Jedzbark
| Jedzbark | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorlage:Platzhalterbild | ||||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: |
| |||||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |||||
| Powiat: | Olsztyn | |||||
| Gmina: | Barczewo | |||||
| Geographische Lage: | 53° 47′ N, 20° 45′ O
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| Einwohner: | 459 (2011<ref name="wies">Wieś Jedzbark. polskawliczbach.pl, 2011, abgerufen am 30. Januar 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) | |||||
| Postleitzahl: | 11-010<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 395 (polnisch) ( vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive)</ref> | |||||
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | NOL | |||||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||||
| Straße: | Barczewo/DK 16/DW 595–Krupoliny ↔ Giławy–Grzegrzółki | |||||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |||||
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |||||
Jedzbark ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist ein Dorf sowie Sołectwo (Schulzenamt) in der Stadt- und Landgemeinde Barczewo ehemals (Wartenburg i. Ostpr.). Es liegt im Powiat Olsztyński (ehemaliger Kreis Allenstein) in der Woiwodschaft Ermland-Masuren im Nordosten Polens.
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Jedzbark liegt im Westen der Masurischen Seenplatte, die dem Baltischen Höhenrücken gehört. Charakteristisch für die Gegend sind zahlreiche Seen, Flüsse, sowie Nadel- und Mischwälder. Nördlich des Dorfes liegt der Große Aarsee (polnisch Jezioro Kierzlińskie) mit einer Fläche von 93 Hektar. Die Entfernung nach Barczewo beträgt sieben, nach Olsztyn 23 und nach Pasym (Passenheim) 20 Kilometer.
Geologie[Bearbeiten]
Die Landschaft ist durch den Eisschild gestaltet worden und ist eine postglaziale, hügelige, bewaldete Grundmoräne mit vielen Rinnen-, Binnenseen und Flüssen.

Geschichte[Bearbeiten]
Ortsgeschichte[Bearbeiten]
Ursprünglich war hier die südliche Gau Barten der Prußen. Seit 1243 war das Bistum Ermland ein Teil des Deutschordenslandes. Der Name der Stadt beruht vermutlich auf Siedler aus der sächsischen Stadt Hirschberg<ref>Oberland, Kulturzentrum Ostpreußen, Ellingen, 2021.</ref>. Am 12. März 1364 verlieh der Bischof Ermlands Johann II. Stryprock (~1300–1373) die Handfeste nach dem Kulmer Recht dem Lokator Johann Stebin für ein Dienstgut mit zehn Hufen, zehn Morgen Wiesen und einem Ritterdienst zwischen Sirwindten (Serwent) und Urdinghenen.
Nach dem Zweiten Frieden von Thorn im Jahr 1466 wurde Ermland als autonomes Fürstbistum Ermland der Krone Polens unterordnet. Mit der ersten Teilung Polens im Jahr 1772 wurde Ermland ein Teil des Königreichs Preußen.
Eine Volkszählung am 3. Dezember 1861 ergab für Hirschberg 46 Wohngebäude bei 386 Einwohnern.<ref>GenWiki: Hirschberg (Kreis Allenstein)</ref>
Am 7. Mai 1874 ist der Amtsbezirk Hirschberg gebildet worden.<ref name="Jehke">Rolf Jehke: Amtsbezirk Hirschberg. Rolf Jehke, Herdecke, 18. April 2003, abgerufen am 16. August 2014.</ref> Er bestand bis 1945 und gehörte zum Kreis Allenstein im Regierungsbezirk Königsberg (ab 1905 Regierungsbezirk Allenstein) in der preußischen Provinz Ostpreußen.
Im Jahre 1910 hatte Hirschberg 572 Einwohner.<ref>Der Landkreis Allenstein im Gemeindeverzeichnis 1900. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Februar 2025; abgerufen am 14. Oktober 2025.</ref>
Aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags stimmte die Bevölkerung im Abstimmungsgebiet Allenstein, zu dem Hirschberg gehörte, am 11. Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu Ostpreußen (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Hirschberg stimmten 280 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen 40 Stimmen.<ref>Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 68</ref>
Im Jahre 1933 waren in Hirschberg 627 Einwohner gemeldet, im Jahre 1939 waren es 603.<ref>Michael Rademacher: Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
Die größten Bauernhöfe in den Jahren 1930–1933 waren:<ref>Landwirtschaftliches Adreßbuch der Domänen, Rittergüter, Güter und Höfe in der Provinz Ostpreußen. Auszug Ermland. Auflage 1932, S. 18</ref>
- Auguste Angrik, 48 ha
- Johann Gerigk, Amtsvorsteher, 85 ha
- Mathilde Grabowski, 40 ha
- Anton Hartel, 42 ha
- Franz Kuklinski, 44 ha
- Erich Luwinski, 46 ha
- Rudolf Palmowski, 34 ha
- Theophil Palmowski, 33 ha
- Anton Quas, 45 ha
- Adelheid Sobotta, 121 ha
- Franz Spiza, 65 ha
- Viktor Spiza, 43 ha
- August Surrey, 26 ha
- Franz Weiß, 31 ha
Am 26. Januar 1945 wurde Hirschberg von der Roten Armee eingenommen. Nach Kriegsende kam das Dorf zur Volksrepublik Polen und erhielt die polnische Namensform „Jedzbark“. Das Dorf gehört jetzt zur Stadt-und-Land-Gemeinde Barczewo ehemals (Wartenburg i. Ostpr.) im Powiat Olsztyński (ehemaliger Kreis Allenstein), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.
Im Dorf befindet sich ein Gefallenendenkmal des Ersten Weltkriegs sowie ein Gedenkstein samt Tafel mit Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs.<ref>Hirschberg (poln. Jedzbark), Kreis Allenstein, Ostpreußen. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 31. Oktober 2009, abgerufen am 16. August 2014.</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1820: 184
- 1857: 350
- 1861: 386
- 1905: 609
- 1939: 603
- 2009: 200
- 2011: 459
Amtsbezirk Hirschberg (1874–1945)[Bearbeiten]
Zum Amtsbezirk Hirschberg gehörten im Jahre 1874 bei seiner Errichtung sechs Kommunen, am Ende waren es aufgrund struktureller Veränderungen noch vier:<ref name="Jehke" />
| Deutscher Name | Polnischer Name | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Daumen, Dorf | Tumiany | |
| Daumen, Gut | 1928 in die Landgemeinde (Dorf) Daumen eingegliedert | |
| Hirschberg | Jedzbark | |
| Kirschlainen | Kierzliny | |
| Kutzborn | Studzianek | 1928 nach Kirschlainen eingemeindet |
| Odritten | Odryty |
Im Januar 1945 gehörten nur noch Daumen, Hirschberg, Kirschlainen und Odritten zum Amtsbezirk.
Kirche[Bearbeiten]
Evangelisch[Bearbeiten]
Bis 1945 war Hirschberg in die Evangelische Kirche Wartenburg (Ostpreußen)<ref>Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 490</ref> in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingepfarrt.
Heute gehört Jedzbark evangelischerseits zur Christus-Erlöser-Kirche Olsztyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Römisch-katholisch[Bearbeiten]
Die römisch-katholischen Einwohner gehörten zum Kirchspiel St. Anna in Wartenburg (polnisch Barczewo).<ref>St. Anna Wartenburg. GenWiki, abgerufen am 22. März 2026.</ref>
Im Jahr 1982 ist in Jedzbark erstmals die Messe in der neuen modernen und dem St.-Antonius-von-Padua geweihten Kirche gefeiert worden. Jedzbark ist eine Filialgemeinde der St.-Andreas-der-Apostel-Kirche in Barczewo im Dekanat Barczewo im Erzbistum Ermlands.
Verkehr[Bearbeiten]
Jedzbark liegt an einer Nebenstraße, die von Barczewo über Giławy (Gillau) bis nach Grzegrzółki (Kukukswalde) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg) führt.
Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Weblinks[Bearbeiten]
- Kirchspiel Wartenburg in Ostpreußen. Kreisgemeinschaft Allenstein e. V.
- Hirschberg, Jedzbark im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
- Hirschberg (Kreis Allenstein) bei GenWiki.
- Hirschberg – Ortsinformationen nach D. Lange.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
