Joscheba
Joscheba war eine im Tanach genannte Tochter des Königs Joram und die Schwester des Königs Ahasja.
Etymologie[Bearbeiten]
Der hebräische Name Joscheba wird im MT in Vorlage:Bibel/Link {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) und in Vorlage:Bibel/Link יְהֹושַׁבְעַת jəhôšav‘at geschrieben. Die Namen sind bedeutungsgleich. Das Subjekt (יְהֹו jəhô) ist JHWH, das Prädikat gehört zur Wurzel שֶׁבַע šv‘ „schwören“.<ref>Gesenius, 16. Aufl. 1915, S. 803 – Internet Archive.</ref> Der Name bedeutet daher „JHWH hat geschworen“.
Die biblische Überlieferung[Bearbeiten]
Die Geschichte Joschebas wird in Vorlage:Bibel/Link und Vorlage:Bibel/Link erzählt. Sie ist ein Teil der Geschichte der macht- und religionspolitischen Auseinandersetzungen in den Königreichen Juda und Israel in den 840er und 830er Jahren des 9. Jahrhunderts v. Chr.: machtpolitisch zwischen dem Usurpator Jehu und der Dynastie der Omriden, religionspolitisch zwischen den Anhängern des Baal und den Anhängern JHWHs.<ref>Antonius H. J. Gunneweg: Geschichte Israels bis Bar Kochba. 2. Aufl. Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002989-4, S. 99–101.</ref>
Nachdem Jehu den König von Juda, Ahasja, getötet hatte, zog Ahasjas Mutter Atalja die Herrschaft in Jerusalem an sich. Um keinerlei Thronanwärter fürchten zu müssen, ließ sie im Jahre 842 v. Chr.<ref>so die Datierung von William Foxwell Albright</ref> bzw. 841 v. Chr.<ref>so die Datierung von Edwin R. Thiele</ref> die Angehörigen der Familie der Davididen, in die sie eingeheiratet hatte, ausrotten. Auch ihren Enkel Joasch, den Sohn Ahasjas, zu der Zeit noch ein Säugling, wollte Atalja töten. Doch Ahasjas Schwester Joscheba brachte ihren Neffen Joas vor seiner Großmutter in Sicherheit, indem sie ihn mit seiner Amme in ihrem Gemach versteckte. Joscheba war mit dem Hohepriester Jojada verheiratet (Vorlage:Bibel/Link), der sich „als Sachwalter davidischer Tradition“ verstand.<ref>Siegfried Herrmann: Geschichte Israels in alttestamentlicher Zeit. Chr. Kaiser, München 1973. ISBN 3-459-00869-5. S. 279.</ref> So vertraute Joscheba den kleinen Joas ihrem Mann an, der den künftigen König sechs Jahre lang im Tempelbezirk verbarg, um ihn in der Folge zum König zu machen. Atalja wurde im Anschluss auf Jojadas Geheiß getötet.
So kurz die Geschichte Joschebas auch ist, so ist sie als Glied in der Kette der biblischen Erzählungen der Rettungstaten von Frauen theologisch bedeutsam.
Literatur[Bearbeiten]
- Antje Labahn: Atalja und Joscheba (2 Chr 22,10–23,21). Ein spannungsvolles Verhältnis auf dem Hintergrund der beginnenden Konfrontation mit Samaria. In: Manfred Oeming (Hrsg.): Theologie des AT aus der Perspektive von Frauen. Lit Verlag, Münster 2003, ISBN 3-8258-6386-7, S. 277–311.
Weblinks[Bearbeiten]
- Renate Jost: Königin (AT). In: Michaela Bauks, Michael Pietsch, Stefan Alkier (Hrsg.): Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), Stuttgart 2007 ff.Vorlage:Abrufdatum
Fußnoten[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Joscheba |
| ALTERNATIVNAMEN | יהושבע (hebräisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | Tochter des Königs Joram und die Schwester des Königs Ahasja |
| GEBURTSDATUM | 9. Jahrhundert v. Chr. |
| STERBEDATUM | 9. Jahrhundert v. Chr. oder 8. Jahrhundert v. Chr. |