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Joel Engel

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Datei:Joel Engel.jpg
Joel Engel (um 1924)

Joel Engel, geboren als Juli Dmitrijewitsch Engel ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), wiss. Transliteration {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 16. Apriljul. / 28. April 1868greg. in Berdjansk, Russisches Kaiserreich; † 11. Februar 1927 in Tel Aviv, Palästina)<ref group="A">Zum Geburtsdatum liegen unterschiedliche Angaben vor. Am häufigsten belegt ist 16./28. April.</ref><ref name=mgg>Stuart Campbell: Ėngel’, Julij Dmitrievič. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 6 (Eames – Franco). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2001, ISBN 3-7618-1116-0 (Online-Ausgabe, für Vollzugriff Abonnement erforderlich)</ref> war ein russischer Komponist, Musikwissenschaftler und Musikkritiker.

Leben[Bearbeiten]

Joel (Juli) Engel studierte zunächst Jura an der Universität Charkow und Musiktheorie bei Andrejs Jurjāns an der dortigen Fachschule.<ref name=mgg/> Auf Empfehlung Tschaikowskis ging er 1893 ans Moskauer Konservatorium, wo er sein Musikstudium in den Fächern Komposition bei Michail Ippolitow-Iwanow und Kontrapunkt bei Sergej Tanejew 1897 abschloss.<ref name=mgg/> Nach dem Studium arbeitete er über 20 Jahre lang als Musikkritiker für die Tageszeitung Moskowskije Wedomosti (Moskauer Nachrichten). Er veröffentlichte auch die russische Ausgabe des Riemann Musiklexikons.<ref name=grove>Edith Gerson-Kiwi, Bret Werb: Engel, Joel [Yuly Dmitrevich]. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich).</ref>

Im Jahre 1900 begann Engel, jüdische Volkslieder in Russland zu sammeln und zu arrangieren. 1908 gründete eine Gruppe gleichgesinnter Komponisten, darunter Solomon Rosowsky (1878–1962) und Lazare Saminsky (1882–1959), in St. Petersburg die Gesellschaft für jüdische Volksmusik. Engel schrieb in der Folge weitere Bearbeitungen jüdischer Folklore und initiierte deren Aufführungen in Russland.

1912 begleitete er den Schriftsteller und Ethnografen Salomon An-ski (1863–1920) auf einer Expedition zur Sammlung von Volkslieder im jüdischen Ansiedlungsrayon. Nach der Oktoberrevolution 1917 arbeitete er am Volkskommissariat für Bildung und lehrte am Moskauer Konservatorium.<ref name=musenc></ref> Engel komponierte die Eingangsmusik zu An-Skis Drama Der Dibbuk. Durch seine Bühnenmusik zur hebräischen Version dieses Werks, die 1922 am jüdischen Theater Habimah in Moskau zur Uraufführung kam, erlangte Engel große Bekanntheit.<ref name=dyb>Joel Engel: The Dybbuk Suite, op. 35 (1922) auf Pro Musica Hebraica (englisch)</ref>

Datei:Yoel Engel tomb.JPG
Grab auf dem Trumpeldor-Friedhof in Tel Aviv

1922 gelangte Engel nach Deutschland. In Berlin war er an der Gründung des Musikverlages Juwal Verlagsgesellschaft für jüdische Musik beteiligt und übernahm dessen künstlerische Leitung.

1924 wanderte Engel nach Palästina aus. Dort unterrichtete er an der Musikschule Shulamith in Tel Aviv und komponierte Schauspielmusik für das Ohel-Theater.<ref>Eintrag zu Joel Engel in der Musica Judaica von Jascha Nemtsov, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 26. Februar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musica-judaica.com, abgerufen am 25. November 2013.</ref>

Joel-Engel-Preis[Bearbeiten]

Nach Engel ist der Joel-Engel-Preis der Stadt Tel Aviv benannt. Preisträger sind u. a. die Komponisten Menachem Avidom (1947 und 1956), Ben-Zion Orgad (1961) und Jacob Gilboa (1973).

Aufnahmen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Joel Engel/S. An-Ski: Der Dybuk, Classic-Meets-Klezmer-Ensemble, Arrangements: Irith Gabriely, Text und Nachdichtung: Iris Anna Otto, Sprecherin: Iris Anna Otto, Aufnahme: September/Oktober 1994, Tonstudio van Geest, Sandhausen, Kranichsteiner Literaturverlag, Best.-Nr. TA 197, Compact Disc

Literatur[Bearbeiten]

  • Jehoash Hirshberg: Music in the Jewish community of Palestine 1880–1948. A social history. Oxford: Clarendon Press, 1995

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Joel Engel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

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