Johannes Ebert

Johannes Ebert (* 1963 in Ulm) ist ein deutscher Orientalist. Er war von 2012 bis 2026 Generalsekretär des Goethe-Instituts.
Leben[Bearbeiten]
Nach dem Abitur am Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium in Weißenhorn<ref>Johannes Ebert, Leiter Goethe-Institut. Deutsche Welle, 6. Januar 2013, abgerufen am 20. Juni 2025.</ref> und dem Studium der Islamwissenschaft und Wissenschaftlichen Politik in Freiburg im Breisgau und in Damaskus volontierte Ebert bei der Tageszeitung Heilbronner Stimme, bevor er 1991 Mitarbeiter des Goethe-Instituts wurde. Nach Stationen als Dozent (Lehrkraft für Deutsch als Fremdsprache) am Goethe-Institut in Prien (1993–1994), als Referent für Sprachkursarbeit am Goethe-Institut Riga/Lettland (1994–1995) und als stellvertretender Leiter des Bereichs Öffentlichkeitsarbeit in der Münchner Zentrale des Goethe-Instituts (1995–1997) leitete er von 1997 bis 2002 das Goethe-Institut Kiew (Ukraine). Von 2002 bis 2007 war er Leiter des Goethe-Instituts Kairo (Ägypten) und Leiter der Region Nordafrika/Nahost des Goethe-Instituts. Anschließend leitete er von 2007 bis 2012 das Goethe-Institut Moskau und die Region Osteuropa/Zentralasien.
Am 1. März 2012 wurde Ebert Generalsekretär des Goethe-Instituts. Er amtierte bis Juli 2026.<ref>Gitte Zschoch wird neue Generalsekretärin des Goethe-Instituts. In: Deutschlandfunk Kultur. 27. April 2026, abgerufen am 27. April 2026.</ref>
Ebert war Mitglied des Stiftungsrats des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin (2015–2025), Mitglied des Beirats der Kulturakademie Tarabya (2012–2026), Mitglied des Beirats der deutsch-türkischen Jugendbrücke (2020–2026), institutionelles Mitglied des Kuratoriums des DAAD (2012–2026), korrespondierendes institutionelles Mitglied des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa), Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung Internationale Jugendbibliothek (2019–2026) sowie Kuratoriumsmitglied des Villa Aurora & Thomas Mann House e.V.<ref>Vereinsorgane - VATMH (de). Abgerufen am 15. November 2021.</ref> (2019–2026). Darüber hinaus war Ebert Mitglied des Kuratoriums der DFB-Kulturstiftung<ref>Vorstand und Kuratorium. 25. März 2014, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref> (2022–2026) und Mitglied des Hochschulrats der Hochschule für Musik und Theater München<ref>Hochschulrat HMTM; abgerufen am 23. Januar 2024.</ref> (2023–2026). 2021 bis 2023 war er Mitglied im Board of Directors von EUNIC, dem European Union National Institutes of Culture.<ref>European Union National Institutes for Culture – Board of Directors. Auf Eunicglobal.eu, abgerufen am 23. Januar 2024.</ref> Von Juni 2022 bis Juni 2023 übernahm er für ein Jahr das Präsidentenamt von EUNIC.<ref>European Union National Institutes for Culture – Former Presidents of EUNIC. Auf Eunicglobal.eu, abgerufen am 23. Januar 2024.</ref>
Ebert ist verheiratet und hat drei Kinder.
Schriften[Bearbeiten]
- Freier leben – weltweit. In: Bernecker, Roland, Ronald Grätz (Hrsg.): Kultur und Freiheit – Beschreibung einer Krise, Steidl, 2021.
- mit Olaf Zimmermann u. a. (Hrsg.): AKBP - Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik: Ein Rückblick zu Ehren von Klaus-Dieter Lehmann. Deutscher Kulturrat, 2020.
- mit Klaus-Dieter Lehmann, Andreas Ströhl, Nikolai Blaumer (Hrsg.): Teilen und Tauschen. S. Fischer Verlage, 2017.<ref>opus5 interaktive medien gmbh, http://www.opus5.de: S. Fischer Verlage - Teilen und Tauschen (Taschenbuch). Abgerufen am 6. September 2017.</ref>
- mit Andrea Zell (Hrsg.): Klima Kunst Kultur. Der Klimawandel in Kunst und Kulturwissenschaften. 2014.
- mit Ronald Grätz (Hrsg.): Menschenrechte und Kultur. Das Menschenrecht auf Kultur. 2014.
- mit Günther Hasenkamp, Johannes Odenthal, Sarah Rifky, Stefan Winkler (Hrsg.): Positionen 7: Zeitgenössische Künstler Arabische Welt. 2013.
- Starke Strukturen, kreative Ansätze und große Aufgaben in der Zukunft. Die Förderung der deutschen Sprache durch das Goethe-Institut in Russland. In: Ammon, Ulrich/Kemper, Dirk (Hrsg.): Die deutsche Sprache in Russland. Geschichte, Gegenwart, Zukunftsperspektiven. 2011.
- als Herausgeber: MIDAD – das deutsch-arabische Stadtschreiberprojekt. Palmyra-Verlag, 2007.
- Kulturdialog mit der arabischen Welt – Chance für Austausch und Annäherung. In: Qantara.de, 2007.<ref>Kulturdialog mit der arabischen Welt: Chance für Austausch und Annäherung - Qantara.de. In: Qantara.de - Dialog mit der islamischen Welt. (qantara.de [abgerufen am 6. September 2017]).</ref>
- Unity in Diversity: Who is doing What in German Educational and Cultural Politics Abroad? In: Nils Warner (Hrsg.): Mediterranean Sea – Gap or Bridge? 2006.
Weblinks[Bearbeiten]
- Interviews und Reden des Generalsekretärs Johannes Eberts (Goethe-Institut)
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Typisch deutsch - Johannes Ebert, Leiter Goethe-Institut ( vom 22. Januar 2015 im Internet Archive), DW, 6. Januar 2013
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ebert, Johannes |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Orientalist, Generalsekretär des Goethe-Instituts |
| GEBURTSDATUM | 1963 |
| GEBURTSORT | Ulm |