Jorge La Guardia
Jorge La Guardia (bürgerlich Jorge Guardia Lupiáñez;<ref>Jorge La Guardia. In: Tollenbrink, abgerufen im Herbst 2026.</ref> * 21. April 1937 in Albaicín)<ref name="Jorge">Jorge La Guardia, kurze Autobiographie in: ARTFORUM, dokument 2 von Hermann Otto</ref> ist ein spanischer Künstler, der am Engelbosteler Damm in Hannover lebt und arbeitet.<ref name="eigene Website">Website des Künstlers</ref>
Leben[Bearbeiten]
Jorge Guardia Lupiáñez kam 1937 während des Spanischen Bürgerkriegs<ref name="Angel Balbuena">Angel Balbuena in ARTFORUM dokument 2,Jorge La Guardia</ref> als Sohn eines Gemüsebauern in der Altstadt von Granada zur Welt. Im Alter von 14 Jahren begann er eine Ausbildung als Schlosser. Er besuchte parallel von 1951 bis 1958 die Werkkunstschule in Granada.<ref name="Jorge"/> Dort fertigte er erste Schmiedearbeiten.<ref name="eigene Website"/>
1958 zog Guardia zu einer Künstlergruppe nach Ibiza, ein Jahr darauf nach Barcelona, wo er tief durch die Arbeiten des katalanischen Architekten und Künstlers Antoni Gaudí beeinflusst wurde. Seinen Broterwerb erzielte er dort jedoch noch mit Folklore und kleineren Kupferarbeiten.<ref name="Jorge"/>
1961 besuchte Guardia das für ihn „geheimnisvolle Deutschland“ – und blieb dort bis heute. 1966 arbeitete er bei der Firma Henschel als Schweißer. Unterdessen entstanden Entwürfe und erste kleinere Stahlplastiken.<ref name="Jorge"/>
1969 produzierte Guardia in Heimarbeit Gipsarbeiten und Miniatur-Terrakotten.<ref name="Jorge"/> Ein Jahr darauf fertigte er Stahlplastiken und Arbeiten in Kupfer und fand durch die Freundschaft mit dem Gitarristen Hans Haider zu einer Verbindung von Folklore und Plastik.<ref name="eigene Website"/>
1970 traf La Guardia, wie er sich inzwischen nannte, erstmals den seinerzeit in Linden tätigen Künstler Hans-Jürgen Breuste während dessen Holz- und Eisenzeit. Beide Künstler übten seitdem gegenseitigen Einfluss aufeinander aus.<ref name="Jorge"/>
Dennoch reichte das künstlerische Schaffen noch nicht zum Lebensunterhalt: Ende 1970 nahm Guardia eine Tätigkeit bei der Firma Günter Bode auf. In dieser Zeit entstanden einige Stahlblechplastiken und Proben in Kupfer und Beton, außerdem einige Tiefenreliefs.<ref name="Jorge"/>
Die große Wende kam 1975: Von lebenswichtiger Bedeutung war dem Künstler die gemeinsam mit einem Freund getätigte Einrichtung des ersten, eigenen Ateliers.<ref name="Jorge"/> In der Werkstatt mit Ausstellungsraum schuf er erste große Freiplastiken aus Eisen und Stahl für die Straßenkunst.<ref name="eigene Website"/> Im November desselben Jahres wurden in der Gartenstadt Tollenbrink in Hannover die ersten Großplastiken enthüllt, Altamira – Doña Rosita – Antonio. Unterdessen führte der Kontakt mit der argentinischen Malerin María Fraxedas und der im Hintergrund wirkenden Ángel Balbuena zu einer Veränderung im Schaffen La Guardias.<ref name="Jorge"/>
So beschäftigt sich La Guardia auch mit der Malerei.<ref name="eigene Website"/>
2004 trat er während des Masala-Musikfestivals auf, spielte Gitarre zu eigenem Gesang, begleitet von dem Flamenco-Gitarristen Miguel Casas und der Tänzerin Carmen Salado.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Masala-Rückblick 2004 ( vom 11. Dezember 2015 im Internet Archive)</ref>
Ausstellungen, Werke und Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1975: Plastiken Altamira, Dona Rosita und Antonio in der Gartenstadt Tollenbrink<ref name="Jorge"/>
- 1977 bis 1980: Ausstellungen in Hannover, Göttingen und Bad Pyrmont,<ref name="eigene Website"/>
- 1978 gewann er den 1. Preis der Lüders-Stiftung mit der Plastik „Durchdringung“ in Hannover.<ref name="eigene Website"/>
- 1980 schuf er den „Machu Picchu“-Brunnen auf dem Roderbruchmarkt in Hannover<ref name="eigene Website"/>
- 1981 nahm er mit Arbeiten an der Herbstausstellung des Kunstvereins Hannover teil<ref name="eigene Website"/>
- 1983 nahm er an der Ausstellung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst im Kunstverein Hannover teil<ref name="eigene Website"/>
- 1986 schuf er eine Plastik für das Deutsche Rote Kreuz in Hannover<ref name="eigene Website"/>
- 2005 wurde Guardia die Encomienda (Komtur) des spanischen Zivilverdienstordens verliehen<ref name="eigene Website"/>
- 2018 wurde ihm die Plakette für Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover verliehen<ref>Die aktuellen Stadtplakettenträger*innen. Für Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover. Urkundentexte und Laudatio. Landeshauptstadt Hannover, Stand: September 2024. S. 25.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Jobst Meyer: Bilder eines Freundes, in: Einladung / El Oja - weil es sieht, ist es Auge (A. Machado) / Jorge La Guardia / Bilder und Skulpturen / 5. - 20. September 2009 / Engelbosteler Damm 13 / 30167 Hannover / Hinterhaus, Galerie und Werkstatt, Faltblatt August 2009
- Hermann Otto (Hrsg. und Verlag): Jorge La Guardia, Bd. dokument 2 in der Reihe ARTFORUM, o. J. (Ende der 1970er Jahre)
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | La Guardia, Jorge |
| ALTERNATIVNAMEN | Guardia Lupiáñez, Jorge (wirklicher Name, vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | spanischer Künstler |
| GEBURTSDATUM | 21. April 1937 |
| GEBURTSORT | Albaicín |
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:LCCN in Wikipedia fehlt, in Wikidata vorhanden
- Bildender Künstler (Hannover)
- Maler (Spanien)
- Bildhauer der Moderne
- Spanischer Emigrant in Deutschland
- Träger der Stadtplakette Hannover
- Nordstadt (Hannover)
- Geboren 1937
- Mann