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Ispoure

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ispoure
Izpura
Ispoure (Frankreich)
Ispoure (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Bayonne
Kanton Montagne Basque
Gemeindeverband Pays Basque
Koordinaten 43° 10′ N, 1° 14′ WKoordinaten: 43° 10′ N, 1° 14′ W
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Höhe 130–660 m
Fläche –
Einwohner 667 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 64220
INSEE-Code 64275
Datei:Izpura ikuspegia1.jpg
Blick auf Ispoure

Ispoure (baskisch Izpura)<ref>Lieux - toponymie: Izpura (Garazi). Königliche Akademie der Baskischen Sprache, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> ist eine französische Gemeinde mit 667 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bayonne und zum Kanton Montagne Basque (bis 2015: Kanton Saint-Jean-Pied-de-Port).

Die Einwohner werden Izpurar genannt.

Geographie[Bearbeiten]

Ispoure liegt ca. 55 km südöstlich von Bayonne und in unmittelbarer Nachbarschaft von Saint-Jean-Pied-de-Port im historischen Landstrich Pays de Cize ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) der historischen Provinz Nieder-Navarra im französischen Teil des Baskenlands.

Die höchste Erhebung im Gebiet der Gemeinde ist der Pic d’Arradoi (660 m).<ref>géoportail - Ispoure. Institut national de l’information géographique et forestière, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Umgeben wird Ispoure von den Nachbargemeinden:

Ossès Jaxu
Ascarat Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Saint-Jean-le-Vieux
Uhart-Cize Saint-Jean-Pied-de-Port

Ispoure liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Einer seiner Nebenflüsse, die Nive, markiert die westliche Grenze zur Nachbargemeinde Ascarat. Der Laurhibar, ein Zufluss der Nive, fließt an der südlichen Gemeindegrenze zur Nachbargemeinde Saint-Jean-Pied-de-Port entlang. Der Ruisseau Arzuby, ein Nebenfluss des Laurhibar, durchströmt das Gemeindegebiet, der Pagolako Erreka entspringt und mündet in die Nive auf dem Gebiet der Gemeinde.<ref>Ma commune : Ispoure. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wurde im 13. Jahrhundert erstmals in den Schriften erwähnt, im 14. Jahrhundert zählte man ungefähr zwanzig Adelshäuser in Ispoure. Das bekannteste ist das Haus Larrea, das einer Familie gehörte, die den Königen von Navarra, anschließend der Königin Jeanne d’Albret nahestand, für die sie in den Hugenottenkriegen im 16. Jahrhundert Partei ergriff. Von 1566 bis zur Französischen Revolution bekleideten die Larreas dank ihrer Verbindungen das Amt des Kastellans in Saint-Jean-Pied-de-Port. 1724 wurde Ispoure vom französischen König Ludwig XV. zum Baronat zugunsten von Pierre de Larrea erhoben.<ref name="visite">Conseil régional d’Aquitaine: Ispoure. Visites en Aquitaine, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. September 2016; abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="ascarat">Guy Ascarat: Armorial Communes Basques (armorial-communes-basques.com). Abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Die Pfarrgemeinde von Ispoure hatte das Priorat von Madeleine in Saint-Jean-le-Vieux als Filialgemeinde, das zur Abtei der Prämonstratenser in Lahonce gehörte.<ref name="ascarat" />

Toponyme und Erwähnungen von Ispoure waren:

Wappen[Bearbeiten]

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Wappen von Ispoure

Die Gemeinde trägt das Wappen seit 1997, das sich nach Guy Ascarat, Heraldiker und Historiker, folgendermaßen interpretieren lässt.

Das Wappen ist vom Wappen der Familie Eliceiry de Lantabat abgeleitet. Der Rabe wurde durch eine Taube in diesem Wappen ersetzt. Die Familie erlangte die Grundherrschaft von Ispoure im 18. Jahrhundert durch eine Heirat von Pierre II. d’Eliceiry mit Marie d’Ainciondo, der Erbin der Grundherrschaft. Angehörige der Familie blieben Grundherrn bis zur Revolution.<ref name="ascarat" />

Der Baum symbolisiert die Kraft und die Unverwundbarkeit in seinem Kampf gegen die Elemente. Die Idee von Haltbarkeit und Unsterblichkeit ist verknüpft mit der regelmäßigen Erneuerung. Die Taube ist ein Attribut des Geistes, der den Baum des Lebens verlässt und zum Himmel gelangt.<ref name="ascarat" />

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Vom Beginn der Aufzeichnungen während der Französischen Revolution stieg die Zahl der Einwohner bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts auf ein Niveau von rund 550. Anders als bei den meisten ländlichen Gemeinden setzte in dieser Zeit keine Landflucht ein, die Gemeinde wuchs bis zu den 1960er Jahren auf 734 Einwohner. Daraufhin sank die Zahl der Einwohner bis kurz nach der Jahrtausendwende auf rund 600, bis sie in den letzten Jahren wieder eine steigende Tendenz aufwies.

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2009 2023
Einwohner 734 707 685 671 674 618 602 602 667

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Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999,<ref>Notice Communale Ispoure. EHESS, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> INSEE ab 2006<ref>Populations légales 2006 Commune d’Ispoure (64275). INSEE, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Populations légales 2014 Commune d’Ispoure (64275). INSEE, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Izpura eliza.jpg
Pfarrkirche Saint-Laurent von Ispoure
  • Schloss von Larrea. Die Familie Larrea wurde bereits im 13. Jahrhundert in den Schriften erwähnt und stammt ursprünglich aus der Provinz Gipuzkoa im spanischen Baskenland. In der Liste der Haushalte des Königreichs Navarra wird der Adelssitz der Familie 1366 und 1412 erwähnt. Der Bau des heutigen Schlosses als Umbau des früheren Festen Hauses geht vermutlich auf den Beginn des 16. Jahrhunderts zurück. Die Fensteröffnungen des östlichen Flügels datieren aus diesem Zeitraum. Das Schloss ist auf der Karte von Cassini von 1750 eingezeichnet. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde ein Gebäude an der Nordseite hinzugefügt, in dem die Empfangszimmer mit Täfelung und Stuck am Ende des 18. Jahrhunderts eingerichtet wurden. Im 19. und im 20. Jahrhundert wurde das Schloss restauriert. Zugemauerte Schießscharten sind oberhalb des Fußbodens in der ersten Etage an der inneren Südwand zu bemerken. Das zweigeschossige Schloss zeigt einen rechteckigen Grundriss und ist mit zwei Rundtürmen an der südwestlichen Gebäudeecke und an der östlichen Wand ausgestattet. An dem östlichen Turm sind Scharten für Feuerwaffen sichtbar. Über dem Eingang in Rundbogenform befinden sich drei Sprossenfenster mit hervorspringender Fensterbank und mit Stäben verziert. In der Nähe des Schlosses befindet sich ein ehemaliger Bauernhof mit einem Stall und Heuboden im hinteren Teil des Wohngebäudes.<ref>maison forte appelée Château de Larrea in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), abgerufen am 1. Juni 2026</ref><ref>Conseil régional d’Aquitaine: Château de Larrea. Visites en Aquitaine, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/visites.aquitaine.fr (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref name="rumsey" />
  • Haus Laustaunea. Es wurde 1366 und 1388 als Adelssitz in den Schriften erstmals erwähnt und vermutlich am Ende des 13. oder zu Beginn des 14. Jahrhunderts als Festes Haus errichtet, um die Grenzen der Pays de Cize zu verteidigen. Im Laufe des 19. Jahrhunderts verlor es die beiden oberen seiner vermutlich vier Stockwerke. Weil im Übrigen keine größeren Umbauten durchgeführt wurden, bewahrte es seinen Charakter als Festes Haus mit einer Mauerdicke von 1,5 m und zahlreichen Schießscharten. Im 19. Jahrhundert wurde eine Öffnung für eine Toreinfahrt in die Nordwand gebrochen, um das Heu einfahren zu können. Vermutlich im gleichen Zeitraum wurde ein Haus als östliche Verlängerung des mittelalterlichen Gebäudes angebaut. Gemäß der Legende wurde das Haus Laustaunea von Laminaks, wohltätige Wichtel der baskischen Mythologie, in einer einzigen Nacht gebaut. Obwohl es unbewohnt nur als Schuppen verwendet wird, ist das Haus Laustaunea als nationales Kulturgut registriert.<ref>maison forte Lastaunea actuellement remise in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch), abgerufen am 1. Juni 2026</ref><ref>Conseil régional d’Aquitaine: Maison Laustaunea. Visites en Aquitaine, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/visites.aquitaine.fr (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Datei:AOC Irouléguy blanc.JPG
AOC Irouléguy blanc

Die Fondation Luro betreibt ein Klinikum und ein Altersheim in Ispoure.

Die Gemeinde liegt in den Zonen AOC des Weinbaugebiets Irouléguy, des Ossau-Iraty, eines traditionell hergestellten Schnittkäses aus Schafmilch, sowie der Schweinerasse und des Schinkens „Kintoa“.<ref>Institut national de l’origine et de la qualité : Rechercher-un-produit. Institut national de l’origine et de la qualité, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. Januar 2017; abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.inao.gouv.fr</ref>

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Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014<ref>Caractéristiques des établissements en 2014 Commune d’Ispoure (64275). INSEE, ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).@1@2Vorlage:Toter Link/www.insee.fr (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Gesamt = 86

Sport und Freizeit[Bearbeiten]

Der 7 km lange Rundwanderweg mit leichtem Schwierigkeitsgrad „Le pic d’Arradoy“ führt von der Orientierungstafel und dem Parkplatz Harrigibeleta auf den Pic d’Arradoi. Der ebenfalls 7 km langer Rundwanderweg „Etchaine“ mit leichtem Schwierigkeitsgrad führt vom Rathaus von Ispoure durch die Weinbergterrassen mit Möglichkeit zur Kombination mit dem Wanderweg auf den Pic d’Arradoi.<ref>Randonnée Ispoure. sentiers-en-france, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bildung[Bearbeiten]

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule mit 45 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2016/2017.<ref>École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 21. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Verkehr[Bearbeiten]

Ispoure ist erreichbar über die Routes départementales 22 und 933 (ehemalige Route nationale 133).

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Ispoure – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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