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Islay

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Islay (Ìle)

Datei:Islay topographic map-de.svg
Topografische Karte von Islay
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Innere Hebriden
Geographische Lage 55° 47′ N, 6° 14′ WKoordinaten: 55° 47′ N, 6° 14′ W
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Datei:UK Islay.PNG
Lage von Islay (Ìle)
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Fläche Skriptfehler: Ein solches Modul „Measure“ ist nicht vorhanden.
Höchste Erhebung Beinn Bheigeir
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Einwohner Vorlage:FormatNumDef ()
5,2 Einw./km²
Hauptort Bowmore
Datei:Islay map-de.svg
Straßenkarte von Islay
Straßenkarte von Islay

Islay ([<templatestyles src="IPA/styles.css" />ˈaɪləSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.] <phonos file="islay.ogg">englisch</phonos>/?, Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.) ist die südlichste und fruchtbarste Insel der Inneren Hebriden und gehört zur Council Area Argyll and Bute. Sie ist vor allem für die dort produzierten Whiskys bekannt.

Geographie[Bearbeiten]

Die Insel hat eine Größe von 619,6 km², ist etwa 40 km lang und hat eine maximale Breite von 32 km. Die höchste Erhebung ist 491 m hoch. Von Norden und Süden ragen die Meeresarme Loch Gruinart und Loch Indaal tief in das Innere der Insel. Die nach Südwesten ins Meer ragende Landzunge wird Rhinns of Islay genannt. Die im äußersten Süden der Insel gelegene Halbinsel heißt The Oa und ist eine felsige Region. Von der benachbarten Insel Jura trennt sie der Sound of Islay.

Auf Islay leben 3228 Einwohner (Stand: 2011).<ref>Zensusdaten 2011</ref> Hauptort ist Bowmore mit 860 Einwohnern (Schätzung 2004).<ref>General Register Office for Scotland: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Zu den weiteren Ortschaften zählen Port Ellen, Port Askaig und Port Charlotte.

Das Klima ist dank des Golfstroms recht mild.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Ila Insula by Blaeu 1665.jpg
Historische Karte von Islay (ILA INSVLA)

Die ersten Siedler waren Jäger und Sammler, die während der Mittelsteinzeit nach Islay kamen. 1993 wurde ein Feuerstein gefunden, der vor 12.000 Jahren als Werkzeug benutzt worden war. Columban kam im 5. Jahrhundert auf seinem Weg von Irland nach Iona offenbar nach Islay. Die Insel war damals Teil des Königreichs Dalriada. Vom 14. bis 16. Jahrhundert regierten die Lords of the Isles die schottische Westküste. Sie hatten lange ihren Sitz auf Islay. 1408 wurde von ihnen die gälischsprachige Islay Charter unterzeichnet. 1726 wurde Islay von Daniel Campbell erworben. Bis 1853 blieb die Insel im Besitz seiner Familie, bevor sie an James Morrison verkauft wurde.

Bereits ab den 1830er Jahren begann die Bevölkerungszahl zu sinken. Grund waren wie in vielen Teilen Schottlands die Highland Clearances, durch die viele Bewohner zur Emigration gezwungen wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde auf Islay ein Militärflugplatz gebaut, der seit Beendigung des Krieges als Islay Airport für zivile Zwecke genutzt wird. Anfang dieses Jahrtausends wurde auf Islay eine Zweigstelle des gälischsprachigen College Sabhal Mòr Ostaig eröffnet.

Linguistische und genetische Untersuchungen von 2022 deuten darauf hin, dass viele der alteingesessenen Familien von Wikingern aus dem heutigen Norwegen abstammen, die sich mit der Zeit sprachlich angepasst haben.<ref>Why the Vikings never left Scotland.In: bbc.com. 6. Juni 2022, abgerufen am 26. Juni 2023 (englisch).</ref>

Erster Weltkrieg[Bearbeiten]

Während des Ersten Weltkriegs sanken 1918 zwei Truppentransportschiffe innerhalb weniger Monate vor Islay. Das britische Passagierschiff SS Tuscania wurde am 5. Februar von SM UB-77 torpediert, wobei über 160 Menschen ums Leben kamen Das Wrack liegt in tiefem Wasser 6,4 km westlich des Mull of Oa. Am 6. Oktober wurde die HMS Otranto in einen Zusammenstoß mit der HMS Kaschmir bei schwerer See verwickelt, als sie Truppen aus New York kommend beförderte. Otranto verlor die Steuerung und trieb auf die Westküste der Rinns zu. Als Antwort auf ihr SOS ging der Zerstörer HMS Mounsey längsseits und konnte über 350 Mann retten. Dennoch sank die Otranto an der Küste in der Nähe der Machir Bay mit Verlust von insgesamt 431 Menschenleben. Das amerikanische Rote Kreuz errichtete nahe dem Südkap Oa ein Denkmal zum Gedenken an den Untergang dieser beiden Schiffe. In Kilchoman wurde ein Militärfriedhof angelegt, auf dem die Toten beider Nationen der letztgenannten Katastrophe begraben wurden (bis auf eine wurden später alle amerikanischen Leichen exhumiert und in die Heimat gebracht).<ref>Glenn Campbell: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Am 4. Mai 2018, 100 Jahre nach den Tragödien, fanden auf Islay verschiedene Gedenkfeiern statt. In Port Ellen nahm HRH Anne, Princess Royal an der Hauptveranstaltung teil. Von deutscher Seite waren u. a. die Geschäftsträgerin a. i. der Botschaft London, Gesandte Tania Freiin von Uslar-Gleichen, und Flottillenadmiral Jens Nemeyer anwesend.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Flora und Fauna[Bearbeiten]

Auf der Insel findet man zahlreiche Vogelarten. Dazu zählen die Alpenkrähe, Kornweihe, Seeadler, Austernfischer, Kormorane und viele Watvogelarten. Im Februar finden sich viele Weißwangengänse auf Islay ein.

Auf Islay lebt eine Rotwild-Population von etwa 5000 Tieren, während ehemals hier heimische Bestände von Wölfen und Braunbären heute ausgerottet sind.<ref name="geo360">GEO 360° „Das Whisky-Geheimnis von Islay“, arte 21. November 2010</ref>

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Islay's Tallest Standing Stone - geograph.org.uk - 1779100.jpg
Der mit rund 4 Metern Höhe größte Menhir der Insel bei Ballinaby
Datei:Burnt mound at Borichill, Islay - geograph.org.uk - 3349268.jpg
Der Burnt Mound von Borichill

Die Clyde Tombs von Cragabus auf der Halbinsel The Oa, Cnoc an Altair, Frachdale und Nereabolls (Giant’s Grave oder Slochd Measach)<ref>Giant’s Grave</ref> der Cairn von Carnduncan, der Steinkreis von Cultoon und die Achnacarranan Stones gehören neben der mittelalterlichen St. Ciaran’s Chapel mit ihrem Stein mit Cup-and-Ring-Markierungen ebenso zu den Sehenswürdigkeiten wie die Menhire von Carragh Bhan und Ballinaby oder das Hillfort Dun Nosbridge und die Keltenkreuze von Kildalton und Kilnave.

Das stark verwitterte frühchristliche Kreuz von Kilnave aus dem 5. Jahrhundert steht an der Nordküste westlich der Bucht von Gruinart auf der Halbinsel Ardnave vor der Ruine der gleichnamigen Kapelle. Kreuz und Kapelle sind im nationalen Denkmalregister verzeichnet.

In der Nähe der Bunnahabhain-Destillerie ist das Schiffswrack der Wyre Majestic zu sehen, die dort im Oktober 1974 auf Grund lief. Im Nordosten der Insel befinden sich auf einer Insel im Loch Finlaggan die Ruinen von Finlaggan Castle, dem einstigen Sitz der Lords of the Isles. Angeschlossen ist ein Heimatmuseum.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Whisky[Bearbeiten]

Datei:Distilleries Islay.png
Whiskybrennereien auf Islay

Eine wichtige Einnahmequelle der Insel ist neben der Landwirtschaft die Produktion von Whisky und der damit verknüpfte Tourismus. Anders als die anderen Inseln der Hebriden bildet Islay eine eigene Whiskyregion und wird weder zu den Islands noch zu den Highlands gerechnet.

Zurzeit sind 12 Brennereien aktiv:

Der Plan, die Port-Charlotte-Brennerei wieder zu eröffnen, ist vorerst auf unbekannte Zeit verschoben worden.<ref>Wiedereröffnung der Port Charlotte nicht 2016 https://whiskyexperts.net/port-charlotte-wiedereroeffnung-nicht-2016/</ref> Von 1825 bis 1929 hieß die Destillerie Lochindaal. So sollte die Destillerie auch nach dem Wiederaufbau heißen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref>

Im Oktober 2018 hat Ardnahoe als neunte Destillerie der Insel den Betrieb aufgenommen.<ref>Ardnahoe (englisch)</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Sie liegt zwischen den Brennereien Caol Ila und Bunnahabhain. Die 1983 geschlossene Port Ellen wurde von Diageo im März 2024 wiedereröffnet.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Nicht mehr in Betrieb – neben Port Charlotte – sind<ref>Ehemalige Whiskybrennereien (mit Bildern; engl.)</ref><ref>Misako Udo: The Scottish Whisky Distilleries. The ultimate Companion for the Whisky Enthusiast. Black & White Publishing, Edinburgh 2006, ISBN 1-84502-130-4.</ref><ref>The Lost Distilleries of Scotland (mit Bildern; engl.)</ref>

  • Achenvoir (1816–1818)
  • Ardenistiel (1837–1868) auf dem Gelände von Laphroaig, auch als Kildalton (1849–1852) und Islay (1852–1866) bekannt
  • Ardmore (1817–1837), mit Lagavulin zusammengelegt
  • Bridgend (1818–1822)
  • Daill (1814–1834)
  • Freeport (–1847)
  • Glenavullen (1827–1832)
  • Killarow (–1766, 1821–1822)
  • Lossit (1821–1860), auch als Ballygrant (1821–1826) bekannt
  • Malt Mill (1908–1960) auf dem Gelände von Lagavulin
  • Mulindry (1826–1831)
  • Newton (1819–1837)
  • Octomore (1816–1852)
  • Octovullin (1816–1819)
  • Scarrabus (1817–1818)
  • Tallant (1821–1852)
  • Torrylin
  • Upper Cragabus

Stromerzeugung[Bearbeiten]

Datei:Wave energy power generator - geograph.org.uk - 1419261.jpg
Wellenkraftwerk

1,3 Kilometer nordwestlich von Portnahaven an der Westküste befand sich das erste Wellenkraftwerk der Welt, das ins öffentliche Stromnetz speist. Die Anlage namens Limpet 500 wurde 2001 von der schottischen Firma Wavegen, einer hundertprozentigen Tochter der deutschen Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH & Co. KG, gebaut und hatte eine Nennleistung von 0,5 MW.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Anlage ist inzwischen nicht mehr in Betrieb und wurde entkernt. Lediglich das Gebäude steht noch.

Es gibt Planungen für ein Gezeitenkraftwerk im Sound of Islay zwischen Islay und Jura, südlich von Port Askaig.<ref>Memorandum of understanding signed between Alstom and Scottish Power: renewables for tidal power devices. alstom.com (englisch), abgerufen am 17. September 2017</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. islayenergytrust.org.uk (englisch), abgerufen am 17. September 2017</ref>

Landwirtschaft[Bearbeiten]

Auf Islay gibt es rund 30.000 Schafe.

Verkehr[Bearbeiten]

Datei:Port Ellen of Islay.jpg
Port Ellen

Es gibt zwei Fährhäfen, Port Ellen im Südosten und Port Askaig im Nordosten, die die Insel mit Kennacraig auf der Halbinsel Kintyre verbinden. Eine kurze Fährverbindung zur Insel Jura existiert von Port Askaig. Die A846 und die A847 sind die Hauptverkehrsstraßen der Insel.

Der Flughafen von Islay verbindet täglich mehrfach mit Glasgow.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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[[wikt:Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.|Wiktionary: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.]] – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Canna | Coll | Colonsay | Eigg | Eorsa | Gigha | Gometra | Inch Kenneth | Iona | Islay | Jura | Lismore | Longay | Luing | Muck | Mull | Oronsay | Orsay | Pabay | Raasay | Rona | Rùm | Sanday | Scalpay | Seil | Skye | Soay | Staffa | Tiree | Treshnish Isles | Ulva Vorlage:Klappleiste/Ende

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