Jean de Segonzac
Jean de Segonzac (selten auch Jean DeSegonzac) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Kameramann und Drehbuchautor. Er dreht hauptsächlich Dokumentarfilme und Fernsehserien. Er ist bekannt für seine im grobkörnigen Cinéma verité-Stil gehaltenen Polizeidramen.
Leben[Bearbeiten]
Jean de Segonzac ist das jüngste von insgesamt vier Kindern von Adalbert und Madeleine de Segonzac.<ref name=":0">French Writer Adalbert de Segonzac. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. September 2017; abgerufen am 11. September 2017. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Sein Vater (Spitzname „Ziggy“) war ein französischer Journalist und arbeitete für zwei Jahrzehnte als Hauptkorrespondent der Zeitung France Soir in Washington, D.C. Er war auch einer der Präsidenten der Foreign Press Association.<ref name=":0" /><ref>Adalbert de Segonzac, 89, French Reporter. The New York Times, 8. Januar 2002, abgerufen am 11. September 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Jean de Segonzac absolvierte 1975 die Rhode Island School of Design.<ref>Rhode Island School of Design to Showcase Talent of Film and TV Industry Alumni Via Unique Los Angeles Exhibition. Pressemeldung der Rhode Island School of Design vom 8. Mai 2000.</ref><ref>David Bowman: This Must Be the Place. The Adventures of Talking Heads in the Twentieth Century. HarperCollins, New York 2002, ISBN 0-06-050731-4.</ref>
Werk[Bearbeiten]
Eine der ersten bekannten Arbeiten von Jean de Segonzac war 1985 seine Arbeit als Kameramann beim Dokumentarfilm Born on the Fourth of July.<ref>Robert Blau, „'Fourth of July': One Chicagoan's Struggle to Film a Vietnam Tragedy“, Chicago Tribune, S. 321, am 10. November 1985, Archive-Link (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im August 2025. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref><ref>Robert Blau: ‘Fourth Of July’: One Chicagoan’s Struggle To Film A Vietnam Tragedy. In: Chicago Tribune. 10. November 1985, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. August 2017; abgerufen am 23. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Sein zweites größeres Werk war 1989 Common Threads: Stories from the Quilt (1989),<ref>Jay Boyar: Festival begins today with road trip, 2 darker journeys. In: Orlando Sentinel, S. E1. 29. Mai 1993, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. August 2017; abgerufen am 25. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> gefolgt von Crack USA: County Under Siege, eine HBO Produktion, die für den Oscar für Best Documentary Feature nominiert wurde. Jack Mathews von der LA Times nannte seinen Kamerastil „intrusive“.<ref>JACK MATHEWS: Movie Reviews : 'Crack' an Indictment of U.S. Legal System. In: Los Angeles Times. 17. März 1990, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Jack Mathews, „Movie Reviews ‘Crack’ an Indictment of U.S. Legal System“, Los Angeles Times, S. 4, am 17. März 1990. Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archiv-Link ( des Vorlage:IconExternal vom 24. August 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> 1991 war er in die Dokumentation Where Are We? Our Trip Through America involviert, die den beiden homosexuellen Filmemachern Rob Epstein und Jeffrey Friedman folgte, als diese von Kleinstadt zu Kleinstadt zogen, um Ortsansässige zu interviewen.<ref>Kevin Thomas: MOVIE REVIEW : On the Road to Find Out 'Where Are We'. In: Los Angeles Times. 2. Juli 1993, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Newsday schrieb: „Der Erfolg dieses Films ist wesentlich dem Kameramann Jean des Segonzac geschuldet, dessen aufmerksamem Kameraauge auch solche ausgefallenen Details wie eine Ausgabe von The New Sweden auf dem Kaffeetisch in einem Vorführmodell eines Wohnwagens oder ein Kätzchen, das aus einer nierenförmigen Miniatur-Schwimmbecken schleckt, entgeht.“ “{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)”.<ref>Jan Stuart: Portraits Of a Nation. In: Newsday, S. 70. 30. Juli 1993, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 25. August 2017; abgerufen am 25. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Sein Durchbruch als Kameramann erfolgte 1992 mit dem Indie-Film Laws of Gravity von Nick Gomez.<ref>Vincent Canby, „Shabby Lives in Brooklyn, With Camera Looking On.“ in: The New York Times. Am: 21. März 1992</ref><ref>Doris Toumarkine, „RKO observes ’Laws of Gravity‘“ In: The Hollywood Reporter, am 8. Juni 1992.</ref> Kenneth Turan von der LA Times nannte seine Bildsprache eine „begnadete Cinéma Verité Kameraarbeit“<ref>Kenneth Turan: Toronto’s Feel-Good Festival of Film. In: Los Angeles Times. 14. September 1992, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. August 2017; abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>. Jay Carr vom Boston Globe lobte die Kameraführung als „jumpy, in-your-face“.<ref>Jay Carr, „Festival Films Opening Commercially.“ in: Boston Globe. am: 25. September 1992.</ref> Seine Kamera bei Laws of Gravity gewann den zweiten Platz bei den 1992ern New York Film Critics Circle Awards.<ref>Lawrence Cohn: NSFC honors Clint, Thompson. In: Variety. 3. Januar 1993, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> De Segonzac opferte seine $ 5.000-Gage, um der Fertigstellung des Films zu helfen.<ref>Peter Broderick: The ABC’s of No-Budget Filmmaking. In: Filmmaker Magazine. 1993, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Film hatte ein Gesamtbudget von $ 38.000.<ref>Kenneth Turan: MOVIE REVIEW Hard-Edged `Laws of Gravity' Downbeat, Gripping The volatile, verbal film, set among the petty hoodlums of Brooklyn's Greenpoint section, is American independent filmmaking at its best. In: Los Angeles Times. 30. September 1992, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. August 2017; abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Ein Kritiker der The Washington Post sagte über de Segonzac "fills the screen with beautifully framed scenes that need little verbal underpinning."<ref>Richard Harrington: Road Scholar': Not Quite Poetry in Motion. In: The Washington Post. 6. August 1993, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 24. August 2017; abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
De Segonzac gehörte 1994 zum Filmteam des mit dem Peabody Award prämierten Dokumentarfilms Road Scholar. Der folgt dem als Kommentator des National Public Radio bekannten rumänischstämmigen Dichter und Romanautoren Andrei Codrescu quer durch die Vereinigten Staaten, während dieser den Versuch unternimmt, zu definieren, was es durch die Augen eines Eingebürgerten bedeutet, Amerikaner zu sein. Jean de Segonzac führte die Kamera und übernahm zusammen mit Robert Weisberg auch die Regie.<ref>„'Boxing' Match Set at Sundance“, The Hollywood Reporter, 1. Dezember 1992; Kristi Turnquist, „'Road Scholar': Critic's Choice Movies“, The Oregonian, 30. April 1993; John Andersen, „Highway To Nation’s Soul“, Newsday, 16. Juli 1993; David Sterritt, „Freeze Frames“, Christian Science Monitor, 23. Juli 1993.</ref>
Seit 1996 bestand de Segonzacs Arbeitsschwerpunkt in der Regie von Polizei- und Krimiserien, darunter Homicide, Oz – Hölle hinter Gittern, Brooklyn South, Law & Order, Law & Order: Special Victims Unit und Criminal Intent – Verbrechen im Visier. Er übernahm die Kamera auch bei einigen Episoden der Emmy-prämierten<ref>47th Emmy Awards Nominees and Winners - OUTSTANDING INFORMATIONAL SERIES - 1995. Television Academy, 1995, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Dokumentationsserie TV Nation von Michael Moore<ref>Ray Loynd: Review: ‘TV Nation’. In: Variety. 19. Juli 1992, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und war als Regisseur und Kameramann für eine Reihe von Fernsehfilmen aktiv.<ref>Ray Richmond, Ray, „Bad As I Wanna Bed: The Dennis Rodman Story“, Variety, 2. Februar 1998; Steve Brennan, „NBC Spins Off 'Law' Film for Noth“, The Hollywood Reporter 10. Juli 1998; Jane Sumner, „Police Show Swerves to Dallas“, Dallas Morning News. 18. September 1998; Steve Johnson, „Here’s Your Scorecard for the Networks' February Sweeps“, Chicago Tribune 3. Februar 1999; Susanne Ault, „'Homicide' Resurrected as NBC Telepic“, Variety 21. Oktober 1999; Caryn James, „A Founding Father and Perhaps the Mother.“ New York Times, 11. Februar 2000; Bob Sokolsky, „Norco’s La Rue Put on 'Ice' for a While“, Riverside Press Enterprise, 22. Juli 2000; Scott Roxborough, „'Lost City Raider' Cast Shaping Up“, The Hollywood Reporter, 7. März 2008</ref> Zusammen mit Barry Levinson verdient de Segonzac die Anerkennung für die Kreation des „loose, free-flowing visual style“ von Homicide, der auf der charakteristischen Dokumentarfilm-ähnlichen Weise von Hill Street Blues aufbaut.<ref name=":1">Matt Zoller Seitz: 10. “Homicide: Life on the Street” (NBC, 1993). 25. September 2010, abgerufen am 24. August 2017.</ref> Der Fernsehkritiker Matt Zoller Seitz nannte diesen Serienpiloten in Salon.com einen der zehn besten Piloten für Fernsehserien aller Zeiten.<ref name=":1" />
Die Schauspielerin Adrienne Shelly, mit der Jean de Segonzac 2000 eine Episode von Law & Order („High & Low“) drehte, wurde im November 2006 ermordet. Im Februar 2007 führte de Segonzac Regie bei der Law & Order-Episode „Melting Pot“, die eine kaum verschleiert Version des Mordfalls Shelly zeigte.<ref>John Freeman Gill: Murder, They Wrote. In: The New York Times. 11. Februar 2007, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 24. August 2017]).</ref>
Jean de Segonzacs bekannter Kamerastil war auch mitverantwortlich für die positiven Filmkritiken über John McNaughtons Indie-Krimidrama Normal Life - Tödliche Illusion, bei dem Luke Perry und Ashley Judd die Hauptrollen spielten.<ref>Todd McCarthy: Review: ‘Normal Life’. In: Variety. 11. Februar 1996, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Stephen Holden: A Femme Fatale Who's a Little Loony. In: The New York Times. 1. November 1996, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
De Segonzac Spielfilm-Debüt als Regisseur war 2001 das Science-Fiction-Horror-Sequel Mimic 2.<ref>Dana Harris: D.P. catches helming bug for ‘Mimic 2’. In: Variety. 22. März 2000, abgerufen am 24. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Sein zweiter Spielfilm war ebenfalls ein Science-Fiction-Film, der Low-Budget-Film Lost City Raiders aus dem Jahr 2008, der von der Münchner Filmproduktionsfirma Tandem Communications im Auftrag von Pro7 und dem US-Sender SyFy produziert wurde.<ref>Antony Reeve-Crook: Tandem links up for $6.4m sci-fi movie. In: Pressemeldung. C21 Media, 6. März 2008, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Juli 2010; abgerufen am 23. August 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
De Segonzac führte bei der Krimiserie Law & Order: Special Victims Unit sowohl die erste Episode im Jahr 1999 als auch die 300. Episode im Jahr 2012.<ref>Jacqueline Cutler, „'SVU' Nabs Its 300th Episode“, in Batavia Daily News, am 23. Oktober 2012</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Jean de Segonzac bei IMDb
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | De Segonzac, Jean |
| ALTERNATIVNAMEN | DeSegonzac, Jean |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Regisseur, Kameramann und Drehbuchautor |
| GEBURTSDATUM | vor 1960 |
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