John Trengove
John Trengove (* 21. März 1978 in Johannesburg) ist ein südafrikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor.
Leben[Bearbeiten]
John Trengove wurde 1978 zu Zeiten der Apartheid in Johannesburg geboren<ref name="3continents">The Wound In: 3continents.com. Abgerufen am 14. Januar 2018. (PDF; 228 KB)</ref> und wuchs dort in einer Familie auf, die ihn lehrte, die Vormacht und Autorität der Weißen infrage zu stellen.<ref name="arte">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.John Trengove und die verletzte Männlichkeit ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Januar 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: arte.tv, 21. April 2017.</ref> Sein Vater ist der bekannte südafrikanische Rechtsanwalt Wim Trengove.<ref>John Trengove In: berlinale-talents.de. Abgerufen am 14. Januar 2018.</ref>
Nach dem Studium an der Tisch School of the Arts in New York, wo er einen Master-Abschluss als Filmemacher erwarb,<ref>John Trengove In: torinofilmlab.it. Abgerufen am 14. Januar 2018.</ref> führte er Regie bei TV-, Dokumentar- und Werbefilmen. Trengrove ist auch als Theaterregisseur hervorgetreten.<ref>https://www.berlinale.de/de/archiv/jahresarchive/2017/02_programm_2017/02_Filmdatenblatt_2017_201710148.php#tab=video</ref> Am Anfang seiner Karriere beim Fernsehen war Trengove an der Produktion der Fernsehserien Hard Copy, The Lab und Bay of Plenty beteiligt. 2010 wurde er im Rahmen des Rose d’Or Light Entertainment Festivals für seine Arbeit an der Miniserie Hopeville ausgezeichnet.<ref name="3continents"/>
Bei dem Film Die Wunde handelt es sich um Trengoves Spielfilmdebüt. Der Film feierte im Januar 2017 im Rahmen des World Cinema Dramatic Competition des Sundance Film Festivals seine Weltpremiere. Am 9. Februar 2017 eröffnete er das Hauptprogramm der Sektion Panorama bei der 67. Berlinale, das sich dem Thema „Geschichte der Schwarzen in Nordamerika, Südamerika und Afrika“ widmete. Auch wenn Südafrika das erste afrikanische Land war, das gleichgeschlechtliche Ehen zuließ, ist die Bevölkerung zum größten Teil homophob.<ref name="arte"/> Trengove beschreibt im Film das Beschneidungsritual der Xhosa und im Heimlichen geführte homosexuelle Beziehungen. In Queer ist zu lesen, der Regisseur rüttele damit gleich an zwei südafrikanischen Tabus, da dort sowohl über Homosexualität als auch über das umstrittene Ukwaluka-Ritual kaum gesprochen werde.<ref> Jetzt in der Queerfilmnacht: Schwul in Südafrika: Tödliche Traditionen In: queer.de, 11. August 2017.</ref>
Anfang Oktober 2017 wurde bekannt, dass Die Wunde von Südafrika als Nominierungskandidat in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film für die Oscarverleihung 2018 eingereicht wurde.<ref>Christopher Vourlias: South Africa Enters 'The Wound' in Foreign-Language Oscar Race In: Variety, 1. Oktober 2017.</ref> Nach dem Bekanntwerden dieser Einreichung äußerten Stammesführer der Xhosa grundsätzliche Vorbehalte, da in dem Film vor allem der Initiationsritus ihrer Ethnie in den Vordergrund gestellt werde. Der Übergang der Jugendlichen zur Gruppe der Erwachsenen sei aber ein heiliger Vorgang, und die Produzenten hätten daraus einen Witz gemacht, lautete die Kritik. Der Sprecher der Stammesführer äußerte sich enttäuscht darüber, dass die Regierung die Ausstrahlung des Films erlaube.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Südafrika: Stammesführer kritisieren Film ‚Die Wunde‘ ( des Vorlage:IconExternal vom 8. Oktober 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: Deutschlandfunk, 2. Oktober 2017.</ref><ref>http://www.channel24.co.za/Movies/News/south-africas-oscars-film-is-20171001</ref> Mitte Dezember 2017 wurde bekannt, dass der Film von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences auf die entsprechende Shortlist gesetzt wurde.<ref>Gregg Kilday: Oscars: Academy Unveils Foreign Language Film Shortlist In: The Hollywood Reporter, 14. Dezember 2017.</ref>
Für seinen ersten englischsprachigen Spielfilm Manodrome (2023) mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle erhielt er eine Einladung in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin.
Trengove ist Mitglied der Künstlervereinigung Against Jealousy.<ref name="3continents"/>
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
- 2006: Hard Copy (Fernsehserie)
- 2006–2008: The Lab (Fernsehserie)
- 2007–2008: Bay of Plenty (Fernsehserie)
- 2009: Hopeville (Fernsehserie)
- 2014: iBhokhwe (Kurzfilm)
- 2014: Swartwater (Fernsehserie)
- 2017: Die Wunde (The Wound)<ref>The Wound In: qffm.de. Abgerufen am 14. Januar 2018.</ref>
- 2023: Manodrome
- 2024: White Lies (Fernsehserie, 4 Folgen)
Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]
Black Reel Award
- 2018: Nominierung für den Besten fremdsprachigen Film (Die Wunde)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Get Out Dominates the Black Reel Awards ( des Vorlage:IconExternal vom 19. Dezember 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. In: blackreelawards.com, 13. Dezember 2017.</ref>
- 2017: Auszeichnung für den Besten Erstlingsfilm (Die Wunde)<ref>unbekannte Überschrift. In: washingtonpost.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Oktober 2017; abgerufen am 4. Februar 2024. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>
Internationale Filmfestspiele Berlin
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Trengove, John |
| KURZBESCHREIBUNG | südafrikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 21. März 1978 |
| GEBURTSORT | Johannesburg, Südafrika |
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