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Josef Fontana

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Josef Karl „Pepi“ Fontana (* 3. Juli 1937 in Neumarkt; † 5. Juni 2026<ref>Dr. Josef Fontana. In: TrauerHilfe.it. Abgerufen am 6. Juni 2026.</ref>) war ein Südtiroler Historiker und Mitglied des Befreiungsausschusses Südtirol.

Leben[Bearbeiten]

Fontana wuchs in Neumarkt auf, besuchte dort die Volksschule und erlernte dann das Malerhandwerk. Im Alter von 21 Jahren wurde er Mitglied des Befreiungsausschusses Südtirol. 1961 verübte er Sprengstoffanschläge auf die unbewohnte Villa des verstorbenen italienischen Nationalisten Ettore Tolomei in Glen, wobei großer Sachschaden entstand,<ref>Christoph Franceschini: Der Anschlag auf die Tolomei-Villa. In: salto.bz. 9. Oktober 2023. Abgerufen am 30. August 2026.</ref> sowie auf den Rohbau eines Volkswohnhauses in Bozen. Im Mai 1961, kurz vor der Feuernacht, wurde er verhaftet. Drei Jahre später wurde er im Mailänder Prozess zu 10 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt, welche im Berufungsprozess um neun Monate verkürzt wurden. Während der letztlich 7 Jahre und 9 Monate andauernden Haft bereitete er sich auf die Reifeprüfung vor, welche er 1970 in Salzburg ablegte. Später studierte er Germanistik, Geschichte und Philosophie in Innsbruck, wo er 1977 auch promoviert wurde.<ref name="salto">Christoph Franceschini: Der Anstreicher aus Neumarkt. In: salto.bz. Abgerufen am 30. August 2026.</ref> Von 1977 bis 1999 verfasste er mehrere historische Untersuchungen zur Geschichte Tirols, vor allem zum 19. und 20. Jahrhundert.<ref>Raetia-Verlag: Autoreninformation. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. November 2017; abgerufen am 6. November 2017.</ref> Von 1986 bis 1999 war er Direktor des Südtiroler Kulturinstituts. Er lebte in Bozen.<ref name="salto" /> 2026 starb Josef Fontana im Alter von 88 Jahren.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Der Kulturkampf in Tirol (= Schriftenreihe des Südtiroler Kulturinstitutes. Bd. 6). Athesia, Bozen 1978, ISBN 88-7014-049-0
  • (als Mitherausgeber): Geschichte des Landes Tirol. 4 Bände in 5 Teilen. Athesia-Tyrolia, Bozen-Innsbruck 1985–1990, ISBN 88-7014-473-9.
  • (als Herausgeber): Walter Freiberg (i. e. Kurt Heinricher): Südtirol und der italienische Nationalismus – Entstehung und Entwicklung einer europäischen Minderheitenfrage (= Schlern-Schriften. Bd. 282,1 und 2). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 1990 (1. Auflage), 2 Bände, ISBN 978-3-7030-0224-3.<ref>Vgl. dazu die Besprechung von Leopold Steurer in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. Bd. 71, 1991, S. 991–992 (online).</ref>
  • Neumarkt: 1848–1970. Ein Beitrag zur Zeitgeschichte des Unterlandes. Athesia, Bozen 1993, ISBN 88-7014-732-0.
  • Das Südtiroler Unterland in der Franzosenzeit 1796–1814 (= Schlern-Schriften. Bd. 304). Wagner, Innsbruck 1998, ISBN 3-7030-0319-7.
  • (mit Hans Mayr): Sepp Kerschbaumer. Eine Biographie. Edition Raetia, Bozen 2000, ISBN 88-7283-142-3.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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