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Jagdschloss Ruhpolding

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Datei:Ruhpolding Schloss.jpg
Jagdschloss Ruhpolding
Datei:Jagdschloss Ruhpolding.PNG
Lageplan von Jagdschloss Ruhpolding auf dem Urkataster von Bayern

Das ehemalige Jagdschloss Ruhpolding wurde 1587 in Ruhpolding für den bayerischen Herzog Wilhelm V. errichtet. Es dient jetzt als Heimatmuseum. Die Anlage ist unter der Aktennummer D-1-89-140-21 als denkmalgeschütztes Baudenkmal von Ruhpolding verzeichnet. Ebenso wird sie als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-1-8241-0005 im Bayernatlas als „untertägige frühneuzeitliche Befunde im Bereich des ehem. herzoglichen Jagdschlosses in Ruhpolding mit zugehöriger Hauskapelle“ geführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Das ehemalige herzogliche Jagdschloss mit Hauskapelle wurde 1587 von Martin Raffler für den Wittelsbacher Herzog Wilhelm V. erbaut. Es war der Nachfolger eines kleineren Vorgängerbaus (1537) von Herzog Wilhelm IV. in Ruhpolding, von dem nichts mehr erhalten ist. Seit 1607 nutzten die Wittelsbacher das Ruhpoldinger Schloss nicht mehr als Jagdschloss, so dass es ohne größere Umbauten erhalten blieb. Lange Zeit stand es leer, im 18. Jahrhundert wurde es zeitweise als Wohnung für die Hilfsgeistlichen benutzt. Schließlich wurde hier das königliche Forstamt untergebracht.<ref>Internationale Kunst im Schloss Ruhpolding - Das herzogliche Schloss. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 15. August 2024; abgerufen am 3. Januar 2026.</ref> Der Hauptbau wurde neugotisch überarbeitet.<ref>Denkmalliste für Ruhpolding (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

Der quer angeschlossene Kapellenbau wurde 1656 verändert, der Hauptbau später neugotisch überarbeitet. Bemerkenswert ist der Altar mit der Schutzmantel-Madonna und den Heiligenfiguren Stephanus und Laurentius. Der zierliche Renaissance-Tabernakel stammt aus der abgebrochenen Pfarrkirche. 1952 wurde an der Decke ein dezenter Fresken-Zyklus freigelegt.<ref>Schlosskapelle. Abgerufen am 3. Januar 2026.</ref>

Das Bartholomäus-Schmucker-Heimatmuseum, das sich seit 1972 in den Räumen des ehemaligen Jagdschlosses befindet, zeigt über zwei Etagen eine Sammlung von Gemälden, Uniformen, Trachten, Schmuck, Werkzeugen, Uhren, Fahnen, Schnitzereien, alten Bauernmöbeln, Glas und Porzellan sowie sakraler Gegenstände.<ref>Museen in Ruhpolding. In: Ruhpolding.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 28. Juli 2017; abgerufen am 6. Dezember 2025.</ref> Das Heimatmuseum stützt sich hauptsächlich auf die Sammlung des 1950 verstorbenen Bürgermeisters von Ruhpolding, Bartholomäus Schmucker.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gotthard Kießling, Dorit Reimann: Landkreis Traunstein (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band I.22). Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-364-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Jagdschloss Ruhpolding – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Koordinaten: 47° 45′ 52,5″ N, 12° 38′ 44,3″ O

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