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Jack Ryan: Shadow Recruit

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Produktionsland Vereinigte Staaten, Russland
Originalsprache Englisch, Russisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 105 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Kenneth Branagh
Drehbuch Adam Kozad,
David Koepp
Produktion Lorenzo di Bonaventura,
Mace Neufeld,
David Barron,
Mark Vahradian
Musik Patrick Doyle
Kamera Haris Zambarloukos
Schnitt Martin Walsh
Besetzung

Jack Ryan: Shadow Recruit ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein US-amerikanisch-russischer Thriller von Kenneth Branagh aus dem Jahr 2014. Er ist der fünfte Film der Romanfigur Jack Ryan und stellt dabei einen Neustart der Reihe dar. Entgegen vorherigen Filmen basiert dieser Ryan-Film nicht auf einem Buch von Tom Clancy. Die Premiere des Films fand am 15. Januar 2014 auf den Philippinen statt, ehe er zwei Tage später in den USA anlief.

Handlung[Bearbeiten]

Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 bricht der US-amerikanische Student John Patrick „Jack“ Ryan seine Dissertation an der London School of Economics ab und geht als Offizier des United States Marine Corps nach Afghanistan. In Afghanistan verfasst er mehrere Berichte, die das Verhalten der Taliban zutreffend analysieren, jedoch von den vorgesetzten Stellen ignoriert werden. Bei einem Einsatz wird er schwer verletzt. In seiner Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt, lernt er im Militärkrankenhaus die Medizinstudentin Cathy Muller kennen und beide verlieben sich ineinander. Während der Rehabilitation wird er von dem CIA-Agenten Thomas Harper, einem Commander der US Navy, angeworben. Harper hatte Ryans Analysen gelesen und sein Potenzial erkannt. Ryan schließt sein Studium ab und arbeitet fortan für die CIA verdeckt als Analyst an der New Yorker Wall Street.

Zehn Jahre später bemerkt Ryan verdächtige Finanztransaktionen und wird von seinem Schein-Arbeitgeber an der Wall Street nach Russland geschickt, um der Sache nachzugehen. Im Zentrum der verdächtigen Geschäfte steht der russische Oligarch Viktor Cherevin. Ryan muss seiner Freundin Cathy erklären, dass sie nicht nach Moskau mitkommen kann. Auch sie weiß nichts von seiner Geheimdiensttätigkeit. In seinem Hotelzimmer kann Ryan einen auf ihn angesetzten Auftragskiller zur Strecke bringen; dabei kommt ihm seine Ausbildung bei den Marines zugute. Seiner Freundin muss er am Telefon erklären, dass er nicht so bald zurückkommen werde. Er trifft sich mit Harper und berichtet ihm über seinen Verdacht. Ryan hat zutreffend erkannt, dass Cherevin plant, die USA in eine Wirtschaftskrise zu stürzen. Nach dem Vorfall mit dem Auftragskiller weist Harper Ryan darauf hin, dass er nun nicht mehr als Analyst, sondern als Agent handeln muss.

Cherevin, der Beziehungen zu Moskauer Regierungskreisen hat, beginnt mit seiner Aktion. Er verkauft verdächtige Anteile, bevor Ryan ihm in seinem Unternehmen einen Besuch abstattet. In Zusammenarbeit mit einem CIA-Team unter der Leitung von Harper soll Ryan in das Rechnernetz von Cherevins Unternehmen eindringen, um Daten über die Verkäufe und Einblick in Cherevins Pläne zu erhalten.

Inzwischen ist Ryans Freundin Cathy Muller überraschend aus den USA eingetroffen. Ryan muss ihr gestehen, dass er für die CIA arbeitet. Dadurch zieht er sie mit in den Fall, da Cherevin von ihrer Ankunft in Moskau erfahren hat und sie mit Ryan in ein Restaurant einlädt. Diese Einladung abzuschlagen wäre verdächtig und so verwickelt Cathy Cherevin in ein Gespräch während Ryan unter dem Vorwand Luft zu schnappen im nahe gelegenen Unternehmen Cherevins die Daten absaugt. Das gelingt, und als Cherevins Sicherheitsbeauftragter diesem Vorwürfe macht, weil er auf Cathy hereingefallen ist, erschießt ihn Cherevin.

Es gelingt Cherevin, Cathy Muller in seine Gewalt zu bringen, um von Jack Ryan die Rückgabe des Sticks mit den Daten über seine Machenschaften zu erpressen. Doch dieser verfolgt Cherevins Wagen und kann Cathy schließlich befreien.

Cherevin will einen Terrorangriff auf die USA ausüben. Er hat seinen Sohn, der unter falscher Identität als Schläfer in Pennsylvania in den USA lebt, beauftragt, eine Bombe an einer strategisch wichtigen Stelle zur Explosion zu bringen. Gleichzeitig will Cherevin Millionen Dollar an Devisen verkaufen, um einen Finanzcrash auszulösen. Am Ende der Entwicklung soll die Wirtschaft der USA zusammenbrechen und Russland soll als rohstoffreiches Land wieder zu alter Größe aufsteigen.

Ryan und Cathy kehren nach den Vorfällen in Moskau zusammen mit Harper und anderen CIA-Agenten in die USA zurück. Sofort stellt Ryan weitere Recherchen an. Zusammen mit Harper findet er heraus, dass der Bombenanschlag in Manhattan stattfinden soll. Ryan entdeckt den Wagen mit der Bombe, der als Polizeiwagen getarnt in die unterirdische Welt der Abwasserkanäle unterhalb der Wall Street fährt und verfolgt ihn mit einem Motorrad. Er überwältigt Cherevins Sohn und kann den Wagen in den East River stürzen lassen, wo die Bombe explodiert, ohne Zerstörungen anzurichten. Der russische Innenminister, der über die Aktion informiert wurde, lässt Cherevin daraufhin exekutieren.

In einer streng geheimen Zusammenkunft bedankt sich der US-Präsident persönlich bei Ryan und Harper.

Produktion[Bearbeiten]

Nach dem kommerziellen Erfolg des letzten Jack-Ryan-Films, Der Anschlag, aus dem Jahr 2002 dachte Paramount Pictures zwar an eine Fortsetzung, die aber nicht zustande kam.<ref>Matt Goldberg: Producer Mace Neufeld Talks Next Jack Ryan Film Starring Chris Pine. In: Collider.com. 13. Dezember 2009, abgerufen am 2. September 2013.</ref> Im Jahr 2008 übergab Paramount dem Regisseur Sam Raimi die Leitung für eine Neuinszenierung der Serie,<ref>Michael Fleming: Raimi, Paramount revive Jack Ryan. In: Variety. 18. März 2008, abgerufen am 2. September 2013.</ref> allerdings schied Raimi später aus, weil er mit den Spider-Man-Filmen beschäftigt war.<ref>Larry Carroll: Sam Raimi Says Goodbye To Tom Clancy’s Jack Ryan Franchise, Chooses ‘Spider-Man’ Instead. In: MTV. 22. Oktober 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. August 2014; abgerufen am 30. Dezember 2013.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/moviesblog.mtv.com</ref>

Später, im Oktober 2009, setzten sich die Produktionsfirma Paramount Pictures und Co-Finanzier Skydance Productions mit einer Neuverfilmung auseinander, die von Tom Clancys Romanfigur ausgehen sollte, aber nicht von den Romanhandlungen. Mit Chris Pine wurde darüber verhandelt, dass er Jack Ryan spielen solle.

Zu dieser Zeit arbeiteten die Produzenten Lorenzo di Bonaventura und Mace Neufeld an einem Konzept für den Film. Im August 2010 war Jack Bender als Regisseur vorgesehen und sollte den Film nach einem Drehbuch von Adam Cozad mit dem Arbeitstitel Moscow drehen.<ref>Mike Fleming, Jr.: ‘Lost’s Jack Bender Is Jack Ryan Frontrunner. In: Deadline.com. 2. August 2010, abgerufen am 2. September 2013.</ref> Im folgenden Monat wurde der Drehbuchautor Anthony Peckham beauftragt, Moscow zu überarbeiten,<ref>Boris Kit: Toronto: Paramount taps ‘Sherlock Holmes’ scribe for Jack Ryan spy thriller (exclusive). In: The Hollywood Reporter. 19. September 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 22. September 2010; abgerufen am 23. März 2014.</ref> wonach es erst von Steve Zaillan<ref>Mike Fleming, Jr.: Steve Zaillian On To Rewrite Jack Ryan. In: Deadline.com. 2. Februar 2011, abgerufen am 2. September 2013.</ref> und darauf von David Koepp<ref>Mike Fleming, Jr.: Jack Ryan Getting David Koepp Rewrite. In: Deadline.com. 28. April 2011, abgerufen am 30. Dezember 2013.</ref> weitere Male überarbeitet wurde. Gedreht werden sollte im zweiten Halbjahr 2012.

Wegen Terminüberschneidungen schied Bender aus,<ref>Brian Gallagher: Untitled Jack Ryan Project Loses Director Jack Bender. In: MovieWeb. 19. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 5. November 2013; abgerufen am 2. September 2013.</ref> Paramount Pictures und Skydance Productions ersetzten ihn schnell durch Kenneth Branagh, damit die Filmproduktion beginnen könne, sobald Pine seine Arbeit an Star Trek Into Darkness beendet habe.<ref>Justin Kroll: Kenneth Branagh targets Par’s Jack Ryan pic. In: Variety. 27. März 2012, abgerufen am 2. September 2013.</ref>

Veröffentlichung[Bearbeiten]

Die Premiere in den USA war ursprünglich für den 25. Dezember 2013 geplant, wurde später allerdings aufgrund von Martin Scorseses The Wolf of Wall Street um ein paar Wochen verschoben. Seine Weltpremiere war am 15. Januar 2014 auf den Philippinen, ehe er einen Tag später in Russland anlief. Die Premiere in den USA erfolgte am 17. Januar 2014. In Deutschland lief er am 27. Februar 2014 an.<ref>Jack Ryan: Shadow Recruit auf Filmstarts.de</ref>

In den Vereinigten Staaten nahm der Film am Premierentag 5,4 Millionen und bis zum Ende des ersten Wochenendes 17,2 Millionen US-Dollar ein.<ref>Einspielergebnisse in der Internet Movie Database</ref>

Soundtrack[Bearbeiten]

Den Soundtrack zu Jack Ryan: Shadow Recruit komponierte Patrick Doyle, der schon bei vielen Filmen von Kenneth Branagh für den Soundtrack zuständig war. Für die Komposition des Scores benötigte Doyle sechs bis sieben Monate, was für ihn mehr als gewöhnlich ist.<ref>Olivier Samter: Interview mit Patrick Doyle. In: Owley.ch. 13. Oktober 2013, abgerufen am 1. Juni 2024.</ref>

Ein Album zum Soundtrack wurde am 14. Januar 2014 von Varèse Sarabande veröffentlicht.

Rezeption[Bearbeiten]

Der Film erhielt gemischte Kritiken. So hat er bei Rotten Tomatoes ein Rating von 56 Prozent, basierend auf 170 Rezensionen.<ref>Jack Ryan: Shadow Recruit bei Rotten Tomatoes (englisch)</ref> Der Filmdienst urteilt: „Ein klug konzipierter Spionage-Thriller, in dem es gegen den neuen wie auch gegen den alten Feind der USA geht. Die grundsolide Spannungsdramaturgie weckt etwas zu oft Zweifel an einzelnen Figuren und legt zu oft falsche Fährten, was den Eindruck des Neuen auf Dauer beiseite wischt.“<ref>Jack Ryan: Shadow Recruit. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 1. September 2014.</ref> Der Kulturspiegel schrieb: „[Tom Clancy] ersann zwar einst die erwachsene Version der Titelfigur, nicht aber dieses durchsichtige Hightech-Verschwörungskonstrukt.“<ref>Neue Filme im März. In: Kulturspiegel. 24. Februar 2014, abgerufen am 1. September 2014.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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