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Jürgen Rogge

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Jürgen Rogge (* 10. Oktober 1940 in Kuhstorf; † 2. Oktober 2021) war ein deutscher Psychiater und Schriftstellerarzt.<ref>Traueranzeige für Jürgen Rogge in der Schweriner Volkszeitung</ref>

Leben[Bearbeiten]

Arzt[Bearbeiten]

Rogge promovierte 1970 an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Arbeit über die Prognose und den Verlauf verschiedener Formen von Schizophrenie, wofür er im Städtischen Krankenhaus Herzberge 1963 aufgenommene Patienten katamnestisch untersuchte. 1980 habilitierte er und arbeitete danach in Wismar und Leipzig, wo er die Psychiatrie im Haftkrankenhaus Meusdorf leitete. Als Gefängnisarzt war er Inoffizieller Mitarbeiter im besonderen Einsatz des Ministeriums für Staatssicherheit. Von 1991 bis 2005 arbeitete er in eigener Niederlassung in Perleberg und schließlich als „ambulant tätiger Gutachter“.<ref name="almanach">Almanach deutschsprachiger Schriftstellerärzte 2015, S. 422. ISBN 978-3-921262-65-8</ref>

Schriftsteller[Bearbeiten]

Er veröffentlichte 2010 ein Buch mit dem Titel Das Narrenflugzeug in einem Selbstkostenverlag<ref>Profil von Jürgen Rogge auf der Website des Novum Verlags</ref> sowie weitere Prosa auf Deutsch und Plattdeutsch im BS Verlag Rostock, und er war Mitglied der John Brinckman Gesellschaft, der Johannes Gillhoff Gesellschaft, der Fritz Reuter Gesellschaft und des Bundesverbands Deutscher Schriftsteller-Ärzte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kurzbiografie von Jürgen Rogge (Memento vom 29. Juni 2018 im Internet Archive) auf der Website des BS Verlags Rostock</ref> 2012 verzichtete Rogge auf den Johannes-Gillhoff-Preis für niederdeutsche Literatur, nachdem seine Tätigkeit für die Stasi bekannt geworden und eine Debatte darüber entbrannt war.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Literatur: Stasi-Mann verzichtet auf Gillhoff-Preis. (Memento vom 24. September 2015 im Internet Archive) im Focus vom 7. Juni 2012.</ref> 2013 hielt er die Laudatio auf den Preisträger 2013 des Gillhoff-Preises, Dieter Sabban, „für Verdienste um die norddeutsche Kultur“.<ref>Rainer Schobeß: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Wieder Ärger um den Gillhoff-Preis. (Memento vom 22. September 2014 im Internet Archive) In: NDR 1 Radio MV, 3. Juni 2013.</ref><ref>Siehe auch: Streit um Laudator Jürgen Rogge, der früher Stasi-IM war. In: Berliner Morgenpost, 4. Juni 2013.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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