Geographiedidaktik (ZGD)<ref>Impressum. In: Zeitschrift für Geographiedidaktik. Berlin Universities Publishing, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
- Nachhaltigkeitsbeauftragte der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt<ref>Prof. Dr. Ingrid Hemmer (i.R.). Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
- Sprecherin des Netzwerks Hochschule und Nachhaltigkeit Bayern<ref>Freiheit verpflichtet?! - 4. Symposium „Nachhaltigkeit in der Wissenschaft“ (SISI) 2018. Prof. Dr. Ingrid Hemmer. Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, 17. Juli 2018, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
- Mitglied des Runden Tisches UN-Dekade Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (2010–2014)<ref>Professorin Ingrid Hemmer am Runden Tisch der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 17. Februar 2010, abgerufen am 9. September 2026.</ref><ref>Hemmer erneut Mitglied des Runden Tisches zur UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 11. April 2013, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
- Mitglied des Nationalkomitees für die deutschen UNESCO Global Geoparks<ref>Mitglieder des Nationalkomitees für UNESCO Global Geoparks in Deutschland. In: Nationalkomitee für Geodäsie und Geophysik (Hrsg.): Protokoll der gemeinsamen Sitzung des Deutschen Nationalkomitees für die International Union of Geological Sciences (IUGS-DNK), des Landesausschusses für das International Geoscience Programme (IGCP-LA) und des Nationalen Komitees für Geodäsie und Geophysik (NKGG) am 03. November 2016 im Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F), Frankfurt. 3. November 2016, Anhang A (nkgg.de [PDF]).</ref>
Ehrungen[Bearbeiten]
Für ihre Verdienste erhielt Hemmer im Juni 2018 die Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt.<ref>Prof. Dr. Ingrid Hemmer. Laudatio für Frau Prof. Dr. Ingrid Hemmer. Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, abgerufen am 9. September 2026.</ref>
Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]
- Entwicklung und Struktur der Rentierwirtschaft in Finnmark und Troms (Nordnorwegen) (= Bamberger wirtschaftsgeographische Arbeiten. Band 1). Fach Wirtschaftsgeographie d. Univ. Bamberg, Bamberg 1985 (347 S.).
- Untersuchungen zum wissenschaftspropädeutischen Arbeiten im Geographieunterricht der Oberstufe (= Geographiedidaktische Forschungen. Band 21). Lehrstuhl für Didaktik der Geographie, Nürnberg 1992, ISBN 978-3-925319-08-2 (245 S.).
- Mit Helmut M. Selzer (Hrsg.): Für eine Schule der Zukunft. fachdidaktische Beiträge aus der Katholischen Universität Eichstätt 1996 bis 1998. Röll, Dettelbach 1999, ISBN 978-3-89754-144-3 (205 S.).
Literatur[Bearbeiten]
- Rainer Mehren: Von der „Geographie und ihrer Didaktik“ zur „Geographiedidaktik“. Eine Würdigung der HGD-Ehrenvorsitzenden Ingrid Hemmer. In: Zeitschrift für Geographiedidaktik. Band 49, Nr. 3, 2021, S. 155–157, doi:10.60511/49124.
- Michael Hemmer: Mehr als ein Leben für die Geographiedidaktik. Laudatio für Ingrid Hemmer. In: Zeitschrift für Geographiedidaktik. Band 49, Nr. 3, 2021, S. 148–154, doi:10.60511/49126.
Weblinks[Bearbeiten]
- Ingrid Hemmer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Vorlage:Researchgate
- Ingrid Hemmer auf der Website der Universität Eichstätt-Ingolstadt
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hemmer, Ingrid |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Geographin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 23. April 1954 |
| GEBURTSORT | Hamm |