Jennifer Ulrich
Jennifer Ulrich (* 18. Oktober 1984 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin. Seit 2002 stand sie in über 60 Film- und Fernsehproduktionen vor der Kamera.
Leben und Karriere[Bearbeiten]
2001 gab Ulrich im Filmdrama Große Mädchen weinen nicht von Maria von Heland ihr Schauspieldebüt vor der Kamera. Es folgten Rollen in Kino- und Fernsehproduktionen wie Berlin – Eine Stadt sucht den Mörder, Untreu, Elementarteilchen und Die Wolke. 2008 übernahm sie in Dennis Gansels Literaturverfilmung Die Welle ihre erste Kinohauptrolle.
In den folgenden Jahren war Ulrich unter anderem in den Filmen Wir sind die Nacht, Zimmer 205, Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika und Diaz – Don’t Clean Up This Blood sowie in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen. Für ihre Darstellung in Wir sind die Nacht erhielt sie 2011 den Fantasy Horror Award in der Kategorie Best Interpretation New Talent.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Fantasy Horror Award ( vom 2. Juli 2012 im Internet Archive)</ref>
Ab 2012 übernahm Ulrich wiederholt Hauptrollen in Fernsehfilmen, darunter Herztöne, Wüstenherz – Der Trip meines Lebens und Hangover in High Heels. Daneben spielte sie unter anderem in Polizeiruf 110,<ref>Tilmann P. Gangloff: Vertretung: Schrecklich nette Familie. In: Der Tagesspiegel. 15. April 2012, abgerufen am 15. April 2012.</ref> Toleranz, Ein Sommer im Allgäu<ref>„Ein Sommer im Allgäu“: ZDF dreht „Herzkino“-Melodram. ZDF-Presseportal vom 2. Juli 2017. Abgerufen am 30. September 2017.</ref><ref>Reihe „Ein Sommer im Allgäu“. Fernsehkritik auf Tittelbach.tv. Abgerufen am 27. November 2017.</ref>, Familie Wöhler auf Mallorca und Leg dich nicht mit Klara an.<ref>SAT.1-Komödie: „Leg dich nicht mit Klara an“: Ex-Freundin wird zur Spionin. Fernsehkritik in der Berliner Morgenpost vom 14. März 2017. Abgerufen am 24. Februar 2018.</ref>
Seit Ende der 2010er Jahre wirkte Ulrich zudem in internationalen Produktionen mit, darunter das italienische Drama Drive me Home, die deutsch-chilenische Fernsehserie Dignity, der US-Episodenfilm Tell It Like a Woman<ref>Tell It Like a Woman. In: imdb.com. Abgerufen am 28. Juni 2026.</ref> sowie der italienische Doku-Fiction-Film Pirandello – Il gigante innamorato.
Ulrich lebt in Berlin.
Soziales Engagement[Bearbeiten]
Seit 2005 engagiert sich Ulrich für das Thema Organspende. Im selben Jahr schloss sie sich dem gemeinnützigen Verein Junge Helden e. V. an, mit dem sie Aufklärungsarbeit an Schulen sowie bei Jugendveranstaltungen und Festivals leistet, um über Organspende zu informieren und zu einer persönlichen Entscheidung anzuregen.
Ulrich erhielt im Jahre 2016 Morddrohungen<ref>Morddrohung: Berliner Schauspielerin im Streit mit Facebook, Morgenpost</ref><ref>Morddrohungen bei Facebook – Die Hassmaschine SpiegelOnline</ref><ref>Jennifer Ulrich nach Morddrohung: „Ich lasse mir den Mund nicht verbieten“ – Video. In: Focus Online. 22. Dezember 2022, abgerufen am 31. Januar 2024. Aufgerufen am 2. Juni 2023</ref> auf dem Social-Media-Portal Facebook. Sie setzte sich dort öffentlich für mehr Transparenz sowie bessere Zusammenarbeit des Unternehmens mit der Polizei ein und übte Kritik an der Duldung von Hassreden und Straftaten seitens Facebook. Nachdem die Presse berichtet hatte, nahm auch die Politik ihren Fall zum Anlass, bessere Gesetze auf Social-Media-Plattformen zu fordern. Die Hessische Landesjustizministerin Eva Kühne-Hörmann nahm Ulrichs Fall im Hessischen Landtag als Beispiel, um „rechtliche Regelungen“ zu fordern, die Unternehmen, wie z. B. Facebook, dazu verpflichten, bei Hassreden und Volksverhetzung konkret zu handeln, auch wenn sie ihren Hauptsitz im Ausland haben<ref>HESSISCHER LANDTAG: Hasskommentare im Internet – 24. November 2016–2089. Plenarsitzung (ab 0:47:45) auf YouTube, 29. November 2016, abgerufen am 25. Februar 2024 (Laufzeit: 59:29 min).</ref>.
Filmografie[Bearbeiten]
Kinofilme[Bearbeiten]
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- 2002: Große Mädchen weinen nicht
- 2003: Befreite Zone (als Jenny Ulrich)
- 2005: Lauf der Dinge
- 2005. Sieben Tage Sonntag
- 2006: Elementarteilchen
- 2006: Die Wolke
- 2008: Die Welle
- 2008: Ein Teil von mir
- 2009: Albert Schweitzer – Ein Leben für Afrika
- 2010: Wir sind die Nacht
- 2011: Zimmer 205
- 2012: Diaz – Don’t Clean Up This Blood (als Dias)
- 2014: Meet me in Montenegro
- 2019: Drive me Home
- 2020: Tell it like a Woman – Unspoken
Fernsehfilme[Bearbeiten]
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- 2003: Berlin – Eine Stadt sucht den Mörder
- 2003: Untreu
- 2006: Zwei zum Fressen gern
- 2008: H3 – Halloween Horror Hostel
- 2009: Der gestiefelte Kater
- 2010: Die Kinder von Blankenese
- 2012: Herztöne
- 2013: Wüstenherz – Der Trip meines Lebens
- 2014: Toleranz
- 2014: Hangover in High Heels
- 2016: Leg dich nicht mit Klara an
- 2016: Fanny und die geheimen Väter
- 2016: Fanny und die gestohlene Frau
- 2017: Familie Wöhler auf Mallorca
- 2018: Extraklasse
- 2018: Es bleibt in der Familie
- 2023: Die Whistleblowerin
- 2024: Ostsee für Sturköppe
- 2025: Pirandello – Il gigante innamorato
Fernsehserien und -reihen[Bearbeiten]
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- 2006: Einsatz in Hamburg – Mord nach Mitternacht
- 2007: Polizeiruf 110: Verstoßen (als Heike Rahn)
- 2006–2014: Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei (drei Folgen)
- 2007: Tatort: Familienaufstellung
- 2009: Kommissar Stolberg (Folge Die falsche Frau)
- 2011: Polizeiruf 110: Die Gurkenkönigin
- 2015: Böser Wolf – Ein Taunuskrimi (Zweiteiler)
- 2016: SCHULD nach Ferdinand von Schirach: Familie
- 2016: Kommissar Dupin: Bretonischer Stolz
- 2019: Morden im Norden (Folge Vollgas)
- 2019: Dignity (8 Folgen)
- 2021: The Mopes (5 Folgen)
- 2026: SOKO Köln (Folge Doppeltes Kaliber)
Weblinks[Bearbeiten]
- Jennifer Ulrich bei ZTA Management
- Vorlage:IMDb/1
- Jennifer Ulrich bei Crew United
- Jennifer Ulrich bei Schauspielervideos.de
- Jennifer Ulrich bei filmportal.de
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ulrich, Jennifer |
| ALTERNATIVNAMEN | Ulrich, Jenny |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 18. Oktober 1984 |
| GEBURTSORT | Berlin |