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Jacob Mislin

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Datei:Jakob Mislin Litho.jpg
Jacob Mislin (Lithographie von Josef Kriehuber, 1853)

Jacob oder Jacques Mislin, auch Mussling (* 27. Januar 1807 in Durmenach, Elsass<ref>Paul Otto Bessire: Histoire du Jura bernois et de l’ancien évêché de Bâle, P. Bessire, 1968, S. 283</ref><ref>actes. Société jurassienne d’émulation, Le Jura 1932, S. 184 f. (fr.)</ref>; † 6. Dezember 1878 in Wien-Hietzing<ref>Papst Pius IX. und seine Zeit. 1879, S. 250</ref><ref>Revue de Fribourg. Band 10, 1978, S. 156 (französisch)</ref>), war ein Schweizer römisch-katholischer Theologe, Lehrer, Abt und Prälat.

Leben[Bearbeiten]

Mislin stammte aus ärmlichen Verhältnissen, konnte aber aufgrund der Förderung durch einen Onkel an der katholischen Lehranstalt von Porrentruy Theologie und Philosophie studieren. 1830 empfing er die Priesterweihe.<ref name="zvab">Biografische Angaben und Schriften von Jacques (Jacob) Mislin auf zvab.com, abgerufen am 9. Februar 2016</ref> Er war Doktor der Theologie und Philosophie sowie Lehrer und Rektor der Lehranstalt in Porrentruy. Zur Zeit der Juli-Revolution 1830 wurde er entlassen, weil er den Schülern die Marseillaise beibrachte, und fand Unterschlupf im Hause des österreichischen Diplomaten Heinrich Franz von Bombelles.<ref>Die Jugend-Tagebücher Franz Josephs (1843–1848). Böhlau, 2003, S. 150</ref> Er vermittelte ihn 1836 an den Wiener Hof, wo er einer der Lehrer der Söhne von Erzherzog Franz Karl von Österreich und seiner Frau Sophie wurde, namens Franz Joseph, ab 1916 Kaiser von Österreich, und Maximilian, ab 1864 Kaiser von Mexiko, wie auch Karl Ludwig und Ludwig Viktor.<ref name="zvab" /><ref>Revue d’histoire ecclésiastique suisse. Bände 59–61. Paulusverlag, 1965, S. 253</ref>

Vor der Revolution 1848 pilgerte Muslin von Wien über Budapest und Konstantinopel in das Heilige Land nach Jerusalem, wo er zum Ritter vom Heiligen Grab geschlagen wurde. Sein Pilger- und Reisebericht erschien in mehreren Übersetzungen und Auflagen.<ref>The Online Books Page: Jacob Mislin von John Mark Ockerbloom, abgerufen am 9. Februar 2016</ref> Anschließend nahm er zwar Wohnsitz in Wien, war aber Leiter der Bibliothek am Hof der Herzogin von Parma und Piacenza, Marie-Louise von Österreich. Später war er Infulierter Abt der Titularabtei der heiligen Jungfrau Maria von Dég im zentralungarischen Fejér.<ref>Hof- und Staats-Handbuch des Kaiserthumes Österreich. Manz, 1859, S. 287</ref>

Papst Pius XI. ernannte Mislin zum Überzähligen Geheimkämmerer und Hausprälaten (Monsignore) sowie zum Apostolischen Protonotar. Er war Kanoniker der Kathedrale St. Mariä Himmelfahrt in Großwardein<ref name="zvab" /> sowie Domherr und Mitglied des Domkapitels.<ref>Jurende’s Vaterländischer Pilger für das Jahr 1855 (42. Jahrgang). S. 220, abgerufen am 9. Februar 2016</ref>

Er war Träger zahlreicher Orden (u. a. von Spanien, Parma) sowie Mitglied mehrerer Akademien. Mislin hat zahlreiche Publikationen verfasst.<ref name="zvab" />

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • La grotte de l’empereur Maximilien Ier, dans le mur Saint-Martin, (près d’Innsbruck), Porrentruy 1840
  • Les saints lieux (3 Bände), Imprimerie de H. Goemaere Bruxelles, 1852
  • Die heiligen Stätten. Pilgerreise nach Jerusalem durch Oesterreich, Ungarn, Slavonien, die Donaufürstenthümer, über Konstantinopel, den Archipel, den Libanon, Syrien, Alexandria, Malta, Sizilien und Marseille. G. J. Manz, Regensburg 1852–1855
  • Die heiligen Orte (3 Bände), 1860 Digitalisat
  • La Tiera Santa: peregrinación á Jerusalen, 1863<ref>La Tiera Santa: peregrinación á Jerusalen. Sociedad Editorial la Maravilla, Barcelona 1863, auf google.com (Public Domain, Google-digitized), abgerufen am 9. Februar 2016 (spanisch)</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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