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Jiangzhai

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Datei:Jiangzhai settlement model, Yangshao culture, Lintong, Shaanxi.jpg
Rekonstruiertes Modell der Siedlung
Datei:Shijia pot with animal face or mask.1975.jpg
Shijia-Gefäß der Yangshao-Kultur, gefunden in Jiangzhai

Die Jiangzhai-Stätte (chinesisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Pinyin {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist die Stätte einer neolithischen Siedlung der Yangshao-Kultur (des Banpo- und Miaodigou-Typs der Yangshao-Kultur<ref>Cihai („Meer der Wörter“), Shanghai cishu chubanshe, Shanghai 2002, ISBN 7-5326-0839-5, S. 806</ref>) im Stadtbezirk Lintong von Xi’an in der chinesischen Provinz Shaanxi. Sie war laut Messungen nach der Radiokarbonmethode etwa von 4700 bis 4400 v. Chr. bewohnt.

Das Dorf Jiangzhai liegt auf der Ostuferterrasse des Lin He, einem Nebenfluss des Wei He, 15 km nordöstlich der jungsteinzeitlichen Banpo-Siedlung. Es wurde im April 1972 entdeckt und zunächst in bis 1979 dauernden Grabungskampagnen teilweise freigelegt. Die Gesamtfläche der Siedlung beträgt etwa 5 Hektar, von denen bislang etwa 1,7 Hektar ausgegraben wurden. Sie bestand aus etwa 100 Wohnhäusern mit rundem oder quadratischem Grundriss und hatte auch mehreren Stallungen, vier Keramikbrennöfen sowie zahlreiche Vorratsgruben. Außerdem wurden etwa 600 Gräber gefunden. Hier lebte eine ähnlich wie im benachbarten Banpo organisierte Dorfgemeinschaft. Beide Orte existierten nach ihrer etwa gleichzeitigen Gründung mehrere Jahrhunderte nebeneinander. Wie in Banpo war auch in Jiangzhai der Wohnbezirk von einem Schutzgraben umgeben. Im östlichen Teil der Niederlassung lag der Friedhof. Im Unterschied zu Banpo waren die Eingänge der Häuser nach der Ortsmitte ausgerichtet.<ref name=Goepper>Roger Goepper: Das alte China. Geschichte und Kultur des Reiches der Mitte, C. Bertelsmann Verlag, München 1988, ISBN 3-570-06749-1, S. 32 f.</ref>

In Jiangzhai wurden sehr ähnliche Keramik-Funde wie in Banpo gemacht. In beiden Dörfern wurden idente Gefäßformen hergestellt, die ähnliche Dekormotive aufweisen. Auf roter Ware wurden oft abstrahierte menschliche Masken und Fische abgebildet. Die bemalten Krüge und Schalen dienten wohl vornehmlich rituellen Zwecken. Chinesische Archäologen vermuten, dass diese Motive auf einen bei den neolithischen Menschen der Yangshao-Kultur verbreiteten primitiven Totem-Kult hinweisen, der vielleicht mit Fruchtbarkeitsriten verbunden war.<ref name=Goepper/>

Die Jiangzhai-Stätte (Jiangzhai yizhi) steht seit 1996 auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China (4-20).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Koordinaten: 34° 22′ 49,9″ N, 109° 12′ 16,6″ O

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