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Ivan Jurcevic

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Datei:Ivan Jurcevic bei der Preisveleihung zum Besten Kroatischen Schauspieler 2016 in Bad Homburg.jpg
Ivan Jurcevic bei der Preisverleihung zum
„Besten Kroatischen Schauspieler“ 2016 in Bad Homburg<ref>( VIDEO)IVAN JURČEVIĆ Junaku Silvestarske noći iz Kölna učiteljica rekla “da”. Abgerufen am 25. Oktober 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Ivan Jurcevic (geboren 8. Juni 1971 in Split, Kroatien) ist ein deutscher Kickboxer, Schauspieler und Sicherheitsdienstleister kroatischer Abstammung. Im Kickboxen wurde er mehrfach Weltmeister. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er im Rahmen der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Köln, bei denen er als Türsteher eines Hotels Opfern Hilfe leistete und Schutz bot und später in Medien im In- und Ausland von seinen Erfahrungen berichtete.

Leben[Bearbeiten]

Jurcevic schloss eine Ausbildung zum Industriekaufmann ab. Er betreibt seit 1983 Kickboxen. Nach Europa- und Landesmeistertiteln wurde er darin 1998, 2004, 2006 und 2008 Weltmeister nach Version der Martial Arts Association (MAA)<ref name="Stimme2">Thomas Dorn: Nach Rücktritt vom Rücktritt wieder top, Heilbronner Stimme, 19. September 2008.</ref><ref name="Stimme1">Stefanie Pfäffle: Nur die Nase hat ihm noch keiner gebrochen, Heilbronner Stimme, 28. Juli 2006.</ref> und 2009 Vize-Weltmeister.<ref>Ivan Jurcevic Kickboxing Vize-Weltmeister, Heilbronner Stimme, 25. November 2009.</ref> 2011 gewann der Superschwergewichtler Jurcevic erneut die Weltmeisterschaft im Kickboxen, beendete seine sportliche Laufbahn und konzentrierte sich danach auf seine Schauspielkarriere.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.WM-Titel für den „Dino“ (Memento vom 6. März 2016 im Internet Archive), Ludwigsburger Kreiszeitung, 1. Juli 2011.</ref>

Bereits Ende der 1990er-Jahre absolvierte Jurcevic eine Schauspielausbildung am Kulturprojekt Spielhaus e.V. in Stuttgart. Unter dem Künstlernamen „Ivan Stein“ hatte er danach eine Reihe von Auftritten in Theater und Fernsehen, unter anderem in der Serie Verbotene Liebe.<ref name="Stimme1" /> Seit August 2017 spielt er als Erstbesetzung die Rolle des Tony Scibelli in Bodyguard-das Musical im Stage Palladium Theater in Stuttgart.<ref>Ivan Jurcevic wird Musical-Darsteller in Stuttgart. In: Echo24.de. 29. August 2017 (echo24.de [abgerufen am 25. Oktober 2017]).</ref><ref>Heilbronner Stimme. Abgerufen am 25. Oktober 2017.</ref>

Daneben betreibt Jurcevic ein Unternehmen für Sicherheitsdienstleistungen und einen Fitnessclub im hessischen Hohenahr. Unter anderem schützte er 2019 eine Veranstaltung mit Angela Merkel und Emmanuel Macron.<ref>Ivan Jurcevic sorgt in Aachen für Sicherheit: Dieser Lauffener beschützt Merkel und Macron, Echo24, 23. Januar 2019.</ref><ref name="Stimme2" />

Silvester 2015/16 in Köln[Bearbeiten]

In der Silvesternacht 2015/16 arbeitete Jurcevic als Türsteher im Excelsior Hotel Ernst neben dem Kölner Bahnhofsvorplatz.<ref name="Angstzone">Stefan Aust, Wolfgang Büscher, Anette Dowideit, Martin Lutz, Claus Christian Malzahn, Uwe Müller, Freia Peters, T.-R. Stoldt: Drei Stunden in der Angstzone: Eine Rekonstruktion, Die Welt, 10. Januar 2016.</ref> Nach Beginn der massenhaften sexuellen Übergriffe zwischen Hauptbahnhof und Kölner Dom baten ihn verängstigte Frauen um Hilfe, die von einer Gruppe junger Männer verfolgt wurden. Mit Sätzen wie „this is our girl“ (dt. ‚das ist unser Mädchen‘) forderten ihn die betrunkenen Verfolger auf, sich nicht einzumischen. Jurcevic versuchte zunächst, die Gruppe mit Worten zu vertreiben. Schließlich setzte er Schläge und Tritte ein. Die Männer entfernten sich daraufhin, wobei sie drohten „We kill you!“ (dt. ‚Wir bringen dich um!‘). Später beschrieb er, wie die Männer Gäste der Silvesterfeier des Hotels bespuckt hätten.<ref name="Bond">Claudia Hauser: Zeugen-Video bei Facebook millionenfach aufgerufen: Ivan Jurcevic – der „kroatische James Bond“ der Kölner Silvesternacht (mit Link zum Video), Kölner Stadt-Anzeiger, 9. Januar 2016.</ref>

Als das Ausmaß der Übergriffe nach und nach öffentlich eingeräumt wurde, nachdem die Polizei zunächst von einer „friedlichen Feier“ gesprochen hatte, stellte Jurcevic ein Video über seine Erlebnisse auf seine Facebook-Seite, das in wenigen Tagen 4,7 Millionen Male aufgerufen und fast 142.000 Mal geteilt wurde.<ref name="Bond" /> Darin schilderte er unter anderem eine Messerstecherei und einen Angriff, bei dem Männer einem am Boden Liegenden den Kopf eingeschlagen hätten. Weiter berichtete er, wie ein Mob aus jungen Männern gezielt Raketen auf den Dom abgeschossen und die Menge bei jedem Treffer applaudiert habe, ferner von Festnahmen durch die Polizei, bei denen Personen über eine Stunde auf dem Boden gelegen und nicht in die überfüllten Sammelstellen hätten gebracht werden können. Schließlich habe man sie freigelassen, woraufhin sie Polizeifahrzeuge bespuckt hätten. Wie viele andere habe auch er immer gedacht, solche Szenen „seien rechte Propaganda – aber das hier war eben echt“. Die Täter seien Leute gewesen, die man vor Wochen mit Teddybären am Bahnhof begrüßt habe.<ref name="Aust">Stefan Aust: Die Nacht, die alles verändert, Die Welt, 10. Januar 2016.</ref><ref>Claudia Hauser: Rosenmontag: Köln feiert weiter, Spiegel Online, 9. Februar 2016.</ref>

Nachdem der Direktor des Excelsior Hotel Ernst sich zunächst in einer offiziellen Erklärung von „fremdenfeindlichen Aussagen“ Jurcevics distanziert hatte, berichtete die Welt in der Ausgabe vom 10. Januar irrtümlich, er habe Jurcevic gekündigt. Daraufhin kam es auf der inoffiziellen Facebook-Seite des Hotels zu zahlreichen Protesten. Später erklärte das Hotel, Jurcevic sei selbständig, man könne ihm also gar nicht kündigen. Man arbeite nach wie vor mit der Sicherheitsfirma zusammen, die ihn beschäftige. Auch habe man sich explizit nicht distanziert „von der Hilfe, die Jurcevic vor Ort geleistet habe“, vielmehr habe man „das Sicherheitspersonal in der Nacht sogar angewiesen, Frauen hereinzulassen, die belästigt wurden“.<ref>Jenny Filon: Kölner Excelsior Hotel Ernst deaktiviert seine Facebook-Seite, Kölner Stadt-Anzeiger, 11. Januar 2016.</ref> Jurcevic erklärte, der Hoteldirektor sei immer korrekt zu ihm gewesen und seine Aussage falsch ausgelegt worden. Ihm selbst gehe es weniger um die Herkunft der Täter, sondern darum, dass so etwas nicht noch einmal passiere – dass Kriminelle sich unter dem Schutzmantel der Flüchtlingshilfe versteckten, Frauen angrapschten und damit integrierte ausländische Mitbürger in den Dreck zögen.<ref name="epoch">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Nach Shitstorm: Kölner Türsteher und Frauenretter stellt klar, dass er nicht „fremdenfeindlich“ ist (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.epochtimes.de, Epoch Times, 13. Januar 2016.</ref>

Zahlreiche nationale und internationale Medien interviewten Jurcevic zu den Ereignissen,<ref name="epoch" /> unter anderem CNN, BBC und ein französischer Fernsehsender.<ref name="Bond" /> Außerdem berichteten The Daily Caller (USA)<ref>Jacob Bojesson: Eyewitness Describes ‘Civil War Like’ Sex Assault Situation In Germany, The Daily Caller, 6. Januar 2016.</ref>, La Gaceta (Spanien)<ref>Un excampeón de kick boxing se enfrenta a los violadores de Colonia, La Gaceta, 14. Januar 2016.</ref> und Il Giornale (Italien)<ref>Andrea Riva: Ivan Jurcevic, l'eroe che ha salvato le donne di Colonia, Il Giornale, 13. Januar 2016.</ref>.

Filmografie[Bearbeiten]

Kino[Bearbeiten]

Kurzfilme[Bearbeiten]

  • 2000: Premierenfeier
  • 2001: Die verhexte Spieluhr (Regie: Simon Hausschild)
  • 2013: SYN Flood (Regie: Benedikt Marcowka)
  • 2014: Last Order (Regie: Ivan Jurcevic)
  • 2015: Der Zeichner (Regie: Ivan Jurcevic)

Auftritte in Fernseh-Shows / Video-on-demand[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Musikvideos[Bearbeiten]

  • 2014: Jeder meiner Freunde (Bushido)
  • 2015: Ghettoveteran (Kollegah)
  • 2015: Brot brechen (Bushido)
  • 2016: Betrugo (Jasko)
  • 2019: Bullets (Kollegah)

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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