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Iota subscriptum

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Datei:Greek iota placement 01.svg
Altgriechisches Wort Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., Dativ Singular zu Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. „Gesang, Lied, Ode“, mit zwei farblich hervorgehobenen Iota subscripta

Das Iota subscriptum (lateinisch, „untergeschriebenes Iota“; Vorlage:GrcS „[die] Daruntergeschriebene“) ist ein diakritisches Zeichen in der polytonischen Schreibart der griechischen Schrift. Es hat die Form des kleinen Buchstaben Iota (Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.), der unter ein Alpha, Eta oder Omega gesetzt wird:
Vorlage:Grek

Bei Großbuchstaben vermeidet man das Iota subscriptum und setzt das Iota stattdessen meist als Iota adscriptum neben den vorangehenden Vokal (Vorlage:Grek). Das Iota adscriptum ist daran zu erkennen, dass Akzente und Spiritus nicht wie bei Diphthongen auf dem zweiten Vokal, hier dem Iota, sondern vor dem ersten Vokal stehen (z. B. bei „Hades“: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., zu unterscheiden von der unkontrahierten poetischen Form Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.).

In archaischer und klassischer Zeit verfügte die altgriechische Sprache über die Langdiphthonge āi, ēi und ōi, die Vorlage:Grek, Vorlage:Grek und Vorlage:Grek geschrieben wurden. Dass das Vorlage:Grek noch im Frühhellenismus als Diphthong gesprochen wurde, zeigt sich daran, dass das griechische Wort Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. als Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. ins Lateinische übernommen wurde (analog für das Paar Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden./Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.). Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. verstummte der zweite Bestandteil des Diphthongs offenbar und wurde auch in der Schrift immer öfter weggelassen, verschwand aber infolge attizistischer Strömungen nie ganz aus der orthographischen Tradition. Im 12. Jahrhundert entwickelte sich in der byzantinischen Minuskelschrift der Brauch, dieses Iota als kleinen Strich unter den vorangehenden Buchstaben zu setzen.<ref>Raphael Kühner, Friedrich Blass: Ausführliche Grammatik der griechischen Sprache. Erster Teil: Elementar- und Formenlehre I. 3., neubearbeitete Aufl., Hannover 1890, S. 56 f.Vorlage:WartungsURL und S. 62Vorlage:WartungsURL (Digitalisat bei Archive.org).</ref>

Heute wird in den meisten Textausgaben das Iota subscriptum gesetzt, in der gängigen Schulaussprache des Altgriechischen wird das i nicht gesprochen. Bei der alphabetischen Anordnung (z. B. in Wörterbüchern) wird es nicht mitgezählt. Bei der Transkription altgriechischer Wörter wird es meist ausgelassen (z. B. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. statt Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.). Einzig in der wissenschaftlichen Transliteration wird es durch ein j oder einen untergesetzten Punkt wiedergegeben.

Im Neugriechischen wurde das Iota subscriptum – ebenso wie Gravis, Zirkumflex, Spiritus asper (rauer Hauchlaut) und Spiritus lenis (leichter Hauchlaut) – während der Sprachreform von 1982 beseitigt, nachdem die Katharevousa von der Dimotiki als Amtssprache abgelöst wurde. Das Iota adscriptum war im neugriechischen Sprachgebrauch schon gar nicht vertreten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

Vorlage:Klappleiste/Anfang ´ (Akut) | ` (Gravis) | ι (Iota adscriptum) | ι (Iota subscriptum) | ῾ (Spiritus asper) | ᾿ (Spiritus lenis) | ῀ (Zirkumflex)

Siehe auch: Polytonische Orthographie Vorlage:Klappleiste/Ende