Israel ben Elieser
Israel ben Elieser ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), genannt Baʿal Schem Tov ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), abgekürzt BeSchT; geboren um 1700 in Okop bei Kamieniec-Podolski, Polen-Litauen; gestorben am 22. Mai 1760 in Meschbisch ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)), Woiwodschaft Podolien, Polen-Litauen) gilt als der Begründer der chassidischen Bewegung im Judentum. Zahlreiche Legenden sind überliefert, unter anderem über sein Wirken als Wundertäter. Er vertrat einen Pantheismus, also die Lehre vom Einssein Gottes mit seiner Schöpfung.
Leben[Bearbeiten]
Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Zahlreiche Einzelheiten seiner Biographie sind legendenhaft, so soll er u. a. Waise gewesen sein. Um 1735 kehrt er nach Podolien zurück und beginnt eine einfache und ungekünstelte Art des religiösen Fundamentalismus zu predigen.<ref>Kurt Schubert: Jüdische Geschichte. Beck, 7. Aufl., München 2012, S. 87f.</ref> Es scheint gesichert, dass er zweimal verheiratet war, mit seiner zweiten Frau einen Sohn und eine Tochter hatte und dass er im Mai 1760, am zweiten Tag des Wochenfestes (Schawuoth), im Schtetl Meschbisch in Podolien starb. Seine Tochter Odel (auch als Hodel oder Adel benannt) hatte zwei Söhne, die beide auch Rabbiner wurden: Rabbi Mosche Chajim Efraim von Sedilkow, Autor des Buches Degel Machne Efraim, und Rabbi Baruch von Tulczyn und Meschbisch.
Lehre[Bearbeiten]
Israel ben Elieser betonte die Verbindung zwischen dem Gebet und einer erotisch konnotierten Spiritualität. Er stellt die „Erregung“ heraus, die sich durch das Wiegen des Körpers beim Gebet einstellt und nennt „das Gebet eine Form des Verkehrs mit der Schechina“.<ref>Joanne Rosenthal, Miriam Goldmann, Titia Zoeter (Hrsg.): Sex. Jüdische Positionen. Katalog zur Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin. Hirmer, München 2024, ISBN 978-3-7774-4328-7, S. 171.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Martin Buber: Die Legende des Baalschem, 7. Auflage, umgearbeitete Neuausgabe, Manesse Verlag, Zürich 1993, ISBN 3-7175-1060-6.
- Eli Friedman: The Great Mission. The Life and Story of Rabbi Yisrael Baal Shem Tov. Übersetzt von Elchonon Lesches, New York 2004, ISBN 978-0-8266068-1-5.
- Karl Erich Grözinger: Jüdisches Denken, Theologie – Philosophie – Mystik, Bd. 2: Von der mittelalterlichen Kabbala zum Hasidismus. Frankfurt am Main 2005.
- Martin Buber: Des Baal-Schem-Tow Unterweisung im Umgang mit Gott. Des Rabbi Israel Ben Elieser genannt Baal-Schem-Tow, das ist Meister vom guten Namen, Unterweisung aus den Bruchstücken gefügt von Martin Buber. Mit Nachwort und Kommentar hrsg. von Lothar Stiehm. Schneider, Heidelberg 1981, ISBN 3-7953-0185-8.
- Isaac Bashevis Singer: Die Gefilde des Himmels: eine Geschichte vom Baalschem Tow. dtv, München 2004, ISBN 3-423-25220-0.
- Karl Erich Grözinger (Hrsg.): Die Geschichten vom Ba’al Schem Tov. Harrassowitz, Wiesbaden o. J., ISBN 3-447-03867-5.
- Rosy Lilienfeld: Bilder zur Legende des Baalschem. 1935.
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Israel ben Elieser im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Geschichten vom Baal Schem Tov
- Auszüge aus Martin Bubers „Erzählungen der Chassidim“ (PDF; 360 KB)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Israel ben Elieser |
| ALTERNATIVNAMEN | Baal Schem Tow; Baal Schem Tob; Baal Schem Tov; Bescht |
| KURZBESCHREIBUNG | Begründer des Chassidismus |
| GEBURTSDATUM | um 1700 |
| GEBURTSORT | Okop bei Kamenez-Podolsk (Ukraine) |
| STERBEDATUM | 22. Mai 1760 |
| STERBEORT | Miedzyboz |