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John Augustine Collins

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Datei:John Collins 28AWM P00444 093 29.jpg
John Collins, 1943

Sir John Augustine Collins KBE CB (* 7. Januar 1899 in Deloraine bei Westbury, Australien; † 3. September 1989 in Sydney, Australien) war ein australischer Marineoffizier im Zweiten Weltkrieg. Er war von 1948 bis 1955 der Oberbefehlshaber der Australischen Marine (Royal Australian Navy).

Leben[Bearbeiten]

Mit 14 Jahren begann Collins seine militärische Ausbildung an der kurz zuvor gegründeten Marineakademie (Royal Australian Naval College) im Jervis Bay Territorium in New South Wales. Er gehörte zu den ersten Kadetten der Einrichtung. Ein weiterer Absolvent seines Jahrgangs war der spätere Rear-Admiral Harold Farncomb. Im Januar 1917 erhielt Collons den Rang eines Midshipman, wurde zur britischen Royal Navy abgestellt und im Ersten Weltkrieg auf dem Schlachtschiff HMS Canada und dem Zerstörer HMS Spenser eingesetzt.

Er wurde zunächst zum Geschützoffizier ausgebildet und stieg zwischen den Weltkriegen in der militärischen Hierarchie kontinuierlich auf. 1927 zum Lieutenant Commander befördert, erhielt er 1930 mit dem Zerstörer HMAS Anzac sein erstes eigenes Kommando. Nach einer Stabsausbildung am Royal Naval College in Greenwich wurde er 1932 zum Commander befördert und 1937 zum Captain befördert. 1938 wurde er stellvertretender Chef des Marinestabs und Leiter des Marinenachrichtendienstes im Navy Office in Melbourne.

In den ersten zwei Jahren des Zweiten Weltkrieges befehligte Collins den Leichten Kreuzer HMAS Sydney im Mittelmeer. Unter dem Kommando von John Collins versenkte das australische Kriegsschiff im Juli 1941 den modernen italienischen Leichten Kreuzer Bartolomeo Colleoni, wobei 121 italienische Seeleute den Tod fanden. Collins wurde von der Sydney versetzt, einige Monate bevor diese im November 1941 sank. Am 19. November 1941 versenkte der deutsche Hilfskreuzer Kormoran die Sydney im Indischen Ozean. Die gesamte Besatzung von 645 Mann ging verloren.

Im Jahre 1943 befehligte Collins den Schweren Kreuzer HMAS Shropshire. Der Kreuzer nahm unter dem Kommando von Collins an den Kämpfen um Bougainville, um die Admiralitätsinseln, um Hollandia in Niederländisch-Neuguinea und der alliierten Landung in Neubritannien teil.

Anschließend erhielt Collins das Kommando über die gemeinsam mit der US-Navy aufgestellte Task Force 74. Sein Flaggschiff war die Australia. Während der See- und Luftschlacht im Golf von Leyte wurde die Australia am 21. Oktober 1944 das erste Opfer eines japanischen Kamikaze-Angriffes. Zu den 30 australischen Todesopfern zählte auch der Kommandant des Kreuzers Captain Emile Dechaineux. Collins erlitt schwere Verletzungen, weshalb er seinen Dienst erst im Juli 1945 wieder antreten konnte.

Captain Collins war der offizielle Vertreter der Australischen Marine bei der Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde Japans am 2. September 1945 in der Bucht von Tokio auf dem Schlachtschiff Missouri.

1947 zum Rear-Admiral befördert, besuchte im selben Jahr das Imperial Defence College in London. Am 24. Februar 1948 wurde er als erster in Australien ausgebildeter Offizier als Chief of Navy Oberbefehlshaber der Australischen Marine. Er hatte dieses Amt bis zum 23. Februar 1955 inne. Zuletzt wurde er am 10. Mai 1950 zum Vice-Admiral befördert.

Nach dem Ende seiner militärischen Laufbahn diente Collins von 1956 bis 1962 als australischer Hochkommissar in Neuseeland.

Ehrungen[Bearbeiten]

Ihm wurden folgende Orden und Ehrenzeichen verliehen:

Die australische Marine ehrt ihren ehemaligen Oberkommandeur mit der Benennung ihrer derzeit modernsten U-Boot-Klasse. Das Typschiff der Collins-Klasse lief am 28. August 1993 vom Stapel und wurde von der Witwe des Admirals auf den Namen HMAS Collins getauft.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: John Augustine Collins – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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