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Jacques Perrin

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Datei:Jacques Perrin 2009 (cropped).jpg
Perrin bei den Filmfestspielen von Cannes (2009)

Jacques Perrin (* 13. Juli 1941 in Paris als Jacques Simonet; † 21. April 2022 ebenda) war ein französischer Schauspieler, Filmregisseur und Filmproduzent. Bekannt wurde er durch Filme wie Z, Die Mädchen von Rochefort, Cinema Paradiso und Die Kinder des Monsieur Mathieu. Als Inhaber der Firma Galatée Films produzierte er preisgekrönte Spielfilme und Naturdokumentationen.

Leben[Bearbeiten]

Ab 1958 studierte Perrin Schauspiel am Conservatoire national supérieur d’art dramatique.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 14. Januar 2025; (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.</ref> Ende der 1950er und Anfang der 1960er zu einem gefragten Nachwuchsdarsteller avanciert, machte sich Jacques Perrin im Kunstkino einen Namen. Dabei war er in jener Zeit vor allem in italienischen Filmen zu sehen: Das Mädchen mit dem leichten Gepäck (1961) mit Claudia Cardinale und Tagebuch eines Sünders (1962) mit Marcello Mastroianni. Seine erste Zusammenarbeit mit Costa-Gavras war Mord im Fahrpreis inbegriffen aus dem Jahr 1965. Im Jahr 1966 erhielt er den Darstellerpreis der Filmfestspiele von Venedig für seine Hauptrolle in Un uomo a metà unter Regie von Vittorio De Seta. In zwei Filmen Jacques Demys verkörperte er den romantischen Helden, der auf der Suche nach der großen Liebe ist: in dem Musical Die Mädchen von Rochefort (1967) und dem Märchenfilm Eselshaut (1970). In beiden Produktionen war Catherine Deneuve seine Filmpartnerin. Der Matrose und Dichter Maxence im Rochefort-Musical wurde seine Lieblingsrolle, nach der er später seinen Sohn benannte.

Ende der 1960er-Jahre gründete Perrin seine eigene Produktionsfirma, Reggane Films. Hintergrund der Gründung war der Dreh von Costa-Gavras’ Politthriller Z, der auf den wahren Gegebenheiten eines Militärputsches in Griechenland basierte. Da sich keine Produktionsfirma des brisanten Stoffes annehmen wollte, gründete Perrin als einer der Hauptdarsteller des Filmes kurzerhand die Produktionsfirma, die später viele politische linke und gesellschaftskritische Filme drehte. Als Schauspieler und Produzent arbeitete er in Trautes Heim (1973), Benoît Lamys Film über einen Aufstand im Altersheim. Der Film, in dem Perrin als Sozialhelfer und Claude Jade als Pflegerin die einzigen jungen Hauptdarsteller waren, gewann 14 internationale Preise. Beflügelt von diesem Erfolg, betätigte sich Perrin als Filmproduzent. Der 1976 von ihm produzierte Sehnsucht nach Afrika gewann 1977 – wie zuvor bereits Z – den Oscar als bester fremdsprachiger Film sowie zahlreiche weitere Preise.<ref name="galateefilms.com Jacques Perrin"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento vom 18. Juni 2021 im Internet Archive)</ref> 2002 war er einer der Produzenten des politischen Episodenfilms 11′09″01 – September 11 über die Anschläge vom 11. September. Der von ihm produzierte Abenteuerfilm Mia und der weiße Löwe war 2019 der erfolgreichste französische Film im Ausland.<ref name="galateefilms.com Jacques Perrin" />

Einen Imagebruch als Schauspieler bedeutete sein junger Frauenmörder in Der Würger mit dem weißen Schal aus dem Jahr 1971. Perrin blieb jedoch im weiteren Verlauf der 1970er-Jahre vor allem dem politisch und humanistisch engagierten Kino (u. a. Sondertribunal – Jeder kämpft für sich allein, Trautes Heim) treu. Anfang der 80er Jahre spielte er neben anspruchsvollen Filmen wie L’honneur d’un capitaine und Verdammt zum Schafott auch in konventioneller Unterhaltungsware wie Teuflische Umarmung und Der Panther. Der erfolgreichste Film seines späteren Werks ist Cinema Paradiso von Giuseppe Tornatore, in dem er in der Rahmenhandlung den gealterten Helden Salvatore, einen kinobegeisterten Jungen, der später Filmregisseur wird, spielte. Ein internationaler Erfolg war auch Die Kinder des Monsieur Mathieu aus dem Jahr 2004, in dem er als Produzent und Darsteller mitwirkte. Auch hier spielte er in der Rahmenhandlung einen mittlerweile erfolgreichen Künstler, einen Dirigenten, der sich an seine Kindheit in einem Internat zurückerinnert.

Daneben betätigte sich Perrin seit den späten 1980er-Jahren als Produzent, und mitunter auch als Regisseur, an einer Reihe von Tier- und Naturfilmen.<ref name="galateefilms.com Jacques Perrin" /> Bekannt wurde sein Tierfilm Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel (2001), für den er drei Jahre lang Wildvögel beobachtete.

Jacques Perrin war mit Valentine Perrin verheiratet, mit der er zwei Söhne hatte: Maxence Perrin (* 1995) und Lancelot Perrin. Sein Sohn aus einer früheren Beziehung, Mathieu Simonet, ist ebenfalls Schauspieler und Regisseur. Auch seine Schwester Eva Simonet und deren Sohn Christophe Barratier sind im Filmgewerbe tätig. Perrin war Mitglied der Académie des Beaux-Arts.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Académie des Beaux-Arts; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Er starb 2022 im Alter von 80 Jahren in Paris.<ref>Véronique Cauhapé: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Le Monde, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Marius Nobach: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Filmdienst, Skriptfehler: Ein solches Modul „DateTime“ ist nicht vorhanden.; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Er ruht auf dem Cimetière du Père-Lachaise (44. Division) in Paris.<ref>Klaus Nerger: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Filmografie[Bearbeiten]

Legende: D – Darsteller, B – Drehbuch, P – Produktion, R – Regie

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Datei:Jacques Perrin tombe.jpg
Grab von Perrin auf dem Cimetière du Père-Lachaise in Paris
  • 1966: Coppa Volpi der Filmfestspiele von Venedig als Bester Schauspieler
  • 1970: Oscar-Nominierung für den Besten Film als Mitproduzent von Z
  • 1997: César in der heute abgeschafften Kategorie Meilleur producteur für den Dokumentarfilm Microcosmos
  • 2002: César-Nominierung in der Kategorie Bestes Erstlingswerk für Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel
  • 2003: Oscar-Nominierung für den Besten Dokumentarfilm für Nomaden der Lüfte – Das Geheimnis der Zugvögel
  • 2011: César als Bester Dokumentarfilm für Unsere Ozeane
  • 2016: Ernennung zum Commandeur der Ehrenlegion<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>
  • 2016: Prix René-Clair der Académie française
  • 2016: Aufnahme in die Académie des Beaux-Arts

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Jacques Perrin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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