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Joy Davidman

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Helen Joy Davidman, auch Joy Gresham (* 18. April 1915 in Manhattan, New York City; † 13. Juli 1960 in Oxford, England), war eine US-amerikanische Schriftstellerin, die in zweiter Ehe mit dem englischen Schriftsteller C. S. Lewis verheiratet war.<ref>Joy Davidman in der Datenbank Find a GraveVorlage:AbrufdatumVorlage:Findagrave/Wartung/Verschiedene Kenner im Quelltext und in WikidataVorlage:Findagrave/Wartung/Name ungleich Wikidata-Bezeichnung (25. Oktober 2003, englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref>

Leben[Bearbeiten]

Joy wuchs in einer jüdischen Familie der Mittelklasse in der Bronx von New York City auf. Ihre Eltern waren die Lehrer Joseph Davidman (1887–1963) und Jeanette Spivak (1889–1965), und sie hatte einen jüngeren Bruder namens Howard (1919–1987). Schon in frühester Kindheit war sie oft kränklich und trug zeitweise auch einen Radiumkragen. Dank ihrer Intelligenz konnte sie trotzdem mit 14 Jahren die Evander Childs High School und mit 19 Jahren das Hunter College abschließen.<ref>Paul Leopold: The Writings of Joy Davidman Lewis (1915-1960), The Bulletin of the New York C. S. Lewis Society, Website lewisiana.nl (1983, englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref> Dort begann sie mit Schreiben von Gedichten. Danach studierte sie an der Columbia University, wo sie nach nur drei Semestern mit einem Master in englischer Literatur abschloss. In ihrer literarischen Entwicklung wurde sie von George MacDonald und seinem Werk Phantastes stark beeinflusst.<ref>Lyle Dorsett: Profiles in Faith: Helen Joy Davidman, C. S. Lewis Institute, Website cslewisinstitute.org (7. Dezember 2005, englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref> Im Januar 1936 konnte sie in einem Magazin von Chicago erste Gedichte Poetry: A Magazine of Verse publizieren.<ref>Ellen Vrana: Joy Davidman's Valentine's Day Love Sonnets to C. S. Lewis, The Examined Life, Website theexaminedlife.org (englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref>

Bereits in ihrer Jugend wurde sie radikale Kommunistin und heiratete 1942 den gleichgesinnten Schriftsteller William Lindsay Gresham (1909–1962). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: David (1944–2016) und Douglas (* 1945).<ref>Joy Davidman in der Datenbank Find a GraveVorlage:AbrufdatumVorlage:Findagrave/Wartung/Verschiedene Kenner im Quelltext und in WikidataVorlage:Findagrave/Wartung/Name ungleich Wikidata-Bezeichnung (25. Oktober 2003, englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref><ref>Paul Cozby: The Complicated Love Story of C.S. Lewis and Joy Davidman, Fellowship for Performing Arts, Website fpatheatre.com (24. November 2024, englisch, abgerufen am 20. Juli 2026)</ref>

Nachdem sie sich Ende der 40er Jahre zum christlichen Glauben bekehrt hatte, schrieb sie im Januar 1950 dem englischen Schriftsteller und Literaturwissenschaftler C. S. Lewis, dessen apologetischen Schriften für das Christentum sie maßgeblich zu ihrer Entscheidung beeinflusst hatten. Es entwickelte sich daraus ein Briefverkehr. 1952 reiste sie alleine, später mit ihren Söhnen nach England, um Lewis zu treffen und ihn, seinen Glauben und sein Denken kennenzulernen.<ref>Lyle Dorsett: Profiles in Faith: Helen Joy Davidman, C. S. Lewis Institute, Website cslewisinstitute.org (7. Dezember 2005, englisch, abgerufen am 20. Juli 2026)</ref>

Nachdem ihr Ehemann sie in ihrer Abwesenheit mit ihrer Cousine betrogen hatte, ließ sie sich scheiden und zog 1953 mit den Söhnen Douglas und David definitiv nach England. Es entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen Davidman und Lewis, der mit ihr eine Frau fand, die ihm intellektuell gewachsen war. Davidman und Lewis heirateten 1956 standesamtlich, um eine Ausweisung zu vermeiden und ihren Aufenthalt in England zu sichern.<ref>Cynthia L. Haven: Meet C.S. Lewis's brainy wife, Website cynthialhaven.substack.com (13. Januar 2026, englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref> Für die anglikanische Kirche war dies ein regelrechter Skandal, da Joy eine geschiedene jüdische Kommunistin gewesen war. Sie lebten zuerst in der Nähe, dann mit Lewis und seinem Bruder Warren in deren Haus The Kilns, und Lewis adoptierte die Kinder. Wenig später wurde bei Joy Knochenkrebs festgestellt. Durch ihre plötzlich ausbrechende Krankheit entdeckte Lewis seine Liebe zu ihr und fand in Peter Bide einen anglikanischen Priester, der sie am 21. März 1957 am Krankenbett in Oxford christlich traute und für sie betete. Joy erholte sich nach Monaten noch einmal erstaunlicherweise von ihrem Krebsleiden, so dass sie ihre Flitterwochen in Irland und gemeinsame Reisen nachholen konnten. Doch im Jahr 1960 wucherte der Krebs erneut in ihrem Körper weiter, und sie starb 45-jährig im Radcliffe Krankenhaus.<ref>Paul Cozby: The Complicated Love Story of C.S. Lewis and Joy Davidman, Fellowship for Performing Arts, Website fpatheatre.com (24. November 2024, englisch, abgerufen am 20. Juli 2026)</ref><ref>Paul Leopold: The Writings of Joy Davidman Lewis (1915-1960), The Bulletin of the New York C. S. Lewis Society, Website lewisiana.nl (1983, englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref>

Sie wurde im Oxford Krematorium in Headington beigesetzt.<ref>Joy Davidman in der Datenbank Find a GraveVorlage:AbrufdatumVorlage:Findagrave/Wartung/Verschiedene Kenner im Quelltext und in WikidataVorlage:Findagrave/Wartung/Name ungleich Wikidata-Bezeichnung (25. Oktober 2003, englisch, abgerufen am 25. Juli 2026)</ref>

Rezeption und Ehrungen[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Poetry: A Magazine of Verse, 1936.
  • Letter to a Comrade, Younger Poet Series, Yale University Press, 1938.
  • Anya. The Macmillan Company, 1940.
  • War Poems of the United Nations: The Songs and Battle Cries of a World at War. Three Hundred Poems. One Hundred and Fifty Poets from Twenty Countries. Joy Davidman, editor. Dial Press, 1943.
  • Weeping Bay. MacMillan, New York 1950.
  • The Longest Way Round, in: These Found the Way: Thirteen Converts to Protestant Christianity, ed. David Wesley Soper, Westminster, Philadelphia 1951.
  • Smoke on the Mountain: An Interpretation of the Ten Commandments in Terms of Today, Vorwort von C. S. Lewis, The Westminster Press, Philadelphia 1954.
    • Rauch über dem Berg. Michael Claren, Lüdenscheid 1984, ISBN 3-922549-11-X, ins Deutsche übertragen von Peter Nabholz.
  • A Naked Tree: Love Sonnets to C. S. Lewis and Other Poems, ed. Don W. King, in: An Anglican-American Literary Review 29, 2012, S. 79–102; William B. Eerdmans, Grand Rapids 2015.

Literatur[Bearbeiten]

  • Patti Callahan Henry: Becoming Mrs. Lewis, Thomas Nelson, Nashville 2018.
    • Mrs. Lewis, Joh. Brendow Verlag & Sohn, Moers 2020, ISBN 978-3-96140-146-8.
  • Lyle W. Dorsett: And God Came In: The Extraordinary Story of Joy Davidman, Macmillan, 1983; mit neuem Titel: A Love Observed: Joy Davidman’s Life and Marriage to C.S. Lewis, Northwind, 1998; Hendrickson, 2009.
  • Diana Pavlac Glyer: Joy Davidman Lewis: Author, Editor and Collaborator, Mythlore: A Journal of J. R. R. Tolkien, C. S. Lewis, Charles Williams, and Mythopoeic Literature, Band 22, N° 2, Artikel 3, 1998.<ref>https://dc.swosu.edu/mythlore/vol22/iss2/3</ref>
  • Douglas H. Gresham: Lenten Lands: My Childhood with Joy Davidman and C. S. Lewis, Macmillan, New York 1988.
  • Don W. King: Fire and Ice: C. S. Lewis and the Love Poetry of Joy Davidman and Ruth Pitter, An Anglican-American Literature Review 22, 2005, S. 66–88.
  • Don W. King: Out of My Bone: The Letters of Joy Davidman, William B. Eerdmans, Grand Rapids 2009.<ref>Lyle W. Dorsett: Out of My Bone: The Letters of Joy Davidman, Website christianscholars.com (15. Oktober 2010, englisch, abgerufen am 20. Juli 2026)</ref>
  • Don W. King: Yet One More Spring: A Critical Study of Joy Davidman, William B. Eerdmans, Grand Rapids 2015.
  • Abigail Santamaria: Joy: Poet, Seeker, an the Woman Who Captivated C. S. Lewis, Houghton Mifflin Harcourt, New York 2015.<ref>Katrine Vigilius: Joy: Poet, Seeker, and the Woman Who Captivated C. S. Lewis, Website thegospelcoalition.org (5. Oktober 2015, englisch, abgerufen am 26. Juli 2026)</ref>
  • Brian Sibley: Through the Shadowlands: The Love Story of C. S. Lewis and Joy Davidman, Revell, Grand Rapids 2005.
    • Späte Liebe. C. S. Lewis und Joy Davidman. Brunnen-Verlag, Gießen u. a. 1997, ISBN 3-7655-3976-7 (ABC-team 3976).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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