Zum Inhalt springen

Jan Turovski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Jan Turovski aktuell.jpg
Jan Turovski

Jan Turovski (* 2. Juli 1939 in Bielefeld; † 20. April 2025 in Bonn)<ref>Andiamo! Literaturblog.: Schriftsteller Jan Turovski am Ostersonntag 2025 verstorben. 24. April 2025, abgerufen am 25. April 2025.</ref> war ein deutscher Schriftsteller. Seit seinem Erstlingsroman Die Sonntage des Herrn Kopanski von 1988 veröffentlichte er zahlreiche Romane, Gedichte und Kurzgeschichten.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Besuch eines naturwissenschaftlichen Gymnasiums (Pädagogium Godesberg) absolvierte Turovski eine kaufmännische Ausbildung und eine Gesangsausbildung Oper. Nationale und internationale Bühnentätigkeit (1972–1997, Italienisches Fach, z. B. in der Rolle des Cavaradossi in Tosca). Zudem besuchte er Kurse an der University of Cambridge und erwarb das Cambridge University Certificate of Proficiency in English sowie das Cambridge Diploma in English Language und Contemporary literature. Er arbeitete während seiner Zeit in England auch als student trainee beim Londoner Nobelkaufhaus Selfridges Ltd. Danach wechselte er nach Paris, wo er am Collège de France Literaturvorlesungen hörte und an der Sorbonne Kurse besuchte. Er erwarb das Sorbonne Diplôme de langue et civilisation françaises und die Lettres modernes.

1988 erschien Turovskis spätes Romandebüt Die Sonntage des Herrn Kopanski im renommierten Züricher Verlagshaus Benziger.<ref name="Die Zeit">Alain Claude Sulzer: In Kürze. Rezension zu „Die Sonntage des Herrn Kopanski“ in Die Zeit, 25. November 1988, abgerufen am 1. Februar 2022</ref> Er veröffentlichte seitdem, zum Teil auch in englischer und französischer Sprache, Gedichte, Kurzgeschichten und Romane. Letztere wurden seit 2013 vorwiegend von Klaus Servene herausgegeben. Daneben arbeitete Turovski an die horen, The London Magazine, verschiedenen Lyrik-Anthologien, sowie Rowohlts Don-Juan-Anthologie Geschichten zwischen Liebe und Tod mit. Zudem veröffentlichte er Rezensionen und andere Beiträge in Zeitungen und Zeitschriften. Turovski hielt sich wiederholt für längere Zeit in den USA auf.

2023 erhielt der Autor eine schwerwiegende Diagnose. Dennoch hielt er an seinem Ziel, der möglichst vollständigen Herausgabe seiner Werke, fest. Nur wenige Wochen vor seinem 86igsten Geburtstag erlag er jedoch seiner schweren Erkrankung. Jan Turovski wurde im engsten Familienkreis auf dem Bonner Waldfriedhof Heiderhof bestattet, wie die Familie verlautbarte.<ref>Andiamo! Literaturblog.: Schriftsteller Jan Turovski am Ostersonntag 2025 verstorben. 21. Mai 2025, abgerufen am 21. Juni 2025.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Granta-Preis des Literaturmagazins der Universität Cambridge für die Kurzgeschichte Purgatory,
  • Granta-Preis des Literaturmagazins der Universität Cambridge für die Kurzgeschichte The Witness
  • Granta-Preis des Literaturmagazins der Universität Cambridge für die Kurzgeschichte Blue Glass.
  • Prix Littéraire Européen Arthur Rimbaud 2000 für die unveröffentlichten Manuskripte des Romans Sophie fatale ... und der Gedichtsammlung Die blaue Provinz.

Werke[Bearbeiten]

Weblinks, Belege[Bearbeiten]

Commons: Jan Turovski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />

Vorlage:Hinweisbaustein