Zum Inhalt springen

Jüch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Jüch
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=J%C3%BCch 50° 59′ N, 7° 8′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 50° 59′ 18″ N, 7° 8′ 11″ O
 {{#coordinates:50,988245|7,136315|primary
dim=10000 globe= name=Jüch region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Jüch (Bergisch Gladbach)
Jüch (Bergisch Gladbach)
Lage von Jüch in Bergisch Gladbach
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!

Jüch, auch Jügg, ist ein Ortsteil im Stadtteil Stadtmitte von Bergisch Gladbach.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Jüch überliefert einen frühneuzeitlichen Siedlungsnamen, der erstmals 1582 urkundlich als uf der Jüch aufgeführt wurde und im Urkataster als Auf der Jüchen im Bereich der heutigen Straße An der Jüch verzeichnet ist. Im 18. Jahrhundert nannte sich die kleine Hofstelle Jugger Gut. Sie gehörte der Familie von Gohr, die den Hof von einem Pächter bewirtschaften ließ.<ref name="schulte">Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Band 3, und vom Bergischen Geschichtsverein Abteilung Rhein-Berg e. V., Band 11, Bergisch Gladbach 1995, S. 126, ISBN 3-9804448-0-5</ref>

Aus Carl Friedrich von Wiebekings Charte des Herzogthums Berg 1789 geht hervor, dass Jüch zu dieser Zeit Teil der Honschaft Gladbach im gleichnamigen Kirchspiel war.<ref name="Fabricius2">Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz; Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794; Bonn; 1898</ref>

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Jüch wurde politisch der Mairie Gladbach im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Gladbach im Kreis Mülheim am Rhein. Mit der Rheinischen Städteordnung wurde Gladbach 1856 Stadt, die dann 1863 den Zusatz Bergisch bekam.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 als Juch und auf der Preußischen Uraufnahme von 1840 als Auf der Jüchen verzeichnet.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie Bemerkung
1822<ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref> 6 Hofstelle
1830<ref name="Restorff">Vorlage:Beschreibung Rheinprovinz 1830</ref> 10 Hofstelle
1845<ref>Vorlage:Uebersicht Ortschaften Cöln</ref> 12 1 Ackergütchen
1871<ref name="Gemeindelexikon1871">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1871</ref> 8 1 Einzelhaus gen. Jügg
1885<ref name="Gemeindelexikon1885">Vorlage:Gemeindelexikon Preußen 1885</ref> 7 1 Wohnplatz

In späteren Gemeindelexika ist Jüch nicht mehr einzeln aufgeführt.

Etymologie[Bearbeiten]

Das Wort Jüch leitet sich von dem mittelhochdeutschen jiuch (= 1 Joch Land) und lateinischen jugium (= das Joch) her. Es bezeichnet ein zusammenhängendes Stück Ackerland, das mit einem Joch Rinder, das heißt zwei vor einen Pflug gespannten Rindern, bearbeitet werden konnte. Diese Fläche entsprach etwa einem Morgen Land. Einer mundartlichen Deutung zufolge könnte es sich bei der Bezeichnung Jüch auch um ein Stück Land handeln, über das der Wind jücht (= jagt).<ref Name="schulte"/>

Literatur[Bearbeiten]

  • Anton Jux: Das Bergische Botenamt, die Geschichte Bergisch Gladbachs bis in die Preußische Zeit, herausgegeben vom Kulturamt der Stadt Bergisch Gladbach, Bergisch Gladbach 1964

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Broich | Buchmühle | Cederwald | Driesch | Gohrsmühle | Gronauer Mühle | Hammermühle | Horn | Im Aspert | Irlenfeld | Jüch | Lochsberg | Marienhöhe | Mühlenberg | Quirlsberg | Reiferbusch | Rommerscheid | Schlöm | Schützheide | Steufelsberg | Strundorf | Überm Rost

Ehemalige Ortsteile: Bahnhof Gladbach | Bahnhof Gronau | Berg | Bergershaus | Bock | Fronhof | Gladbacher Mühle | Gronauerfeld | Heidchen | Holzmühle | Kamp | Kaule | Langenstück | Lehmkaul | Linden | Metzmachersgut | Reif | Rindweg | Roß | Schmitzberg | Schnabelsmühle | Schönhäuschen | Stegerkamp | Steingasse | Steinkrug | Sträuchen | Strunderthalshöhe | Vollmühle | Waatsack Vorlage:Klappleiste/Ende