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Joseph Jiel-Laval

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Joseph Jiel-Laval (1891)
Joseph Jiel-Laval (1891)
Zur Person
Vollständiger Name Joseph Laval
Geburtsdatum 26. November 1855
Sterbedatum 26. Februar 1917
Nation Frankreich Frankreich
Disziplin Straße

Joseph Jiel-Laval<ref>Die genaue Schreibweise des Namens ist ungeklärt, es gibt auch die Form Jiel Laval, oftmals ohne Vornamen.</ref>, eigentlich Joseph Marie François Laval<ref>LAVAL Joseph „JIEL-LAVAL“ (Joseph Marie François). In: Memoire du Cyclisme. Abgerufen am 20. Mai 2016.</ref> oder Pierre-Joseph Laval<ref name="books-oG0qMFqHls8C-52" />, (* 26. November 1855 in Saint-Junien; † 26. Februar 1917 in Bordeaux) war ein französischer Radrennfahrer.

Leben[Bearbeiten]

Jiel Laval wuchs auf in Angers. Seine ersten Radrennen fuhr er 1876 auf dem Hochrad für den Véloce-Club d'Angers. Im Jahr darauf ließ er sich in Bordeaux nieder und eröffnete ein Geschäft für Fahrräder, zunächst Vélocipèdes Jiel-Laval genannt, später Cycles Jiel-Laval. Der Beiname Jiel entstand aus den Initialen seines Namens Joseph Laval. In Bordeaux gründete er den Veloce Club Bordelais und gehörte zu den Mitbegründern der Ligue française d'éducation physique. In Frankreich war er einer der prominentesten Radsportler.<ref name="books-oG0qMFqHls8C-52">Christopher D. Green: Psychology Gets in the Game. U of Nebraska Press, 2009, ISBN 978-0-8032-2673-9, S. 52 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Im Mai 1891 belegte Laval bei der ersten Austragung von Bordeaux–Paris Platz fünf. Am 6. September desselben Jahres startete er auf einem Fahrrad der Firma Clément bei der ersten Austragung des 1200 Kilometer langen Radrennens Paris–Brest–Paris.<ref name="art">Bicyclette Clément. In: Musée des arts et métiers. Abgerufen am 20. Mai 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zunächst führte er mit einer Stunde Vorsprung vor Charles Terront, konnte diesen aber nicht halten, weil er wegen Erschöpfung eine Schlafpause einlegen musste. Terronts Manager Herbert Duncan wies indes seinen Fahrer an, das Hotel, in dem Laval schlief, zu umfahren, um von Jiel-Lavals Begleitern nicht gesehen zu werden. Als Laval aufwachte, erfuhr er, dass Terront nun zwei Stunden vor ihm lag.<ref name="books-KclTAQAAQBAJ-95">J A Mangan: Reformers, Sport, Modernizers. Routledge, 2013, ISBN 978-1-135-28693-4, S. 95 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> Der Profi Terront gewann mit 71 Stunden und 37 Minuten, Laval als Amateur belegte hinter ihm Platz zwei mit 80 Stunden vier Minuten.<ref>« Vélobiographie » très vintage de Jiel Laval, Angevin d'adoption et Saumurois de passage. In: saumur-kiosque.com. Abgerufen am 20. Mai 2016.</ref>

Jiel-Laval wurde von dem Mediziner und Neuropsychiater Philippe Tissié betreut, der Studien über dessen Psyche und Physis vor, während und nach diesen langen Rennen anfertigte. Damit ist Jiel-Laval der erste Sportler, der im Mittelpunkt einer neuropsychologischen Untersuchung stand. Die Resultate wurden in mehreren Zeitschriften veröffentlicht.<ref name="books-oG0qMFqHls8C-52" />

Von 1899 bis 1900 produzierte das Unternehmen Jiel-Laval et Cie. den Kleinwagen Mignonette-Luap.<ref name="books-Cc7-CgAAQBAJ-197">McFarland: Automobile Manufacturers Worldwide Registry. McFarland, 2000, ISBN 978-1-4766-1140-2, S. 197 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Jiel-Laval starb 1917 im Alter von 61 Jahren. Die Trauerrede auf der Beerdigung hielt der bekannte Journalist Maurice Martin. Ein Jahr später überließ seine Witwe das Fahrrad, auf dem ihr Mann Paris–Brest–Paris bestritten hatte, dem Musée des arts et métiers in Paris.<ref name="art" /> In Bordeaux ist nach ihm die Rue Jiel Laval benannt.

Publikationen[Bearbeiten]

  • Une course à bicyclette. In: Philippe Tissié: Guide de Vélocipediste pour l’Entrainement. Bordeaux 1892. S. 227.

Literatur[Bearbeiten]

  • Didier Rapaud: Le temps de la vélocipédie (1876–1892) ou l'inoubliable Jiel Laval. Selbstverlag 2015.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Joseph Jiel-Laval – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

<references />