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Caroline Demmer

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Caroline Friederike Wilhelmine Demmer geb. Krüger (* 12. Februar 1764 in Berlin; † 14. April 1813 in Wien) war eine deutsch-österreichische Schauspielerin und Sängerin.

Leben[Bearbeiten]

Caroline Krüger war die Schwester des Schauspielers Karl Friedrich Krüger (1765–1828) und begann ihre Theaterlaufbahn bereits 1779, mit 15 Jahren. 1786/87 war sie bei Joseph Bellomo in Weimar engagiert, 1788/89 bei Gustav Friedrich Großmann, dann bei der Dietrichschen Gesellschaft, wo sie den aus Köln stammenden Sänger und Schauspieler Carl Demmer heiratete.<ref>Bruno Thomas Satori-Neumann, Die Frühzeit des Weimarischen Hoftheaters und Goethes Leitung, Berlin 1922, S. 29–31.</ref>

Am 16. November 1790 schrieb sie aus Düsseldorf an Hofkammerrat Franz Kirms in Weimar und bewarb sich erneut um ein dortiges Engagement. Dabei erwähnte sie: „Doch muß ich Ihnen noch vorher sagen daß ich mich… verändert und den Bruder des Herrn Demmer welcher zu der Zeit mit mir in Weimar war geheirathet habe. Mein Mann ist erster Tenorist und spielt im Lustspiel erste auch zweite junge Liebhaber…, er hat eine sehr angenehme Stimme und ist fest musikalisch.“<ref>Pasqué (1863), S. 74–76.</ref> Am selben Tag bewarb sie sich erneut bei Großmann, dem sie gleichfalls mitteilte: „Ich habe mich unterdeß verheirathet, mein Mann ist erster Tenorist, und spielt auch Liebhaber im Lustspiel, mein Bruder ist auch mit uns zusammen.“<ref>Leipzig, Universitätsbibliothek, Handschriftensammlung</ref>

Zusammen mit ihrem Mann kam sie am 4. Februar 1791 nach Weimar ans dortige Hoftheater,<ref>Christian August Vulpius, Eine Korrespondenz zur Kulturgeschichte der Goethezeit, hrsg. von Andreas Meier, Berlin 2003, Band 2, S. 79.</ref> wo sie von Goethe und Schiller gefördert wurde. Im April/Mai 1794 gingen beide nach Frankfurt am Main, wo sich speziell Carl Demmer großer Beliebtheit erfreute. Goethes Mutter erwähnt ihn in mehreren Briefen an ihren Sohn.

Im Frühjahr 1804 nahmen beide schließlich ein Engagement am Theater an der Wien an und reisten von Frankfurt über Regensburg, wo sie am 7. März eintrafen,<ref>Vgl. Dieter Haberl, Das Regensburgische Diarium (Intelligenzblatt) als musikhistorische Quelle, Regensburg 2012, S. 391.</ref> nach Wien. Caroline Demmer debütierte dort am 8. August 1804 im Theater am Kärntnertor als Frau von Duval im Lustspiel Viktorine oder Wohlthun trägt Zinsen von Friedrich Ludwig Schröder.<ref>Wien, Theatermuseum, Anschlagzettelsammlung</ref>

1813 wohnte die Familie auf der Laimgrube Nr. 26 in einer Dienstwohnung des Theaters an der Wien, wo Caroline Demmer am 14. April 1813 im Alter von 49 Jahren „an der Lungensucht“ (Tuberkulose) verstarb.<ref>Wiener Zeitung, Nr. 51 vom 29. April 1813, Amtsblatt, S. 158.</ref>

Familie[Bearbeiten]

Der Ehe von Carl und Caroline Demmer entstammen zahlreiche bedeutende Wiener Schauspielerinnen und Schauspieler, darunter

Literatur[Bearbeiten]

  • Ernst Pasqué: Goethe’s Theaterleitung in Weimar, Leipzig 1863, Erster Band, S. 73–78 (Digitalisat)
  • Katalog der Portrait-Sammlung der k. u. k. General-Intendanz der k. k. Hoftheater. Zugleich ein biographisches Hilfsbuch auf dem Gebiet von Theater und Musik. Zweite Abtheilung. Gruppe IV. Wiener Hoftheater, Wien 1892, S. 296.
  • Albert Richard Mohr, Frankfurter Theater von der Wandertruppe zum Komödienhaus, Frankfurt 1967, S. 157.
  • Margret Dietrich und Elisabeth Grossegger: Das Burgtheater und sein Publikum. Festgabe zur 200-Jahr-Feier der Erhebung des Burgtheaters zum Nationaltheater. Wien 1989

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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