Judith Berkson
Judith Berkson (* 1977<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( des Vorlage:IconExternal vom 2. April 2015 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref>) ist eine US-amerikanische Musikerin (Gesang (Mezzosopran), Piano, Keyboard, Orgel, Arrangement, Komposition) und Kantorin, die sowohl im Bereich der Jazz- und zeitgenössischen Musik als auch der jüdischen Musik tätig ist.
Leben und Wirken[Bearbeiten]
Berkson hatte ab fünf Jahren Klavierunterricht. Ihr Vater ist Kantor in einer Chicagoer Synagoge, wo sie Unterricht in jüdischer liturgischer Musik erhielt. Während ihrer Highschoolzeit begann sie sich für Oper und Kunstlied zu interessieren und studierte dann am New England Conservatory in Boston Gesang bei Lucy Shelton, Piano bei Judith Godfrey und Viola Haas, außerdem Musiktheorie und Komposition bei Joe Maneri. Ab 2001 kam sie in New York durch ihren Freundeskreis in die dortige Jazzszene, wo sie erste Auftritte als Sängerin und Keyboarderin hatte und an Aufnahmen von Justin Mullens, Steve Coleman (Lucidarium, 2003) und Jacob Garchik mitwirkte.<ref name="lord"/> Ferner spielte sie mit The Four Bags, Gerard Pape, Ken Thomson, Joe Maneri, Matthew Welch, Ohad Talmor, Hans Breder, Carlos Cuellar und Julia Werntz.
Daneben arbeitete sie im Bereich der klassischen und Neuen Musik mit dem Wet Ink Ensemble und trat bei den Internationalen Brucknertagen St. Florian, dem American Festival of Microtonal Music und dem Jüdischen Kulturfestival in Krakau auf, außerdem schrieb und arrangierte sie für das Kronos Quartet. Hauptberuflich ist sie als stellvertretende Kantorin und Hebräischlehrerin an der Old Westbury Hebrew Congregation in New York tätig. In den 2000er-Jahren konzentrierte sie ihre Aktivitäten vorwiegend auf Soloperformances und die Möglichkeiten der Stimme mit der Begleitung durch Tasteninstrumente neu auszuloten. 2006 nahm sie ihr Debütalbum Lu-Lu auf, gefolgt vom ECM-Album Oylam (2010),<ref>Guardian staff reporter: Judith Berkson: Oylam | Jazz. In: theguardian.com. 13. Mai 2010, abgerufen am 5. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> auf dem sie Kabarett- und Jazzstandards wie Cole Porters „All of You“ und George Gershwins „They Can’t Take That Away from Me“ jiddischem Liedgut wie dem jüdischen Kantorlied „Ahavas Oylam“ und „Huyet, Huyet“, ein Stück des jiddisch-polnischen Poeten und Komponisten Mordechaj Gebirtig, gegenüberstellte, ferner Eigenkompositionen und eine Jazzversion des Lieds „Der Leiermann“ aus Franz Schuberts Winterreise.<ref>https://www.jazzecho.de/ecm-sounds/news-und-rezensionen/verwirrend-abwechslungsreich-102303</ref> 2012 hatte im Roulette Berksons Kammeroper The Vienna Rite Uraufführung, die das Leben des Wiener Kantors und Komponisten Salomon Sulzer (1804–1890) thematisierte.<ref>Allan Kozinn: Mash-Up of Schubert and Synagogue Tradition – Judith Berkson’s New Opera, „The Vienna Rite“. In: The New York Times. 2012</ref> Im Bereich des Jazz war sie zwischen 2003 und 2012 an sieben Aufnahmesessions beteiligt.<ref name="lord">Tom Lord: The Jazz Discography (online, abgerufen am 19. März 2015)</ref> Gemeinsam mit dem Kontrabassisten Trevor Dunn und dem Schlagzeuger Gerald Cleaver brachte sie bei ECM im April 2026 das Album Thee They Thy heraus, bei dem 9 von 10 Tracks ihre Kompositionen sind.<ref>Album Thee They Thy, Discogs, abgerufen am 23. Juni 2026</ref>
Berkson lebt in Brooklyn.
Weblinks[Bearbeiten]
- Judith Berkson bei AllMusic (englisch)Vorlage:Abrufdatum
- Judith Berkson bei Discogs
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Berkson, Judith |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanische Musikerin und Komponistin |
| GEBURTSDATUM | 1977 |