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Jacobipark

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Datei:Jacobipark April 2020.jpg
Jacobipark im April 2020
Datei:Hh-jacobipark-latsch-in.jpg
Figurengruppe „Latsch-in“ am Parkeingang an der Wandsbeker Chaussee
Datei:Osterkirche im park.jpg
Die heutige Osterkirche wurde einst als Begräbniskapelle für den Jacobi-Friedhof erbaut.

Der Jacobipark ist eine „gartendenkmalpflegerisch bedeutende“<ref name="bsu">Jacobipark. In: hamburg.de. Abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref> und denkmalgeschützte<ref>Denkmalliste der Freien und Hansestadt Hamburg, ID 39054. </ref> öffentliche Grünanlage im Hamburger Stadtteil Eilbek. Er geht auf zwei frühere Begräbnisplätze, nämlich den Friedhof der Hamburger Hauptkirche Sankt Jacobi und den Neuen Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde zu Hamm, zurück und enthält noch heute einige museal erhaltene Grabdenkmäler und Grüfte.

Lage[Bearbeiten]

Der etwa 6 Hektar große Park liegt südlich der Wandsbeker Chaussee und wird im Osten von der Friedenstraße und im Süden von der Hasselbrookstraße begrenzt. Er ist über die Stationen Hasselbrook (S1, RB81) und Wandsbeker Chaussee (S1, U1) an das Hamburger Schnellbahnnetz angebunden.<ref name=bsu />

Der Park verfügt über einen Ruhegarten mit künstlichem Teich, einen Kinderspielplatz, mehrere Tischtennisplatten, Slackline-Pfähle,<ref name=":0">Der Jacobipark und seine Geschichte | OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur. Abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref> ein Vogelschutzgebiet<ref name=bsu /> sowie einen umzäunten Hundespielplatz.<ref>Hundewiese Jacobipark. In: hundewiese-hamburg.de. 31. Juli 2021, abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento vom 22. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> Ein etwa 500 Meter langer Grünzug verbindet den Jacobipark mit dem weiter westlich gelegenen Eilbeker Bürgerpark.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Jacobifriedhof eilbek um 1900.JPG
St.-Jacoby- und Hammer Kirchhof auf einem Stadtplanausschnitt um 1900.

Der St.-Jacobi-Friedhof auf dem Peterskamp wurde 1848 angelegt, weil der alte Gemeindefriedhof unmittelbar vor dem Steintor zu klein geworden war. 1862 kam – auf einem Streifen entlang der Friedenstraße – noch ein weiterer Begräbnisplatz der Hammer Dreifaltigkeits-Gemeinde hinzu, deren Alter Friedhof damals ebenfalls an seine Kapazitätsgrenzen stieß. Zwei Jahre später wurde die nach Plänen von Alexis de Chateauneuf errichtete neogotische Friedhofskapelle eröffnet, die nach Kriegszerstörung und Restaurierung ab 1964 als dritte Eilbeker Gemeindekirche (Osterkirche) genutzt wurde. Nach anfänglicher Zurückhaltung erfreute sich der Jacobi-Friedhof später zunehmender Beliebtheit und galt schließlich als „Senatoren-Friedhof“.<ref name=":0" /> Zu den zahlreich hier bestatteten Persönlichkeiten zählten unter anderem die Hamburger Bürgermeister Christian Daniel Benecke, Heinrich Kellinghusen, Gustav Heinrich Kirchenpauer und Johannes Christian Eugen Lehmann, der Gelehrte Johann Georg Büsch, Wasserbaudirektor Johannes Dalmann, der Kaufmann und Stifter Abraham Philipp Schuldt oder die Zeichnerin Ebba Tesdorpf.<ref name=":1">Die prominenten Toten vom St.-Jacobi-Friedhof in Hamburg-Eilbek | OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur. Abgerufen am 13. Dezember 2023.</ref>

Nach Eröffnung des neuen Zentralfriedhofes in Ohlsdorf im Jahre 1877 wurden die Bestattungen auf beiden Eilbeker Friedhöfen eingeschränkt und 1934 schließlich ganz eingestellt. Während des Zweiten Weltkrieges gab es kurzzeitig Überlegungen, das Gelände für den Bau eines dritten Flakbunkers (neben dem Heiligengeistfeld und Wilhelmsburg) zu nutzen. Wegen der dichtbebauten Umgebung und der erforderlichen Umbettung der noch vorhandenen Grabstätten wurde der Plan jedoch wieder fallengelassen.<ref>Dirk Lau: Vom Flakbunker IV zum Grünen Bunker. Geschichte eines Hamburger Monuments, Hamburg 2025, ISBN 978-3-944405-77-3, S. 103.</ref> Bei den Luftangriffen auf Hamburg wurden auch viele Gräber auf dem Friedhof zerstört und die Kapelle schwer beschädigt.

Nach Ablauf der 20-jährigen Ruhezeit wurde das Gelände 1954 entwidmet und sollte nach dem Willen der beiden Kirchgemeinden zunächst als Bauland verkauft werden. Nach Protesten aus der Öffentlichkeit und jahrelangen Verhandlungen mit der Kirche kaufte die Stadt das Gelände schließlich 1959 an, um es als öffentlichen Park zu erhalten. Im Zuge der Umgestaltung wurden die Gebeine von etwa 90 prominenten Persönlichkeiten auf dem Althamburgischen Gedächtnisfriedhof in Ohlsdorf umgebettet.<ref name=":0" /> Auch einige bedeutsame historische Grabmale wurden dort museal wieder aufgestellt, darunter die des Aufklärers Johann Georg Büsch und des Wasserbaudirektors Johannes Dalmann sowie die Ämtersteine des Maleramtes und der Bruderschaft der Ewerführer beim alten Krahn.<ref name=":1" /> Lediglich drei Familiengrüfte sowie mehrere Einzelgrabdenkmäler wurden an ihrem Originalstandort erhalten und in die neu gestaltete Parkanlage integriert.<ref name=":0" />

Erhaltene Grabdenkmale[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Jacobipark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende Koordinaten: 53° 34′ 0,9″ N, 10° 3′ 15,1″ O

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