Jochen Oehler
Jochen Oehler (* 30. November 1942 in Erkner; † 12. Oktober 2017)<ref name="Nachruf">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Nachruf vbio Landesverband Sachsen (abgerufen am 18. Oktober 2017) ( vom 20. Oktober 2017 im Internet Archive)</ref><ref>Traueranzeige Märkische Allgemeine (abgerufen am 31. Oktober 2017)</ref> war ein deutscher Verhaltens- und Neurobiologe.
Leben[Bearbeiten]
Jochen Oehler legte 1961 das Abitur in Berlin-Blankenfelde ab.<ref name="ProfKat" /> Danach studierte er bis 1967 Biologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Oehler promovierte 1972 bei Günter Tembrock über die Bioakustik des Erlenzeisigs<ref>Jochen Oehler: Experimentelle Untersuchungen zur Analyse akustischer Kommunikation beim Erlenzeisig (Carduelis spinus L.) unter besonderer Berücksichtigung bidirektionaler Informationsprozesse und der Anwendung informationstheoretischer Methoden. Dissertation. Berlin 1973.</ref><ref>Andreas Wessel (2004): Catalogue raisonne (1940-2003) of Guenter Tembrock. Mitteilungen aus dem Museum für Naturkunde in Berlin. Deutsche Entomologische Zeitschrift (Special Issue): 49–84. [1]</ref> und erhielt den Johann-Gottlieb-Fichte-Preis I. Klasse.<ref name="ProfKat" />
1974 wechselte Oehler nach Dresden an die Medizinische Akademie „Carl Gustav Carus“. Dort arbeitete er zunächst bis 1976 in der Abteilung Automatische Patientenüberwachung. Danach wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter, später Oberassistent und Arbeitsgruppenleiter am dortigen Institut für Pharmakologie und Toxikologie.<ref name="ProfKat" />
1987 verteidigte er an der Humboldt-Universität seine Dissertation B Zur Dynamik und Pharmakologie neurobiologischer Veränderungen bei Störungen der Organismus-Umwelt-Beziehungen unter besonderer Berücksichtigung sozialer Isolation und erhielt 1990 die Venia legendi für Medizinische Biologie an der Medizinischen Akademie Dresden.<ref name="ProfKat" /> Im gleichen Jahr wurde er Direktor des zur Ausbildung der Mediziner gegründeten Instituts für Biologie, das allerdings 1994 aufgelöst wurde. Danach leitete Oehler die Arbeitsgruppe Neurobiologie an der Klinik und Poliklinik für Psychologie und Psychiatrie.
1995 wurde Oehler zum außerplanmäßigen Professor der Neurobiologie und Verhaltenswissenschaft an der Medizinischen Fakultät der TU Dresden ernannt.<ref name="ProfKat" />
1990 war Oehler Gründungsmitglied und später auch Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen sowie 1997–2007 Vizepräsident des Verbandes Deutscher Biologen (VdBiol).<ref>Joachim Klose & Jochen Oehler (Hrsg.): Gott oder Darwin. Springer 2008, ISBN 978-3540779353.</ref>
Oehler wohnte zuletzt in Mellensee<ref>Telefonbucheintrag Mellensee, Schwarzer Weg 1 (abgerufen am 20. Oktober 2017)</ref>, wo er sich unter anderem im Verein „proMellensee e. V.“ für den Naturschutz engagierte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vorstand Verein proMellensee ( vom 20. Oktober 2017 im Internet Archive) (abgerufen am 19. Oktober 2017)</ref> Oehler starb nach langer schwerer Krankheit.<ref name="Nachruf" /> Seine Partnerin war Dr. rer. nat. Monika Jähkel,<ref>Jochen Oehler (Hrsg.): Der Mensch - Evolution, Natur und Kultur. Springer-Verlag 2010. (Danksagung auf Seite V). ISBN 978-3642103506.</ref> mit der er an der TU Dresden einige gemeinsame Publikationen zur Neurobiologie von Ratten veröffentlichte.<ref>M Jähkel auf Research Gate (abgerufen am 31. Oktober 2017)</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="ProfKat">Caris-Petra Heidel & Marina Lienert (Hrsg.): Die Professoren der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus Dresden und ihrer Vorgängereinrichtungen 1814-2004. De Gruyter 2004, ISBN 978-3598117206.</ref> </references>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Oehler, Jochen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Verhaltens- und Neurobiologe |
| GEBURTSDATUM | 30. November 1942 |
| GEBURTSORT | Erkner |
| STERBEDATUM | 12. Oktober 2017 |