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Isabelle Stever

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Datei:Isabelle Stever 2022.jpg
Isabelle Stever (2022)

Isabelle Stever (* 17. Dezember 1963 in München) ist eine deutsche Filmregisseurin und Drehbuchautorin. Zu ihren international auf Filmfestivals gezeigten Spielfilmen gehören Gisela (2005), Grand Jeté (2022) und I Rarely Wake Up Dreaming (2026)

Leben und Werk[Bearbeiten]

Kindheit und Jugend verbrachte Stever in München, Paris und Nordrhein-Westfalen. Sie schloss ihr Mathematikstudium an der TU Berlin ab und studierte anschließend an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.<ref>Isabelle Stever auf daserste.de, abgerufen am 12. August 2011</ref> Ihr dortiger Abschlussfilm Erste Ehe (2003) erhielt den First Steps Award für den besten Spielfilm. Stever drehte mit Gisela (2005) einen weiteren langen Spielfilm, an dem sie ebenfalls als Drehbuchautorin beteiligt war. 2009 steuerte sie einen Kurzfilm zu dem Projekt der, laut dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel, „deutschen Regie-Elite“ Deutschland 09 bei.<ref>„Das ist ein Film in Friedenszeiten“ – Interview zu Deutschland 09 auf artechock.de vom 2. April 2009, abgerufen am 12. August 2011</ref>

Gisela basiert auf dem gleichnamigen Buch von Anke Stelling und Robby Dannenberg. Das Drehbuch schrieben Stelling und Stever gemeinsam. Der Film bildete den Ausgangspunkt einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen Stever und Stelling.<ref>Gisela. In: Zeughauskino | Deutsches Historisches Museum. Abgerufen am 20. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Nach Gisela realisierte Isabelle Stever Glückliche Fügung (2010) und Das Wetter in geschlossenen Räumen (2015).

Im Filmdienst hebt Ulrich Kriest hervor, dass Stever Glückliche Fügung formal durchdacht und distanziert inszeniert. Kriest sieht darin einen bewussten Verzicht auf eine psychologische Erklärung ihrer Hauptfigur.<ref>Ulrich Kriest: Glückliche Fügung. In: Filmdienst. Abgerufen am 20. August 2026.</ref>

Auch in späteren Arbeiten wurde Stevers formale Eigenständigkeit von der Filmkritik hervorgehoben. Christiane Peitz bezeichnete Gisela und Das Wetter in geschlossenen Räumen im Tagesspiegel rückblickend als "formal sehr eigensinnige Werke".<ref>Christiane Peitz: Im Kino: Isabelle Stevers "Grand Jeté": Mein Körper gehört nicht mir. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 20. August 2026]).</ref>

Bei Das Wetter in geschlossenen Räumen, an dessen Dramaturgie Harun Farocki beteiligt war, wurde Stever beim 2morrow Film Festival in Moskau für die beste Geschichte ausgezeichnet.<ref>Isabelle Stever | filmportal.de. Abgerufen am 20. August 2026.</ref> Die Hauptdarstellerin Maria Furtwängler erhält 2016 den Preis der deutschen Schauspielkunst auf dem Festival des deutschen Filmes in Ludwigshafen.<ref>Schauspiel-Preis an Maria Furtwängler. 4. Mai 2016, abgerufen am 21. August 2026.</ref>

Auch das Drehbuch zu Glückliche Fügung entstand gemeinsam mit Anke Stelling. Grand Jeté basiert auf Stellings Roman Fürsorge und war nach Gisela und Glückliche Fügung eine weitere Regiearbeit Isabelle Stevers in Zusammenarbeit mit Anke Stelling.<ref>Glückliche Fügung | filmportal.de. Abgerufen am 20. August 2026.</ref>

Von Oktober bis Dezember 2021 war Stever Filmstipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles.<ref>Isabelle Stever. In: Villa Aurora. Abgerufen am 20. August 2026.</ref>

Mit der Drehbuchautorin Anna Melikova arbeitete Stever erstmals bei Grand Jeté zusammen. Melikova schrieb das Drehbuch nach Anke Stellings Roman Fürsorge. Grand Jeté hatte im Jahr 2022 Premiere im Panorama der Berlinale. Katja Nicodemus beschrieb in der Zeit, dass Stever gerade durch das Überschreiten konventioneller filmischer und sprachlicher Erklärungsmuster Wirkung erzeugt.<ref>Katja Nicodemus: "Grand Jeté": Betörend verstörend. In: Die Zeit. 19. August 2022, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 20. August 2026]).</ref> Der Roman Fürsorge wurde im Jahr 2007 von Stever bei Anke Stelling, nach einer Idee der Schauspielerin Franziska Petri, in Auftrag gegeben. Der Roman wurde im Jahr 2017 veröffentlicht.<ref>Fürsorge – Verbrecher Verlag. Abgerufen am 21. August 2026.</ref>

2023 gehörte Stever gemeinsam mit Cătălin Cristuțiu und Sky Hopinka der Internationalen Kurzfilmjury der Berlinale an.<ref>Berlinale Shorts: International Short Film Jury 2023. In: Berlinale Shorts. 1. Februar 2023, abgerufen am 20. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Zusammenarbeit mit Anna Melinkova setzte sie zu I Rarely Wake Up Dreaming fort,<ref>Selten wache ich träumend auf | filmportal.de. Abgerufen am 20. August 2026.</ref> der Spielfilm wurde 2026 in den internationalen Wettbewerb des Locarno Film Festivals eingeladen.

Lehre[Bearbeiten]

Isabelle Stever ist seit 2006 freie Dozentin für Filmregie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin.<ref>Dozierende. In: DFFB. Abgerufen am 20. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sie unterrichtet seit 2013 an der Filmakademie Baden-Württemberg.

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Isabelle Stever – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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