Jonathan Noyce
Jonathan Mark Thomas Noyce [nʊɪs] (* 15. Juli 1971 in Sutton Coldfield, heute Teil von Birmingham, West Midlands, England),<ref name="allmusic">Gary Hill: Artist Biography by Gary Hill. In: ALLMUSIC. Abgerufen am 31. Mai 2018.</ref> ist ein britischer Musiker. Er spielt E-Bass und ist in erster Linie bekannt als Mitglied der britischen Rockband Jethro Tull (1995 bis 2007).<ref name="jethrotull">Jonathan Noyce, Bass Guitar. In: Jethro Tull. jethrotull.com, 2015, abgerufen am 31. Mai 2018.</ref> Noyce arbeitete auch jahrelang mit dem Gitarristen und Sänger Gary Moore zusammen.<ref name="Gary" />
Leben[Bearbeiten]
Kindheit, Jugend und Ausbildung[Bearbeiten]
Sein Vater Peter war Chorleiter und Assistenzorganist an der Kathedrale von Lichfield, seine Mutter Jane Stadtplanerin.<ref name="zoominfo">Jonathan Mark Noyce, Band Member. In: zoominfo. zoominfo.com, abgerufen am 7. Oktober 2017.</ref> Jonathan wuchs auf mit den Klängen der Chöre, Orgeln und mit der Orchestermusik, die auf der kleinen Plattensammlung seiner Eltern zu hören waren.<ref name="jethrotull" /> Mit 16 und 17 Jahren spielte er Schlagwerk, kleine Trommeln, Pauken und Xylophone in Orchestern. Später probierte er viele andere Musikinstrumente aus, z. B. Klavier, Gitarre und Trompete. Seinen ersten bezahlten Gig mit dem Bass bekam er mit 17.<ref>A Few Words With...Jonathan Noyce. In: Progsheet. progsheet1.hypermart.net, abgerufen am 16. Oktober 2017.</ref> Er ist Absolvent der Royal Academy of Music in London.<ref name="allmusic" />
Karriere[Bearbeiten]
Frühe Karriere[Bearbeiten]
Seinen ersten Erfolg hatte Noyce mit der britischen Popgruppe Take That<ref name="zoominfo" />, für die er bei einer Studioaufnahme 1993 E-Bass spielte. In diesem Zeitraum arbeitete er eng mit dem Produzenten Joey Negro alias Dave Lee zusammen.<ref>Universe Of Love. discdogs.com, 1993, abgerufen am 16. Oktober 2017.</ref>
Im Jahr 1995 trafen sich Noyce und Jethro-Tull-Gitarrist Martin Barre, der ihn bat, bei seinem Soloalbum The Meeting mitzuspielen.<ref>THE MEETING, Martin Barre Crossover Prog. In: progarchives.com. Abgerufen am 30. August 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daraus wurde für Noyce eine Gelegenheit, Jethro-Tull-Frontmann Ian Anderson kennenzulernen, der ihn einlud, bei seiner Divinities-Welttournee mitzumachen. Ein paar Monate später erklärte Dave Pegg seinen Rücktritt von Jethro Tull. Jonathan Noyce war die erste Wahl als Nachfolger und kam im August 1995 zur Band.<ref name="allmusic"/><ref name="jethrotull" /><ref>JONATHAN NOYCE. In: Hawaii Book Library. hawaiilibrary.net, 2015, abgerufen am 22. April 2015.</ref> Während seiner elf Jahre mit Jethro Tull reiste er um die Welt und wirkte bei den Aufnahmen von einigen Studioalben sowie Live-Einspielungen mit. Seine letzte Tätigkeit mit Jethro Tull war die Arbeit an The Jethro Tull Christmas Album 2003.<ref>Zachary Nathanson: Review: Jethro Tull – The Zealot Gene. In: echoesanddust.com. 11. Februar 2022, abgerufen am 29. Mai 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nach seinen eigenen Worten spielt er ‚Tarn-Bass‘: „Du kannst ihn nicht hören, aber du kannst ihn fühlen“.<ref>JETHRO TULL: (LIVING WITH THE PAST) – 2001 LIVE CONCERT FOOTAGE. 33:48. In: Jethro Tull. youtube.com, 2015, abgerufen am 4. September 2015.</ref>
Eines seiner Vorbilder ist der Bassist und Sänger Mark King von Level 42.<ref name="fpo">Jon Liebman: Exclusive interview. forbassplayersonly.com, 15. März 2021, abgerufen am 19. April 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Abgesehen von Jethro Tull arbeitete Noyce lange mit dem Gitarristen Gary Moore<ref name="Gary">Gary Moore Biography. gary-moore.com, 1993, abgerufen am 27. April 2018.</ref><ref>Robert William GARY MOORE. In: Gary Moore. gary-moore.com, 2015, abgerufen am 22. April 2015.</ref> zusammen, er spielte bei dessen Blues-Album Old New Ballads mit und dem Gedenkkonzert für Phil Lynott, One Night in Dublin, bei dem Mitglieder von Thin Lizzy dabei waren, ebenso bei Moores letzter aufgezeichneter Show Live At Montreux 2010. 2006 spielte Noyce bei einigen europäischen Tour-Terminen von The Divine Comedy. Seit 2007 ist Noyce Mitglied der britischen Band Archive.<ref>Archive Jonathan Noyce. In: SPIRIT OF ROCK. spirit-of-rock.com, 2015, abgerufen am 22. April 2015.</ref> Rick Wakeman holte ihn 2009 für seine Konzerte im Hampton Court Palace. Diese Shows sind als The Six Wives of Henry VIII Live at Hampton Court Palace aufgenommen und gefilmt worden.<ref>Rick Wakeman The Six Wives Of Henry VIII - Live At Hampton Court Palace. In: BABY-BLAUE SEITEN. babyblaue-seiten.de, 2015, abgerufen am 28. April 2015.</ref><ref>THE SIX WIVES OF HENRY VIII – LIVE AT HAMPTON COURT PALACE (DVD) Rick Wakeman Symphonic Prog. In: prog-archives. progarchives.com, 2015, abgerufen am 28. April 2015.</ref> Bei Gary Moores Sommer-Rock-Tournee 2010 durch ganz Europa spielte Noyce wieder mit. Zur Band gehörte ebenfalls der Schlagzeuger Darrin Mooney und Neil Carter, Gitarre und Keyboard. Dieses Celtic-Rock-Projekt endete mit dem plötzlichen Tod von Moore am 6. Februar 2011.<ref name="Gary" /><ref>Robert William GARY MOORE. In: Gary Moore. gary-moore.com, 2015, abgerufen am 22. April 2015.</ref>
Weitere Karriere[Bearbeiten]
2010 hatte Jonathan Noyce einen seiner größten kommerziellen Erfolge mit der Veröffentlichung des Werks Bleu Noir<ref>Bleu Noir, credits. In: ALLMUSIC. allmusic.com, 2015, abgerufen am 28. April 2015.</ref> der französisch-kanadischen Sängerin Mylène Farmer, für die Noyce alle Bass-Tracks lieferte. Beim Eurosonic Festival im Januar des gleichn Jahres unterstützte Noyce den Debüt Auftritt von Love Amongst Ruin. Zwei Jahre später arbeitete er wieder mit seinem ehemaligen Jethro-Tull-Bandkollegen Martin Barre zusammen,<ref>Jethro Tull guitarist Martin Barre takes high road on TAAB2 rift. In: Goldmine. goldminemag.com, 2015, abgerufen am 22. April 2015.</ref> bei Live-Shows in ganz Europa. Auf Barres Soloalbum Away With Words (2013) ist Noyce ebenfalls zu hören.<ref>MARTIN BARRE & JONATHAN NOYCE BAND. In: where’s up? wheresup.com, 2015, abgerufen am 22. April 2015.</ref> Im selben Jahr schloss er sich für einige Shows Sixto Rodriguez an, unter anderem beim Montreux Jazz Festival und dem Glastonbury Festival. Im Dezember war er bei einem Konzert von Pentangle dabei, bei dem das Leben von Bert Jansch gewürdigt wurde.
Bei der Gentle-Giant-Ableger-Band Drei Freunde spielte Noyce 2014 mit. Er war auch wieder mit Martin Barre auf Tour<ref>Jethro Tull-Gitarrist Martin Barre spielt in Münster. 14. August 2014, abgerufen am 14. Mai 2016.</ref> Er spielte die Soundtracks zu den Filmen I Am Ali<ref>Song Credits. In: Soundtrack.Net. soundtrack.net, 2015, abgerufen am 22. April 2015.</ref> und The Man From U.N.C.L.E. mit ein. Archive veröffentlichte den Film Axiom und war beim Montreux Jazz Festival. Noyce war der Produzent von Mike Marlins Album The Secret of My Success. Beim Archive-Album Restriction (2015) spielte Noyce sowohl Bass<ref>Restriction. In: ALLMUSIC. allmusic.com, 2016, abgerufen am 7. Oktober 2017.</ref> als auch Minimoog. Im Jahr darauf war er mit dieser Band auf Tournee. Beim Soundtrack des Films King Arthur: Legend of the Sword von Guy Ritchie 2016 war Noyce am Bass.<ref name="Jonathan-Noyces">Jonathan Noyce: Jonathan Noyce's Conscientious and Fully Formed Musical Information Page. In: facebook. 17. März 2017, abgerufen am 5. Juni 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Titelsong des Films Gold – Gier hat eine neue Farbe von Stephen Gaghan (Musik Daniel Pemberton), komponiert und eingespielt von Iggy Pop und DJ Danger Mouse. Noyce hat dazu und zur übrigen Filmmusik beigetragen.<ref name="Jonathan-Noyces" /> Er spielte auch mit auf The False Foundation<ref>The False Foundation. In: Allmusic. allmusic.com, 2016, abgerufen am 7. Oktober 2017.</ref> (Archive). 2020 war Mr. Noyce am Album Nine Witches Under A Walnut Tree von Oscillazioni Alchemico Kreative (O.A.K.) beteiligt.<ref>Juergen Meurer: Oscillazioni Alchemico Kreative (O.A.K.) – Nine Witches Under A Walnut Tree. In: betreutesproggen.de. 28. Februar 2021, abgerufen am 29. Mai 2023.</ref>
Einflüsse[Bearbeiten]
J.S. Bach, The Beatles, Miles Davis, Aphex Twin, Squarepusher, Tom Petty & The Heartbreakers; Stille, Chemie, Sonar<ref name="Jonathan-Noyces" />
Equipment[Bearbeiten]
E-Bässe[Bearbeiten]
Hauptinstrumente von Jonathan Noyce sind eine original 1960 Fender-Precision-Bass-Gitarre<ref name="equipboard">Jonathan Noyce. equipboard.com, abgerufen am 7. Oktober 2017.</ref> (die einen „eineiigen Zwilling“ hat, von Fender Masterbuilt Handwerker Ian Waller gebaut), Yamaha-Bässe (BB1100s, Fretless, BB3000 & BB2025X), Wal-Bässe (custom 4, 4 Fretless- und 5-String), Fender Musicmaster, einen 1964 Fender Jazz Bass, einen Epiphone Rivoli Bass, einen Guild Akustik und einen Zeta Crossover UEB und einen Music Man StingRay.<ref>Music Man Stingray Bass. In: equipboard.com. Abgerufen am 16. Oktober 2017.</ref> Seit April 2015 ist auch ein Höfner-Bass dabei.<ref name="Jonathan-Noyces" /> Er benutzt D’Addario und Flatwound-Saiten.<ref name="proboards">Q & A with Jonathan Noyce. jethrotull.probands.com, 30. Juni 2008, abgerufen am 16. Oktober 2017.</ref>
Tasteninstrumente[Bearbeiten]
Zusätzlich spielt Noyce Keyboards, Minimoog<ref>profile. In: LinkedIn. linkedin.com, 2015, abgerufen am 23. April 2015.</ref> und Moog Bass.<ref>Archive – Controlling Crowds. In: Discogs. discogs.com, 2015, abgerufen am 23. April 2015.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Karl Schramm (Hrsg., Übers.): Jethro Tull Songbook. Palmyra, Heidelberg 2011, ISBN 3-9802298-5-8.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Weblinks[Bearbeiten]
- Jonathan Noyces Seite bei myspace (englisch)
- Artist Biography by Gary Hill (englisch)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Noyce, Jonathan |
| ALTERNATIVNAMEN | Noyce, Jonathan Mark Thomas (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | britischer Musiker |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1971 |
| GEBURTSORT | Sutton Coldfield, Warwickshire, England |
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